Preparations Under Way
Septembre 17 1920 Friday 9:30am
Um unser weiteres Vorgehen zu planen, müssen wir wissen, wo der Rest unserer Gruppe sich gerade befindet und was sie vorhaben…
Doch es herrscht Schweigen vom Kontinent. Ich vertraue darauf, dass keine Nachrichten gute Nachrichten sind, aber ich merke wie ich immer nervöser und ungeduldiger werde…
Doch dann endlich Carlas Anruf: Sie sind noch in Berlin, aber wollen sobald als möglich zu ihrem Landhaus in Marigny, Frankreich reisen. Dort soll eingebrochen worden sein, von fischartigen Wesen(!?!) ist die Rede. Ich frage unverblümt nach der Flöte, doch sie antwortet nichts Genaues und ist auf einmal sehr zurückhaltend. Wir wollen dann morgen erneut telefonieren. Ich habe verstanden…
Gleich darauf ziehe ich mich zurück, um mir erneut magische Energie zu erpendeln, was mir, trotz höchster Konzentration, wiederum nicht gelingt.
So suche ich die Countess auf. Es gibt schließlich noch genug auf anderen Ebenen vorzubereiten…
Der Dienerschaft wurde strikte Diskretion ob des Besuches auferlegt. Das Schlafzimmer für den König wurde von meiner Frau bereits ausgewählt und nun renoviert. Die Wände werden mit rotem Seidendamast verkleidet und mit französischem Mobiliar neu eingerichtet, sowie mit Vasen und Uhren dekoriert, ganz nach dem Geschmack des Königs. Auch das angrenzende Ankleidezimmer wird renoviert. Meine gesamte Familie ist über das royale Event von ihr schon im Stillen informiert worden. Die offiziellen Einladungen sind bereits im Druck…
Das Dinner Menue steht inzwischen auch und an der Sitzordnung muss nicht mehr viel gebastelt werden. Unsere Köchin wird diesen immensen logistischen Aufwand nicht alleine stemmen können. Weitere Köche und Servierpersonal sind daher schon aus dem Savoy Hotel in London geordert worden. Die Lager von Highclere Castle werden mit Champagner, Gin und erlesenen französischen Weinen aufgefüllt…
Es ist Lady Alminas Aufgabe, die Speisekarte für jeden einzelnen Gast handschriftlich auf Französisch zu verfassen, was ihr mindestens 3 Tage Schreibarbeit beschert. Ich beneide sie nicht. Aber wozu habe ich geheiratet…?…
Als ich die Rechnungen durchschaue und die noch zu tätigenden Ausgaben überschlage, muss ich an Howard in Ägypten denken:
“Tja, mein lieber Freund, dies wäre unsere nächste Grabungssaison gewesen…“









