Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Aoki Gahara – The Hole

Somewhere in May 1919

Auf der Lichtung finden wir durch den Wind aberrante Wuchsformen der Vegetation. Bäume beugen sich einem starken Wind, der aus einem runden Loch in der Erde entweicht. Das Loch hat einen Durchmesser von mindestens 60m und öffnet einfach so den Boden. In 10m Abstand befinden sich gleichmäßig verteilt darum 5 Stelen aus Stein, unbeschriftet…

Froh überhaupt einen Ansatz gefunden zu haben, aktiv zu werden, liest Henry den Spruch auf dem Pergament vor…

Vorher haben wir ihn an eine der Stelen angeseilt…

Es geschieht das unerwartet Erwartete: Es blitzt aus dem Erdloch, es wird unmenschlich hell…

Eine menschliche Gestalt nicht-menschlichen Ursprungs , mit einem Gesicht wie ein Dinosaurier, mit Zähnen aus immer größer werdenden Messern, schwebt auf einmal über dem Loch. Ein Gewand aus Seide, ein Schreien nicht von dieser Welt…

Der Boden unter uns beginnt zu beben. Im umliegenden Wald leuchten kleine Lichter auf. Sie bewegen sich vorsichtig, aber neugierig auf uns zu…

Unbeeindruckt davon greift uns die hässliche Geisha-Geistin an. Henry versagt die Stimme, als er ihr furchtbar Gebaren wahrnimmt…

Ohne zu zögern schießt Mycroft ihr durch den Kopf. Eine präzise Ballistik ohne Wirkung…

Daraufhin wirft Mary-Ann chloroformierte Wattebäuschen durch den leeren Körper, leider ohne irgendeinen Erfolg. Die Entität in Geishagestalt bemerkt nichts davon, wirkungslos fallen sie durch sie hindurch…

Henry atmet tief durch und hat anscheinend einen neuen Plan: Er stellt sich an eine Stele und und zitiert einen Vers, danach rennt er zur nächsten Stele, um wiederum einen Vers der Stelensprüche aufzusagen…

Fünf Stelen…..Fünf Verse…..

Das häßliche Monster wütet weiter, agiert und reagiert schnell und greift die im Kreis Befindlichen abwechselnd an. Ich renne mit Mycroft aus dem Wald in den Kreis hinein. Wir müsen mithelfen, Henry die Zeit für die Stelensprüche zu verschaffen, die fünf Verse an jeder der Stelen zu rezitieren. Ich kann das Hässliche von Ragnar und Mary-Ann ablenken, als Henry die dritte Stele bespricht…

Sie greift mich an. Mit einem saftigen „F∇∇∇ Y∇∇“ auf den Lippen weiche ich der größten Enttäuschung meines Lebens aus und wende mich endgültig von ihr ab! Die Geisha, die ich träumte und kannte, ist tot…dieser Teil in mir wird kalt und ich weiß, dass sie mich töten, aber nie wieder besitzen kann.

Kurz bevor Henry die fünfte Stele zu Ende besprochen hat, erwischt es Ragnar…

Die Kralle ihrer ausgestreckten Klaue ritzt seine Schulter, bevor das unaussprechliche Vieh ohrenbetäubend kreischend mit einem brutalem Zischen in den Himmel wie ein Comet entfährt…

Henry hat es geschafft…

Die Lichter des umliegenden Waldes scheinen sich zu verbeugen, was ich nach einiger Zeit des Erstaunens erwidere…Die Lichter sind verschwunden…

Das Loch im Boden erzählt uns, es sei durch einen Meteoriteneinschlag entstanden und hat einen Riss im Raum-Zeit-Continuum verursacht, durch das eine Entität anderer Ebene zu unserer gelangt sei…

Es ist immer noch windig. Plötzlich taumelt uns Veronica aus dem Wald fast vor die Füße…traumatisiert, abgemagert, dehydriert…Sie will nur raus dem Wald, so wie wir auch…

Mycroft stützt sie und wir schaffen es mit Hilfe der Skizzen, wiederkehrend an den Leichen der Autoren selbiger vorbei, den verwunschenen Wald zu verlassen…

 Fast wie im Spaziergang lassen wir nach gefühlten dreiundsechzig Minuten das Warnschild vor dem Aoki Gahara hinter uns…