The Blue Hour
Septembre 19 1920 Sunday 4:04am
Ich schlafe unruhig…
Wieder, so scheint es mir, stören Cthulhus Schergen meinen Schlaf, nur diesmal nicht im Schlaf…
Es klopft dezent leise…
I am awake und entschlinge mich vorsichtig aus Carlas schlafenden Armen…
Es ist noch deutlich vor Sonnenaufgang…
Ich öffne so dezent wie angeklopft und schaue in Ragnars ernste Miene: Eindringlinge machen sich wieder am Sekretär im Untergeschoss zu schaffen. Fischwesen seien es, bis zu 2,80m groß, sie murmeln und scheinen sich zu unterhalten…
Sie sind zurück; I need to see them…
Ich schaue, almost still being legwards at the last staircase steps, durch den leicht geöffneten Türspalt in das erdgeschossige Wohnzimmer hinein und sehe sie…
Blaue Wesen mit Kiemen…,…groß, lang, gebeugt unter der niedrigen Decke, deutlich Laute erzeugend, fummeln sie mit ihren langen besaugnapften Schwabbelfingern an Carlas Sekretär herum. Ich eile die Treppe leise wieder hinauf. Mycroft wurde inzwischen auch alarmiert und fängt mich auf dem Flur ab. Er rät mir dringend, die Eindringlinge, Cthulhus Schergen, zu belauschen…
Yes, he is right! I am hurrying back into my bedroom, um nach kurzer Konzentrationsphase mit einem Bruchstück des Älteren Zeichens unter meiner Zunge die Treppe erneut herunterzuschleichen…
Jetzt verstehe ich was sie sagen ich kann sie nicht nur beobachten ich kann sie auch belauschen…….:
„…wir müssen es finden es muss hier sein es riecht nach mensch es riecht nach vielmehr mensch es muss hier sein was unseren meister geweckt hat ist auch hier ich rieche ihn er muss hier sein wir müssen es finden ich kann ihn riechen wir müssen gehen es riecht nach ihm wir müssen wiederkehren…“
Die dezent blau schimmernden Wesen verlassen das Landhaus durch die Küche, so wie sie gekommen sind. Ich kann Mycroft gerade noch stoppen, bevor er seine Waffen zücken kann. Doch er gibt sich nicht geschlagen. Er verfolgt die Wasserwesen zum Fluss…
Sehr kurze Zeit später kehrt er zurück, pale faced…
„Ein schrecklicher Anblick im Mondlicht….“ zischt er mir auf seinem atemlos eiligen Weg zurück ins Schlafzimmer zu….
Ich schaue ihm sprachlos hinterher; so wie er ungewöhnlich schnell die Treppe hinaufrennt…
Dann schaue ich mich um…War Ragnar nicht auch gerade hier? Doch das Haus liegt still…
Ich gehe in die Küche und sehe eine angebrochene Ginflasche mitten auf dem table de cuisine, demonstrativ in der Mitte platziert. Eine Message für mich, so viel wird mir sofort klar. Ich hole zwei Gläser aus dem buffet de cuisine, schnappe mir die Flasche und verlasse das Haus aus dem Hintereingang in Richtung Fluss.
Eine dunkle Gestalt wartet auf mich, direkt an der Stelle, an der die Fußspuren aus dem Wasser kamen…
Ich erkenne Ragnar, der mich mit einem ernsten Grinsen erwartet. „My Lord, schenkt uns einen ein!“ fordert er mich auf. Ich tue gerne, wie mir geheißen. Wir stoßen schweigend an…
Ich warte, bis Ragnar das Wort ergreift. Er erzählt von seiner Familie und wir kommen langsam ins Plaudern. Ich spüre, wie er mit sich ringt, doch es braucht noch zwei weitere Gläser voll Gin, bis er mir den Grund unserer nächtlichen Conciliabule offenbart: „Unsere Charaktere liegen sehr weit auseinander, doch in Anbetracht der bevorstehenden Aufgabe sollten wir uns näher kommen!“
Ich halte den Atem an…Tatsächlich kommen wir uns so nahe wie nie. Und der Seebär weiht mich schonungslos in sein Familiengeheimnis ein…
Mir wird nun einiges klar: Seine Zurückgezogenheit und Schweigen mir gegenüber nach unserem Besuch in der Familienmine der Nidelvins. Seine Familie hat ein schon lange ein generationenübergreifendes Erbe zu tragen, und Ragnar hat keine Chance es abzulehnen. Er hat es bereits antreten müssen…Er zeigt mir sein Amulett…
Er gibt es mir in die Hand…Es ist ungewöhnlich schwer, doch es schmeichelt sich in meine Handinnenfläche, als ob es dort wohnen würde. Ich spüre seine magische Macht…Wie wertvoll in Ragnars wissenden Händen!…!
Als die Nacht beginnt, dem Tag die Farben zurück zu geben und der Fluss wieder fröhlicher rauscht, habe ich verstanden. Zum Abschluss unserer unbeobachteten Seánce de bleu versichert mir Ragnar, dass er mir ohne wenn und aber bei der Bannung Cthulhus helfen und beistehen wird, egal was es koste…
Wir umarmen uns wie alte Waffenbrüder und gehen beide wieder entspannt schlafen!









