Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Flugzeugrennen samt Notlandung

Gut gelaunt erwache ich, ich blicke sofort aus dem Fenster & sehe strahlend blauer Himmel, ein perfektes Flugwetter. Heute findet das Flugzeugrennen statt, ich fiebere bereits nach dem Start. Morgen soll der Höhenrekord & heute Nachmittag werden einige flugfähige Eigenbaumaschinen präsentiert. Am letzten Tag der Luftfahrtmesse sind die Ballone & Zeppeline, die äußerst weite & hohe Strecken zurücklegen können.

Alles passiert wie im Stummfilm, wegen meiner Verunstaltung versuche ich nicht zuviel Aufmerksamkeit zu erregen. Auf dem Gelände beim Flughafen Paris ankommen, sind bereits die Besucher zu Hauf erschienen. Ich gehe zur Anmeldung & gehe danach zu meiner Martinsyde, die bereits aufgetankt & startklar im Hangar steht.

Martinsyde F.4 Buzzard Type A Mark III

Dort treffe ich auch die Gebrüder Keith & Ross McPherson. Wir begrüßen uns freundlich. Sie erkundigen sich nach meiner Verletzung, welches ich mit den üblichen Ausrede begegne. Als ich Ihnen ein gutes Gelingen für eine Silbermedaile wünsche, feixen wir weiteifrig an.
Nur noch wenige Minuten bis zum Start! Ich atme tief durch & genehmige mir einen Gin. Meine Freunde wünschen mir „Hals & Beinbruch“ & begeben sich auf die Tribüne. Mit einem breitem Grinsen, das fast meine Bandagen unter dem Fliegerhelm reißen lassen, starte ich meine geliebte Maschine.
Im Schrittempo nähere ich mich der Startlinie, während meine Startnummer & mein Name mit der Bezeichnung „Neuling“ angekündigt werden.

3-2-1-Goo

Ich starte durch, die Maschine heult auf wie ein angreifender Tiger & der Rückstoß raubt mir kurz den Atem. Ich komme gut raus & arbeite mich schnell auf Position 2, hänge mich in den Windschatten & warte. Hole Inch für Inch auf, nutze jeden Wirbel zu meinen Gunsten. Unter mir rauschen Bilder von Paris im Eiltempo an mir vorbei, doch ich bin absolut fokussiert wie bei einem Byakhee Ritt.
Kurz vor dem Triumpf Bogen bin ich, wie ich jetzt sehe Kopf an Kopf mit dem Favoriten. In der Kurve  senke den Steuerknüppel für eine scharfe Biegung & drücke meinen Körper in den Sitz, die Radialkraft erwartend.

Arc de Triumph

Ich fliege im Vertikalflug am Favoriten vorbei, die Martinsyde ist in Höchstform & zieht nun an die Rennspitze!

Wroms

Ich werde herumgeschleudert. Gedanken & Maschine überschlagen sich. Automatisch versuche ich Kontrolle wiederzuerlangen. Seitenblick rechts: Alles Ok. Trudelt weiter. Gegensteuern. Seitenblick links: Kein Flügel. Blick Nach vorne. Hochhaus. Senkflug. 1 yard Haus verfehlt. Boden! Seitliche Kreiselbewegung einleiten. Weiche Menschen aus. Verliere Orientierung. Menschen schreien, gepaart mit unglaublich lauten Krachen

