Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Fingerprints

9 June 1922 Friday  6:30am Speiseaal
Carla hat blutrot leuchtende Fingerabdrücke am Kopf, die sie selbst aber nicht sehen kann….

Die Buntglasfenster in den Spitzbögen am hinteren Gebäudeteil des Klosters sind identisch mit denen aus unserem Albtraum, wie eine Inspektion bei einem Spaziergang mit Mare & Henry zeigt.
Es ist auch wieder ein Suchtrupp im Wald unterwegs.

An der Bar in der Lobby möchte ich den Vormittag locker ausklingen lassen…

Doch an der Rezeption erblicke ich eine unglaubliche Schönheit, grazil, wunderschön schimmernd, mit glänzend langen Haaren, die fast den Boden berühren. Ich erkenne sie sofort: Marija!
Sie schaut sich um, unsere Blicke streifen sich nur kurz. Mit kribbelnder Gänsehaut rutsche ich fast vom Barstuhl. Nur zu präsent ist mir noch unsere erste Begegnung auf dem Wilden Berg

Insgesamt 3 Vril-Damen außerordentlicher Eleganz checken ein.
Ein 3facher Gin muss bei mir einchecken…

Contenance My Lord!

Nach dem Lunch nehmen wir alle an einer geführten Wanderung durch die anliegenden Wälder teil. Ziegenmelker lärmen in den Zweigen lautstark aus dem Wald. An einer Stelle besonders laut und durchdringend. Wir suchen sie auf und finden die Vögel dicht in ein paar Bäumen sitzend. Henry erinnert sich auf einmal im `De Vermiis Mysteris´ von ihnen gelesen zu haben: Sie warnen laut vor den Aktivitäten Cthulhus in unserer Welt…

Carla schaut durchs Ocular: Eine flache, flimmernde Wand wie ein Tor, ein Portal. Die Ziegenmelker kreisen davor. Wir anderen sehen nichts außer den Vögeln. Van Miller geht hindurch, wir können ihn weiterhin sehen. Er sieht einen Mönch, als er auf einem hellen Lichtfleck auf dem Boden steht. Dichtes Blätterdach über ihm. Wir folgen ihm, schreiten auch durch das Portal und treffen auf einen alten Mann im Nachthemd. Er will nur noch nach Hause, wurde gefoltert und ausgeweidet, ein großes Loch im Schädel ohne Hirn darin. Er fürchtet sich vor „Hungrigen Augen“, die ihn permanent anschauen und ihn nicht schlafen lassen. Wir sollen es, müssen es verhindern, dass das Böse erstärkt. „Amelia wird helfen“. Er zeigt in eine Richtung und löst sich auf…

Ein weißes Kaninchen. Aus einer Senke formt sich aus einem Nebel ein dünnes, junges Mädchen mit tiefen Augenringen. Sie nimmt lächelnd das Kaninchen auf den Arm und streichelt es. Ich spreche die sichtlich erschöpfte Gestalt an: „Hallo Amelia, kannst du uns helfen?“ Mit dünner Stimme erklärt sie, dass der `Große Bluttrinker´ einen Geflohenen namens Thomas sucht. Wir sollen ihn schützen. Anna versteckt ihn. Sie selbst ist ein Waisenmädchen aus dem Kloster. Klaffende rote Wunden, blutleer, am ganzen Körper. Sie weist uns den Weg, löst sich auf…

Wir erreichen den Hexenkreis an der alten Eiche. Thomas schläft darin, erwacht erstaunt. Er ist ein Kurgast mit Magenleiden, der von Dr. Dr. Esse für ein Experiment im Wald sediert wurde, aber dennoch noch rechtzeitig fliehen konnte.

Anna kommt auf die Lichtung geschritten: Dr. Dr. Esse hat die Region fest im Griff, versetzt sie in Schrecken. Sie wünscht seinen Tod, aber warnt vor seiner Macht. Sie selbst ist eine unerkannte Kräuterhexe, die in Rabenfels lebt und arbeitet. Anna wird von den Kibbo Kift begleitet, die sich dezent im Hintergrund der Lichtung halten. Wir versichern ihr, Thomas in Sicherheit zu bringen und werden uns heute noch einen Fluchtplan ausdenken. Morgen am frühen Vormittag soll er ausgeführt werden.

Anna erneuert den Schutzkreis um Thomas…

Wir kehren zurück in den Wald. Uns amüsierend und lautstark streitend über „Wer ist mal wieder schuld, dass wir uns verlaufen haben?“ können wir endlich einen Suchtrupp auf uns aufmerksam machen und gelangen so problemlos zurück ins Sanatorium zum Buffet Dinner.

Die Rescue Mission wird geplant, als wir uns abwärts ins Dorf in die Schenke begeben. In der `Schwarzen Feder´ ist die anhaltende, erfolglose Suche in den Wäldern das Gesprächsthema. Beim Würfelspiel mit zwei Einheimischen gewinne ich einen Shot!

Zeitig kehren wir in Sanatorium zurück, um für die morgige Rettungsmission ausgeruht und frisch zu sein.