Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Ventus

Wo bin ich? Ein Traum. Nein, im Wald. Die Sonne wirft ein fahles Licht durch die Blätter, ist es Morgens? Ich gehe mal davon aus.

Lord Carnarvon scheint sich wieder seinen Selbstmordgedanken hinzugeben, auch Mr Winterbottom zeigt ungewöhnliche Anzeichen.

Es kommt zum ersten Gerangel.

Ich überrasche Lord Carnarvon als er mit seiner Stichwaffe rumfuchtelt und strecke ihn kurzerhand nieder, fange ihn sanft auf und lehne ihn an einen nahen Baum. Unter ihm kann er sich ausruhen und stellt keine Gefahr mehr für sich und andere dar. Anschliessend nehme ich ihm die Waffen ab.

Kaptitän Wigbold rangelt weiterhin mit Mr Winterbottom, kann in dann aber niederstrecken.

Nachdem Mr Winterbottom und Lord Carnarvon sich beruhigt haben irren wir weiter durch den Wald. Weiterhin kein Ziel vor Augen.

時が経つ: tokigatatsu: Die Zeit vergeht.

Da liegen drei Tote. Zwei Männer und eine Frau. Ein Mann hält in seinen Händen die Überreste menschlichen Fortschrittglaubens.

Eine genaue Durchsuchung der Toten ergibt:

Junger Mann
√ Angerosteter Revolver
√ Notizbuch (verschlüsselt)
√ Karte (auf der Karte ist ein Ort besonders markiert: ‚Höhle des Windes‚)

Junge Frau
√ Stiletto
√ Kaputte Kamera
√ Silberkruzifix

Älterer Mann
√ Pergament (Zeichnung von fünf Stelen, darunter unbekannte Worte)

Die Toten haben weder Ausweis noch sonstigen Papiere bei sich.

Dank der Karte können wir uns ganz gut orientieren und wir machen uns auf zu beschriebener Höhle. Schon bald bemerken wir in der Erscheinung der Vegetation eine Veränderung. Die Bäume scheinen zunehmend gekrümmt, wie vom Wind gezeichnet. Die Luft wird dünner, als ob man auf einen Berg stiege. Der Wind wird stärker und ist auch deutlich zu hören.

Die  Höhle entpuppt sich als 200 Fuss durchmessende Öffnung im Waldboden. Nahe der Öffnung ist der Bewuchs unwirklich und grotesk verkrüppelt. Der Schacht scheint endlos in das Fundament der Erde zu führen. Unweit davon stehen fünf Stelen in einem Kreis. Sie ähneln der Zeichnung auf dem Pergament. Ich stelle ich mich in die Mitte der Stelen und sage die Worte auf, ohne ihre Bedeutung zu kennen:

Yume no hate
Tamashi no jiyua
Hitoydsu
Shanjun no jusabe
Yoyo bagirinaku nemeron

Als ich die ersten Worte spreche gibt es einen Blitz und dem Loch entschwebt eine Gestalt. Zunächst unwirklich dann immer Clara. Sie trägt ein feines Seidengewand. Ihr Mund, er ist voll messerscharfer Zähne die stetig wachsen, und die Krallen an ihren Händen – Die Geisha! Sie heult und schreit so laut das ich mir die Ohren zuhalten muss. Die Erde bebt. Ihre leeren Augenhöhlen richtet sie gen Wald und zwischen den Bäumen erscheinen kleine Lichter.

Unsere Situation hat sich nicht Verbessert. 

Die Geisha greift zunächst Mrs Humboldt an.

Mir kommt der Gedanke den Text noch einmal direkt vor jeder Stele aufzusagen. Ja, das Versuche ich.

Im Hintergrund höre ich Schreie des Kapitän, ich kann gar nicht hinsehen.

Stele für Stele sage ich mich vor. Als ich den Text an der letzten Stele verlese schreit die Geisha und sie verschwindet wie ein Komet im Himmel. Die Lichter des Waldes ‚verneigen‘ sich vor uns und verblassen daraufhin.

Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt und ich verspüre auch wieder Hunger. Jetzt ein Cornige Icecream!

Das Loch könnte der Einschlagskrater eines Kometen sein, so Mrs Humboldts Vermutung.

Mr Winterbottom knackt die Kodierung des Notizbuch und es enthüllt, das die Drei ebenfalls nach Ronny gesucht haben.

Und plötzlich kommt Ronny aus dem Wald! Sie taumelt, scheint verwirrt, aber am Leben. Mrs Humboldt nimmmt sich ihrer an.

Wir kehren zur Fundstelle der drei Leichen zurück, die wir ohne Probleme finden und unter Kapitän Wigbolds Führung versuchen wir den Wald endgültig zu verlassen.