Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Nächtliches Schlafwandeln

Ich träumte geschwommen und getaucht zu sein, erwache im Morgengrauen fröstelnd am Ufer – nackt. Wie bin ich hierher gekommen und wo ist hier? Es riecht nach Meer und ich blicke mich um, langer Blattang säumt den Strand. Es ist Ebbe, so sammele ich verwirrt, aber bestens gelaunt einiges davon ein. Etwas später entdecke ich einen Pfahl an dem meine Stiefel baumeln, darunter liegen meine restlichen Kleidungsstücke. Ich wundere mich nur noch mässig, bin ich doch nicht von Curidge nackt hierher aufgebrochen.Curdridge Hill Schlafwandeln Ich folge einer Flusseinmündung, des Hamble Rivers?, die mir bekannt vor kommt. Etwa fünf Meilen nordnordost, dem mäandernden Fluss folgend, bin ich fast wieder in Curdridge. Nun folge ich der Church Lane, quere den Fluss, weiter bis zur Lockhams Road und nun – etwa zwei Stunden nach meinem Erwachen am Strand, bin ich mit Sonnenaufgang zurück auf Sanjuros Curdridge Hill.Luftbild Curdridge Hill bearbeitet sw War diese Taucherfahrung der letzten Nacht nur ein „Traum“, oder kann ich es nun auch ohne den Eisatz von Ritualkomponenten und Formel? Ich sichte die Post, es sind zehn Briefe für Sanjuro angekommen. Kurz überlege ich die werden wohl beantwortet werden müssen und so mache ich mich mit der Harley auf den Weg nach Highclere Castle. Mare finde ich – neu ausstaffiert – nun im Look einer jungen, britischen Dame und lade sie zu einer Tangsuppe ein, sie bewahrt Fassung, ist aber noch nicht völlig überzeugt. In der Bibliothek, Butler Charles empfahl mir diesen Ort, beginne ich Briefe an Sanjuro zu sichten. Alles Anschreiben, Bewerbungen auf zu besetzende Stellen auf Curdridge Hill, welche ich nun in Sanjuros Namen auf einen zeitnahen, neu abzusprechenden Termin vertrösten möchte. Charles bietet mir an diese Arbeit zu übernehmen, dann berichtet er mir, der Lord weile schon in Südfrankreich und die heutige Postmaschiene sei in der Lage mich dort abzusetzen. Nach Rücksprache mit Mare, sie möge mich begleiten, machen wir uns auf den Weg. Zunächst zurück nach Curdridge Hill, mein schmales Expeditionsgepäck zu packen. Gegen ein Uhr erreichen wir Croyden, dreissig Minuten später sind wir in der Luft. Die Stunden vergehen und irgendwann kommt der Navigator, er hat einen großen neuen Sextanten,Carl Plath Sextant Hamburg 1920 hergestellt von Carl Plath aus Hamburg, mit zwei „Rucksäcken“ und fragt, ob wir wüssten, wie man diese anlege.irvin-air-chutes Mir schwant Übles. „Wir werden nicht zwischenlanden“, er verneint und wir lassen uns beim Anlegen helfen,Irvin Parachute Mare ist sichtlich entzückt, bis ihr klar wird, wir werden „abspringen“ müssen. Es handelt sich um Neukonstruktionen, Rundkappenfallschirme der Irvin Air Chute Company, freifalltauglich. Dann ist es soweit die Luke ist offen und Mare ist unschlüssig, ich wiederhole und sie stimmt mit ein: „stabile X-Lage einnehmen, Stabilisation abwarten, umsehen, Kappe auslösen“. Nun nickt sie und ich lächele, umgreife sie, „zusammen – und los“…Ragnar - erster SprungWir kommen gut aus der Maschine, etwa 1500m sagte der Navigator zu uns, wir hätten Zeit. Mare stabilisiert sich als erstes, wir schwimmen einige Zeit in der Luft und dann wir sind genügend weit von einander entfernt, scheint sie nun dem Himmel entgegen zu stürtzen – ist aber Quatsch denke ich mir, sie hat nur „abgebremst“. Ich folge ihr nach, als auch mein Schirm sich mit Luft füllt.

Mare - first jumpAus dem Flugzeug konnten wir eine Staße sehen und daran schließt sich eine übersichtliche Wiese an , die von oben eben aussah, auf die schweben wir nun zu. Auch das Landen glückte uns, ich versuche des Schirms Herr zu werden und helfe dann Mare. Sie strahlt, sie wolle ab jetzt nicht mehr mit einem Flugzeug landen, wenn sie selbst vorher noch fliegen könne.