Aufschlag

Ohne Effekt rudere ich am Steuer & komme nach etlichen hundert Yards zum Stehen. Feuer! Steige rollend aus & lösche den Brand. Puh! Nach kurzen Abtasten stelle ich fest, keinerlei Verletzung erlitten zu haben, was an ein Wunder grenzt. Die Maschine sieht jämmerlich aus, sie stirbt. Ich lege eine Gedenkminute ein.
Dann werde ich wütend! What the hell war das? Ich schaue zum Himmel & sehe die Gebrüder, die mir respektvoll mittels Flügelwackeln grüßen. Das Rennen scheint vorüber. Erst jetzt registriere ich die Ausmaße dieser Katastrophe, ganze Hauswände scheinen eingestürzt zu sein. Das kann unmöglich mein Flugzeug gewesen sein.
Menschen schreien. Ich eile jemanden, der unter Gesteinsbrocken eingeklemmt ist & befreie ihn aus seiner Not. Nachdem ich ihn stabilisert habe, eile ich zum nächsten Opfer. Ich sehe auch Opfer, für die jede Hilfe zu spät kommt. Nach & nach strömen Helfende herbei, doch ich kann nur weiter aushelfen, zuviele liegen im Sterben. Was für eine Tragödie!
Nun trifft auch die Gendarmerie ein, die mich sofort ausfragt. Doch ich kann nur spärlich Informationen liefern. Die Maschine lasse ich zum Flughafen bringen, auch für sie scheint jede Hilfe zu spät zu sein. Dann sehe ich Menschen, die um etwas Sonderbares herumstehen. Es scheint ein unsichtbares riesiges Zigarrenförmiges Ding zu handeln, das auffällig leicht ist. Wir tragen es beiseite. In mir kommt ein ungeheuerlicher Verdacht… meine Freunde treffen ein. Sie erkundigen sich nach mir & sind geschockt, zugleich äusserst interessiert an dem Objekt. Mit meiner rhetorischen Kraft überrede ich die Beamten, mehrere Objekte zum Flughafen zu bringen, damit ich sie untersuchen kann.
Mit zittrigen Händen drehe ich mir eine Hanfzigarre & toppe es mit Gin. Da noch weitere Menschen der Hilfe bedürfen, verweilen wir dort & helfen allen, soweit es in unserer Macht steht.
Als es vorbei ist & meine geliebtes Luftweib abtransportiert wird, entfährt mir nur ein lautes.

Bizarrr, very Bizarrr

Meine Freunde bringen mich ins Hotel zurück. Im Foyer treffen wir Jean Le Telliére. Zum Glück übernehmen diesmal meine Freunde das Erklären. Im Zuge dessen erhält der Lord die Nachricht von Carla di Fiona, seine Tochter sei aufgetaucht & wohlauf. Er will sofort zu Ihr, was ich zugut verstehen kann. Mir kommt es ganz gelegen, schnell diesen Ort zu verlassen. Gesagt getan, wir reisen sofort ab. Am Flughafen treffen wir die Gebrüder McPhersons, die mir persönlich nochmals gratulieren zu dieser Glanzleistung unter diesen schwierigen Umständen. Sie interessieren sich auch für die Objekte, doch unser Lord & Vater drängt jedoch zur Eile & wir fliegen innerhalb Minuten los nach Lyon.
Dort angekommen mieten wir uns einen französisches Auto. Auf der Hälfte der Strecke sehe ich erst späten einen dicken Ast auf der Straße & kann den Wagen nur mit Mühe in den Graben lenken. Es kracht. Ich schaue mich um, doch niemanden ist etwas Ernsthaftes passiert. Diagnose: Achsenbruch
Ohne viel Redens gehen wir nun zu Fuß mach Chauteau Mirastel. Auf der Hauptstraße treffen wir auf ein Postauto. Der Beamte kann 1 Person mitnehmen, was der Lord ohne viel Redens für sich beansprucht. Nach weiteren 3 Meilen sacke ich zusammen, der Schock macht sich nun vollendens bemerkbar. Ich bin fertig. Meine Freunde peppelt mich mit Rast & Kohlsuppe auf. Schließlich nimmt ein Lastwagen mit zum Schloß. Es quillt über vor Verletzten, die wie durch ein Wunder wieder aufgetaucht sind. In einem Anfall von Manie klopfe ich an des Lady Evelins Tür, um mich nach Ihrem Befinden zu erkundigen, doch der Lord reagiert sehr unpleased. Ich empfehle mich sofort & falle ins Bett.