Ups and Downs at London-Croydon
Das Lehrerdasein ist schon aufregend, im Positiven wie im Negativen. Meine Privatschüler, Frau Mary-Ann v. Humboldt & seine Lordschaft, trainieren fleissig wie die Bienen, sie lernen den Stoff recht fix.
Dann entschliesse ich mich, etwas Parxis Training zu geben. Seie Lordschaft absolviert den Probeflug hervorragend und bringt meine geliebte Martinsyde sicher auf den Boden.
Bei Mary-Ann säuft der Motor bei Steilflug ab und ich bekomme ihn auch nicht an. Ich seh uns schon zerbersten, da schaltet Mary-Ann, die Tollkühne, den Leerlauf ein und durch den Sog der Todesspirale springt der Motor wieder an. Mit wenigen Yards Abstand zum todbringenden Boden wendet sie die Maschine in die Horizontale, wo sie Ihren Schub auf einen Acker austobt. Hollpernd kommen wir zum Stehen und Mary-Ann springt fröhlich umher und ruft: „Ach, ist das aufregend. Mit Ihnen erlebt man so tolle Abenteuer! Lass uns gleich nochmal fliegen! Bitte!“
Ich, noch vom Schock des Spiralwirbels durchgeschüttelt, kann mich nur wackelig bedanken. Ich klettere kopfüber aus der gestrandeten Maschine und begutachte die Schäden. Leider hat es die gute Martinsyde an den Rädern erwischt, die Halterung hat einen Riss und muss gewartet werden. Ich rufe per Bordfunk den Abschleppwagen vom Technikerservice und veranlasse umgehend den Beginn der Reparaturen. Ich werde mich wohl noch mit den Flugingenieuren erneut treffen und meine Erfahrungen des mangelhaften Radwerks austauschen.
Im anschliessenden Gespräch mit dem Lord kommt ihm der Wunsch, ein eigenes Flugfeld zu haben. Haben ihn die vielen Zuschauer nicht gefallen? Ich biete im Hilfe an, da ich bereits Erfahrungen im dem Geschäft besitze, ihn zu assistieren. Ich treffe entsprechende Vorkehrungen, sodass bereits am Nachmittag die ersten Arbeiter und Materialien in Highclere Castle eintreffen.
Ich erhalte die Reparaturübersicht, ärgere mich über den Ausfall und beauftrage die Herstellung mit der Bitte auf ein massiveres Gestell.










