Quest V
1921 Okt 6 Donnerstag „Kontakte“
Schon vor Sonnenaufgang beginnen die Reparaturarbeiten an der Quest und es ist zu beobachten wie gut die Mannschaft zusammenarbeitet.
Die erste Bestandsaufnahme ergibt: Die Backbordwand der Quest ist durch den Anschlag geschwärzt und teilweise beschädigt worden. 40 Fässer Kerosin, viel Proviant und wichtige Ausrüstungsgegenstände sind verloren. Shakleton und Wild fahren daraufhin nach London um Ersatz und weitere Gelder zu beschaffen. Es zeichnet sich ab, dass sich die Abreise der Quest um mindestens vier Tage verzögern wird.
Die Investigatoren werfen einen ersten Blick auf die Hafenmeisterei. Eine Laterne über, ein Soldat vor dem Eingang. Im Inneren sind fünf Personen auszumachen.
Mr Winterbottom und Mr Herbert erkunden das Gelände nach möglichen Fluchtwegen des Scharfschützen, der Jerry O’Pork auf dem Gewissen hat. Beide denken nach: „Seine professionelle Waffe, die Mondragón. Ein solch präzises Gerät hat nicht jeder.“ In einer dunklen Ecke nahe der Short Row / Palty Street finden sich an der Mauer die Reste eines Hanfseiles. Hier könnte der Täter das Gelände der Royal Dock Yards unbeobachtet betreten und wieder verlassen haben.
Auf der anderen Seite der Mauer, an der Ecke Cross und Cumberland Street begegnen die Investigatoren zwei Damen. Sie berichten von einem Mann der auf einem Fahrrad in Richtung Stadtzentrum geradelt ist und eine auffällige lange Tasche dabei hatte.
Um freundschaftlichen Kontakt zu knüpfen besucht Mr Winterbottom die „Great Bell“ und trifft auf einen ehemaligen Bekannten. Charles Lightoller, den ehemaligen ersten Offizier der Titanic. Mycroft und Charles sind sich zuletzt vor zehn Jahren begegnet und seitdem älter geworden, ein Lächeln folgt. Lightoller berichtet Mycroft, dass die Lloyds-Expedition bisher keine Drohungen erhalten habe. Für das gemeinsame Signal in Notfällen schlägt Lightoller einen Code im Morsealphabet vor, Mrs Lloyds und Sir Shackleton sollen von dieser Übereinkunft nichts erfahren.
Am Abend kehren die Bordmannschaft und Expeditionsteilnehmer der Quest-Expedition im „Stern Inn“ (brit. maritim „Heckspiegel“) ein. Man lernt sich näher kennen, die Stühle rücken zusammen und die eine oder andere Anekdote findet ihren Weg. So sind McLeod und McIllroy als Schotten gute Freunde und haben gemeinsam zwar noch nicht alle, aber schon viele Berge der Highlands bestiegen. Es wird gesagt das auf Shackleton und Wild immer verlass ist (auch wenn beide heute nicht anwesend sind). Das Buch mit den XXV Kapiteln findet Erwähnung. Aus dem Abseits beobachtet der Mickrige Mann die neue Meute, und auch ihm wird ein Ale spendiert. Bordmannschaft und Expeditionsteilnehmer stossen zusammen an: „Auf ein Abenteuer, wie wir es noch nie zuvor erlebt haben!“
„When Britain first, at Heav’n’s command,
Arose from out the azure main,
This was the charter of the land,
And guardian angels sang this strain:
|:Rule, Britannia! Britannia rule the waves;
Britons never will be slaves.:|“
(hicks)
Zum Abendspaziergang liegt die Hafenmeisterei weitestgehend im Dunkeln. Ein fahles Licht über der Tür, ein neuer Marinesoldat wurde als Wache abgestellt.
Die verführerischen Finger des Funkers irritieren Cpt Okumura: „Da sollte ich bald anbeissen.“
Die Nachtruhe bringt den Investigatoren Erholung aber keine neue Erkenntniss.
1921 7 Okt Freitag „Vorwärts und zurück“
Der angeforderte Auszug „Aurora“ aus dem Schifffahrtsregister triift ein, sowie eine Nachricht von Shackleton: „Wild und ich werden mindestens noch einen weiteren Tag in London verbringen um die notwendigen Gelder und Güter zu beschaffen.“
Um mehr über die Frachtliste zu erfahren, besuchen die Investigatoren die Hafenmeisterei. Hier treffen sie auf Henry Peters. Seine fünf Mitarbeiter hält er mit harschem Ton auf Trab. Er sei: „Schon lange im Dienst der britischen Marine und stehe kurz vor der Rente“. Einer der Mitarbeiter, Charles, hinter seiner Schreibmaschine, wirkt verunsichert, zuckt kurz zusammen. Ld Carnarvon drängt auf eine Kopie der Frachtliste aus dem Archiv der Hafenmeisterei, aber sie ist verschwunden! Ld Carnarvon wird daraufhin sehr deutlich und Peters verspricht sein bestes zu geben um die Umstände aufzuklären.
