* Das Grab von Ujimasa
Beim Frühstück erhält Sanjuro ein Telegramm & läuft rot an, er ist stocksauer. Nanu? Nach wenigen Sekunden ändert sich schlagartig seine Stimmung & verlegen überreicht er mir das Schriftstück. Als ich es lese, muss ich innerlich lachen. Mary-Ann, Du ewig jung Gebliebene, ich vermisse Dich auch. Sanjuro ist es offentsichtlich sehr peinlich.
Wir fahren erneut nach Odawara. An der auch mir inzwischen sehr vertrauten Burg parken wir etwas abgelegen, denn wir kamen auf der Fahrt zu dem Schluß, etwas unauffälliger zu agieren. Nicht das wir der Polizei peinliche Fragen beantworten müssen….
Der Schnee ist liegt einen halben Fuß hoch & ist völlig unberührt. Wir stapfen bedächtig über das Plateau des Berges bis zum Turm des Mondes. Mein Gefahreninstinkt hat sich beruhigt, auch unsere Gepäckmenge hat sich verringert. Die Landschaft scheint im Moment sogar friedlich, ich genieße es in vollen Zügen. Sanjuros Blick geht verträumt & unkonzentriert durch die Landschaft & übersieht die deutlichen Spuren von Sandalen.
“Sanjuro, das solltest Du Dir ansehen” & deute auf die Spuren. Verwundert schaut er sich die Spuren an, offentsichtlich eine Hinterlassenschaft des Geistes von Ujimasa. Er redet etwas auf Japansich, was ich nicht verstehe, bückt sich & wischt über einen der Steine. Dann fällt er einfach um, so schnell das ich nur noch seinen Kopf halten, bevor er auf einen Stein aufditscht. Er ist wieder bewusstlos, na toll. Ich packe die Tragegurte aus & schleife alles wieder zum Auto.
“Ein bisschen verrückt ist das ja schon!”
Mit einem tiefen Seufzer konsumiere ich Gin & leichte Lektüre, die mir das Warten auf sein erneutes Erwachen erleichtern.









