Two Excursions
August 27 1920 11am Exeter
Bevor wir zur Cathedral fahren, stoppen wir an Joes Haus, das in tadellosem Zustand ist. Innen sind Katzenspuren im Staub zu sehen. Mycroft besorgt Katzenfutter und stellt eine Schale Wasser auf. So tierlieb kenne ich den Colonel bisher noch gar nicht….
In der Cathedral sitzen einige Betende, aus der Crypta sind Geräusche zu vernehmen. Sanjuro hört ein deutsches „Vorsicht!“ Ich folge der Warnung und spreche bei der Haushälterin des Vikars gleich neben dem Gotteshaus vor. Er sei mit dem Archäologen in der Crypta. Daraufhin steigen wir in die Gruft unter dem Chor…
Etwas erstaunt erkennt uns der Vikar. Der Archäologe Bernard Schleisser ist ein Deutscher und hoch erfreut mich zu sehen. Er zeigt mir unverzüglich das neu entdeckte Wandgemälde…
Es ist ein Portrait des Wandermönches, der in dem Sarg hinter uns liegt. Vor Jahren öffneten wir das Grab und ich sah die sterblichen Überreste des Mönchs in Angststarre darin. So hatte damals alles angefangen: Das Buch Azatoth zog ich einst aus seinen starren Händen, aus dem ich die Portalmagie erlernte….
Nun hat der Mönch auch ein Gesicht. Er schaut auf einen schwebenden Gral und trägt den Siegelring, den ich vor den Blicken des Archäologen geschützt nach innen gedreht an meiner Hand trage… So nah und doch so fern…
Als ich den Tentakelarm in dem Bild entdecke, klappt mir der Kiefer herunter. Gibt es für mich nur noch Tentakel zu schauen..?.?
Herr Schleisser bemerkt meine Verwunderung und beginnt Fragen zu stellen. Ich antworte ehrlich, was ich über die „Ecce Agnus Dei“-Wandermönche weiß, wohlwissend, dass sein Wissen darüber tiefer sein muss. Oder wie hätte er nur nach Literaturrecherche dieses Wandgemälde hier aufstöbern können? Er ist begierig auf ein weiteres Treffen und will mich unbedingt auf Highclere Castle „besichtigen“. Ich verbleibe freundlich, aber unbestimmt…
Es wird Zeit nach Hause zurückzukehren…
This night we are going to see the stars!
Ich lassen in Croydon ein Fahrzeug bereit stellen und Mare meine Sopwith klar machen. Es ist einfach schneller, so nach Greenwich zu gelangen, als zu fahren…
Sanjuro wird mich begleiten, leider gab es nur noch zwei Plätze für heute Abend…
Es herrscht großer Andrang vor dem im Jahr 1626 auf einer alten Burg errichteten Gebäude. Es ist der angestammte Sitz der königlichen Hofastronomen und so werden wir von Sir Danley Coyle empfangen, der uns das neue, leistungsfähige Teleskop vorstellt, ein feinmechanisches Präzisionsinstrument, das bis dato seines gleichen sucht…
…und uns im Anschluss einen Vortrag über die kommenden astrologischen Constellationen unseres Sonnensystems hält…
Am 10. Octobre 1920 zwischen 2pm – 6pm findet ein planetary encounter statt, bei dem Planeten unseres Sonnensystems auf ihren Bahnen ein Pentagramm formen: Das sogenannte Venuspentagramm…
Der Stern Aldebaran im Sternbild des Stieres scheint dann direkt auf die Erde. Sir Coyle zeigt uns noch einen Größenvergleich der roten Sonne Aldebarans mit unserer Sonne. Ein Staunen geht durch die Menge…
Zum Abschluss des Abends darf jeder Gast einen Blick durch das neue Teleskop werfen und sich einen Zielort aussuchen. Ich möchte natürlich auf die Mondoberfläche schauen, in der Hoffnung die SOS-Zeichen zu sehen, die das Carter Observatory in New Zealand zuerst entdeckte. Doch ich kann nichts erspähen, außer helle Krater…
Sanjuro lässt das Teleskop auf Aldebaran ausrichten, doch außer Licht sieht auch er nichts von Bedeutung für uns…
Da das Teleskop bald dem wissenschaftlichen Tagesbetrieb übergeben wird, ist unsere Chance, einen zweiten Blick durch das Himmelsrohr zu werfen, eher als gering einzustufen…
Beeindruckt, aber unverrichteter Dinge verlassen wir das Observatorium about midnight and we have a safe return.
Schon morgen wollen wir Ragnar nach Trondhjem folgen. Mit Mycroft voraus werde ich mit meiner Sopwith folgen, wir werden in Caravane nach Norwegen fliegen. Ich sollte ausgeschlafen sein für diesen Trip…
Doch es wird keine ruhige Nacht für mich. Ein weiterer Albtraum sucht mich heim…Nein, es ist eher eine deutliche Vision:
Ich sehe mich vor Cthulhu stehen, direkt vor ihm, während er sich in seiner gewaltigen Gestalt erhebt, spreche ich meinen Bannspruch….
Ich sehe mich, ich sehe ihn…
Ich erschaudere blind vor der ungezügelten Energie dieses Wesens…
Ich spüre seine Präsenz, er ruft mich, fordert mich heraus. Der Zeitpunkt unserer Begegnung auf Leben oder Tod rückt näher…
Als ich aufwache, bleibe ich noch liegen, flashed by this vision, und stehe erst eine Stunde später auf, nach intensiver Übung des Cthulhu-Bannspruches…
Ich weiß nun, dass ich mich sehr gut vorbereiten muss, auf das was kommt, wann immer es auch kommen mag…