Im Südosten von London schmeisst Mare mehrfach den Motor der F13 an. Fünf Probeflüge bringen endlich das gewünschte Ergebnis: 35 Kg Balast müssen mitgeführt werden, um das Gewicht der zusätzlichen Verglasung auszugleichen. Auch sind die Scheiben jetzt weitestgehend Zugdicht. Auguste, Mare und Mycroft sind mit dem Ergebnis zufrieden und stossen mit einem Gin auf dem Flugfeld an. Hardridge berichtet, das die ersten der angeforderten Teile eingetroffen sind und zusammen mit den zerlegten Flugzeugen nach Portsmouth per British Railway geliefert werden.
Mrs von Humboldt kontaktiert Mrs Lloyds. Ihre Ansätze für dieses Gespräch sind die manipulierte Frachtliste, gegensätzliche und gemeinsame Ziele der Expeditionen, Frauen in Technik und Wissenschaft, die Unterstützung in Notfällen. Der Sekretär berichtet Mary-Ann von dem sehr vollen Terminkalender von Mrs Lloyds: „…aber da gäbe es ein Zeitfenster von 15 Minuten am übernächsten Morgen.“ – „Einvestanden!“, so Mrs von Humboldts Antwort.
Mare und Mycroft treffen auf Curdridge Hill ein. Aus dem Keller das Hauses, hinter der Bohlentür zu der nur Okumura einen Schlüssel hat, sind Geräusche zu hören. Ein Gemurmel, ein Singsang: “Mmm, Mh, Ha, Njam.“ Winterbottom: „Hören sie das auch, lauert da ein Priester hinter der Tür?“ Amanda, anwesend, fragt erschrocken: „Da ist ein Fremder in unserem Keller?“ Nach diesem Scherz von Mycroft ist Amanda stark verunsichert. Sie ist doch eine sehr zarte Seele und Mare versucht sie umgehend zu beruhigen. Gegen 19:00 Uhr wird ein Telefonat in das Hotel Esplanade durchgestellt: „Ld Carnorvon, hier Mycroft, Sanjuro soll sich umgehend melden!“
Sanjuro trifft auf Curdridge Hill ein, das Vermächtnis Reginald Fletcher. Als Sanjuro die Kellertür aufschliesst sieht er unmissverständlich den Baum aus dem unscharfen Tal. Wie ein Scherenschnitt verdeckt er teilweise das Licht des Schreins. Erstaunlicherweise sehen alle anderen Anwesenden das Phänomenen nicht.
Während eines Spazierganges nimmt Tamino eine Spur auf und verschwindet im Gehölz. Das Herrchen findet den Hund schliesslich verletzt, seine Flanke blutend, Bache oder Eber, ein Zweikampf unter Tieren fand hier statt. Zum Glück hat Mycroft ein wenig Verbandsmaterial dabei und leistet Erste Hilfe. Anschliessend trägt er seinen Hund nach Curtridge Hill zurück und Amanda informiert umgehend den ortsansässigen Tierarzt.
1921 Okt 8 Samstag „Fortschritte“
Zurück in der Hafenmeisterei erfahren die Investigatoren das Schreiber Charles nicht zur Arbeit erschienen ist. Seine Frau, sein Sohn und er haben sich vergangene Nacht abgesetzt. Zudem sind die Aufzeichnungen der „Great Bell“ verschwunden. Henry entschuldigt sich und gemeinsam wird beschlossen in diesem Fall Scotland Yard sowie Smith und Smyth zu informieren. Die Aussagen aller Beteiligten werden kurz darauf aufgenommen.
Am South-Railway-Jetty treffen drei Lastkraftwagen ein. Neun Tage sind seit der Bestellung vergangen, nun es ist soweit: An die Investigatoren wird die persönliche Polarausrüstung geliefert! Nach Anprobe und einer Rücksprache mit den erfahrenen Polarexperten an Bord werden diese für gut bis exzellent empfunden und in den eigenen Kabinen verstaut. Da der Kapitän nicht anwesend ist wird auch seine Ausrüstung überprüft und es gibt auch hier nichts zu bemängeln. Das Gewicht der Ausrüstung pro Person beträgt rund 30 Kg.
George Vibert Douglas untersucht den Würfel aus dem Schrumpfkopf. Es ist eindeutig ein bisher unbekanntes schweres Metall, vielleicht sogar ein neues Element in der Periodenreihe. Der Geologe gibt den Stein zurück an Mycroft.
