To Berlin
Septembre 9 1920 Thursday 6am Highclere Castle Aerodrome
Deutlich aufgeregt besteige ich die Vicky Viemers…
We will need about 6 hours to reach Berlin, located at the central of Europe…
12pm Aerodrome Staaken Nach 6 Stunden ruhigen Fluges landen wir vor den Toren der bald zweitgrößten Stadt der Welt. Die Bezirksgebietsreform, die am 25. April dieses Jahres beschlossen wurde, macht es möglich. Das Groß-Berlin Gesetz tritt jedoch erst in gut 3 Wochen, am 1.10., in Kraft…
Eine Junkers F13 der Lufthansa wartet am Flugfeldrand. Ein weißes Mercedes Cabrio fährt davon, wie Ragnar beobachtet. Er notiert sich das Nummernschild…
Sollten wir auch hier gleich von Anfang an beobachtet werden? Wundern täte es mich nicht mehr…
Wir checken im Grand Hotel am Alexanderplatz ein…
…und nehmen gleich einen Imbiss im Speisesaal ein. Ragnar übersetzt uns die “BerlinerZeitung„. Uns eröffnen sich einige Perspektiven für die nächsten Tage. Das abgebrannte Schloss Tegel, in dem ein Ritual stattgefunden haben soll, erregt Mycrofts und mein sofortiges Interesse…
So planen wir unseren ersten Tag mit Einkauf camouflierender Clamottage am Nachmittag und dem Besuch des Admiralspalastes am Abend. Dort wird eine Varietévariante von “Die Zauberflöte” aufgeführt. Carla ist entzückt…
Es gibt eine telefonische Vorbestellung unter Apparat 219. Mycroft bekommt die letzten 7 Plätze für uns. Beim Concierge gebe ich ein Telegramm auf:
++Marija, meine Liebe++bin in Berlin++Grand Hotel++Gilt deine Einladung noch?++Dein Lord++
…und lasse mir ein paar Pfund in Reichsmark wechseln…
Gleich gegenüber des Grand Hotel ist das “Volkswarenhaus” Tietz, ein Tempel des Konsums auch für den einfachen Mann…
Der Lichthof allein ist schon beeindruckend für diese dreckige Stadt…
Ich besorge mir eine der üblichen Melonen und Schiebermützen, die aktuelle Mode in Berlin, um ein wenig unauffälliger zu erscheinen in der Menge. Auch die anderen rüsten sich mit Lokalkolorit für unsere Mission aus.
6pm Wir wollen auswärts dinieren und suchen auf Empfehlung das Café Aschinger auf. Es ist voll und laut. Ein geeigneter Ort für konspirative Treffen. Lauscher müssten schon am Tisch sitzen…
Ich bestelle eine Berliner Spezialität: A knuckle of pork with sauerkraut, beer and schnaps. “Eisbein mit Molle und Korn”, wie es hier heißt…So satt war ich lange nicht mehr…Ein Spaziergang ist von Nöten…
Auf dem Weg zum Admiralspalast kommen wir an der Staatsbibliothek vorbei. Dieses große Gebäude hat wohl einen weitläufigen Buchbestand, den ich mir auch mal ansehen sollte…
Die Königin der Nacht sehen wir vom Hochparkett von den letzten Plätzen….
Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, in der der “Gelbe König” eine Hauptrolle spielt. Nach dem ersten Akt fällt der Vorhang zur Pause und ich sehe Mycroft heftig mitgenommen: Stumm rinnen ihm die Tränen auf sein Brevier…
Im Foyer trinken wir Pausenchampagner. Nicht nur ich glaube, Marija in der Menge gesehen zu haben. Ragnar ist sich auch sicher, Traute nicht weit von uns entfernt zu erkennen…
10:30pm Nach 2,5h endet der zweite Akt und das Spiel. Meine an Mycroft gereichten Taschentücher gehen aus. Mit meinem letzten gewinnt er die Fassung wieder. Beim Verlassen des Theaters können wir jedoch keine der Vril-Frauen mehr ausmachen…
Vo
r dem Ausgang springt uns die Wut des örtlichen Proletariats entgegen. Zwanzig bis dreißig Männer beschimpfen uns deutlich. Das politisch ungefestigte Nachkriegsdeutschland hat mit seinen Arbeitern noch keinen Frieden geschlossen…
Um dies zu verstehen, brauche ich kein Deutsch…Es brodelt in Berlin…Berlin is boiling…
Ich nehme ein Taxi zurück ins Hotel mit Carla, Mary-Ann und Mare, der Rest will zu Fuss ins Grand Hotel zurück.
22:30pm Grand Hotel
An der Bar treffen wir uns wieder. Ragnar hat auf dem Rückweg in der Auslage eines Tabakwarenladens etwas gesehen, worüber er sich verschmitzt amüsiert…
Die anderen haben es auch gesehen, aber nicht erkannt. Er lässt sich nichts entlocken, aber lädt uns ein, morgen mit ihm den Laden aufzusuchen…
Mycroft geht wortlos ins Bett und auch ich ziehe mich mit Carla zurück….















