Quest
Hintergrund Um den alarmierenden Verlusten britischer Handelsschiffe während des Großen Krieges entgegenzuwirken, wird der New Ministries and Secretaries Act verabschiedet, der die Ernennung eines Reeders mit sehr weitreichenden Befugnissen vorsieht: „(…) jene Schritte zu unternehmen, die er für die Bereitstellung und Wartung für am besten hält um eine effiziente Versorgung durch die Schifffahrt zu gewährleisten.“ Anschliessend fand die erste Sitzung des Merchant Shipbuilding Advisory Committee statt, bei der beschlossen wurde, ein umfangreiches Schiffbauprogramm zu starten. Die Schiffe sollten ein einfaches, durchdachtes Design haben und soweit möglich, in Bezug auf Rümpfe und Motoren vom Standardtyp sein. Es ist die Geburtsstunde des „standard dry cargo ship“.

Bis 1920 werden die drei Klassen A und B und Z entwickelt. Die 416 Schiffe, die auf Anordnung der britischen Regierung fertiggestellt wurden, erhielten eine Standardnomenklatur mit dem Präfix W-A-R. Davon wurden 15 Schiffe als Öltanker ausgeführt und in den Admiralitätsdienst versetzt. Sie alle waren modifizierte Versionen der Standard-Trockenfrachtschiffe. Sie verfügen über zwei große Laderäume, sechs von ihnen hatten fünf Ladetanks und die restlichen neun hatten sieben Ladetanks, die speziell für die Beförderung von Schweröl ausgelegt waren.
Und genau um eines dieser Schiffe geht es hier!
Bau Der Öltanker wurde bei der renommierten Schiffswerft Wood, Skinner & Co. in Bill Quay im Osten von Gateshead am Südufer des Tyne im Auftrag der britischen Regierung gebaut. 1917 erfolgte die Kiellegung, 1918 der Stapellauf.
Einsatz Für die Marine pendelte das Schiff nur kurz zwischen 1918 und 1920 unter dem Namen „WAR SIRDAR“ zwischen Großbritannien und Südamerika.
Verkauf Durch einen guten Kontakt zur Marine erwirbt Ernest Shackleton im Winter 1920 das fast neuwertige Schiff für 15.000 £.
Umbau In Portsmouth lässt Shackleton das Schiff teilweise umbauen. Es erfolgt eine Verstärkung der Bugsektion, eine alternative Aufteilung der Frachträume, weitere Modifikationen im Inneren und die Installation der neuen Funkanlage. Zudem werden zwei zusätzliche Ladebäume und der beheizte Ausguck errichtet. Shackleton tauft das Schiff auf den Namen „Quest“.





| Hersteller | Wood, Skinner & Co | Spielwerte | |
| Typ | Schiff | Trefferpunkte | 1.000 |
| Motor | Hubkolbenmaschine, 6-Zylinder Dieselmotor | Reichweite | 12.000 sm |
| Gänge | 8 | Beschleunigung | 1 |
| PS | 5.000 kW über zwei Schrauben | Bremskraft | 11 |
| Leergewicht | 16.000 t | ||
| Geschwindigkeit | 27 km/h 13 Knoten | Maximaltempo | 3 |
| Maße | L 134 m, B 14 m, H 15 m über Steuerhaus | ||
| Baujahr | 1917, 1918 | ||
| Besatzung | 25 + | ||
| Tankvolumen | 40.000 Gallonen | ||
| Nutzlast | Eine Million Kilogramm 10.000 t | ||
| Eigner | Quest-Expedition, Ernest Shackleton | ||
| Versicherung | Llyods Register of Shipping #171221 |