Auf dem Schiessstand der Royal Barracks gibt es die ersten Erfolge, mehrere Pappscheiben wurden erfolgreich getroffen.
Cpt Okumura klärt die Situation und Bobby Jimm wird während seiner Abwesenheit regelmässig nach Amanda und im Haus schauen. Cpt Okumura fährt zurück nach Portsmouth.
Für die von den Investigatoren geplante Exkursion nach Marigny sendet Carla ein Telegramm an Babette. Kurz darauf erfolgt die Antwort: „+++ Madame, alles wird vorbereitet sein +++“
An Bord der Quest trifft eine Nachricht ein. Shakleton und Wild werden mindestens noch einen weiteren Tag in London verbringen um die notwendigen Gelder und Güter zu beschaffen.
1921 Okt 9 Sonntag „Marigny I“
Um neun Uhr morgens findet auf der Great Bell das Gespräch von Pilotin zu Pilotin statt, Mycroft spielt dabei den Ehemann. Das Gespräch verläuft freundlich aber distanziert und etwas kalt. Mrs Lloyds scheint etwas zu verbergen, bedankt sich für die Informationen der Investigatoren und lädt Mrs von Humboldt und ihren (vermeintlichen) Ehegatten überraschend zur Beerdigung ihres Vaters ein. Mrs von Humboldt denkt kurz über die Pilze nach.
Via Flugzeug erreichen die Investigatoren am späten Nachmittag den Landsitz von Carla di Fiona, das Hügelgrab in Sichtweite, eine sichere Landung erfolgt. Babette empfängt alle mit Herz und hat die Tafel reich gedeckt. Der Abstieg wird für den nächsten Tag angesetzt.
Die Nacht, sie bleibt ruhig.
1921 Okt 10 Montag „Marigny II“
Kurz nach dem Frühstück betreten die Investigatoren den Weinkeller, öffnen die Tür an seinem Ende und steigen in das Höhlensystem hinab. Mycroft überlegt kurz, ob er seinen Zauber hier erstmalig testen sollte. Die anderen raten ihm dringend davon ab, die Buer könnten verstimmt werden.
In der Zitadelle laden die Investigatoren ihre Traummünzen. Carla speichert in ihrer besonderen Silbermünze die maximal möglichen 45 Mana-Punkte. Babettes Vesper wird verspeist. Nach einem kurzen „Wiederschleck“ kehren die Investigatoren wohlbehalten an die Erdoberfläche zurück.
Am Abend, sicher in Croydon gelandet und zurück in London, Halton House, diskutieren die Investigatoren welche Fragen denn dem verstorbenem Percival Lloyds nun zu stellen seien.
Diese Finger, die sind so lecker. Im Schlaf bekämpft Okumura den „Schattenkrieger aus dem Unheimlichen Tal und im Duell kann er ihn besiegen (Er hat kein Gesicht), Zuvor erkennt er zwei der drei I-Ging-Symbole genauer:
1921 Okt 11 Dienstag „Fragen“
Im Royal Main Hospital empfängt der Pathologe Dr. Cloth die Investigatoren und führt sie zu dem Leichnam von Percival Lloyds. Während Ld Carnarvon den Arzt erfolgreich ablenkt beginnt Mycroft mit dem Ritual und der Befragung von Percival, Mary-Ann und Carla assistieren:
- Percival hat das Siegel gebrochen!
- Percival hat Kenntnis über den Inhalt!
- Percival verfügt über magische Kräfte!
An Bord der Quest trifft eine Nachricht ein. Shakleton und Wild werden Morgen aus London zurückkehren: +++ Ersatz und Gelder wurden beschafft, Nachschub ist unterwegs SHWI +++
An Bord der Quest findet Cpt Okumura vor seiner Kajüte das Buch mit den XXV Kapiteln, das die westlichen Seefahrer so sehr verehren. Er lächelt müde, begutachtest es einen Moment und steckt es schliesslich ein (*)
Die Investigatoren erwartet
- Shakleton und Wild kehren aus London nach Portsmouth zurück
- Das Begräbnis von Percival Lloyds
- Ernest Wild aufsuchen
- Lieferung der zerlegten Flugzeuge
- Eintreffen der 122 Schlittenhunde
- 100 Kg Das eigenes Gepäck final zusammenstellen
- Frachtliste verbindlich aktualisieren
- Abreise Die Quest sticht in See
- (*) Viel Spass beim lesen Das Buch ist Seeleuten bestimmt. Nur sie erkennen die wahre Bedeutung, halten diese gegenüber „Landratten“ geheim.















