* Schachgeheimnis gelüftet
Wie gewohnt stehen wir auf und frühstücken. Wir beraten uns mit dem Lord, als Mary-Ann im Hauptraum angekündigt wird. Wir tauschen uns kurz aus, doch auch der Apothekerin fällt zu dem Fakten nichts Neues ein. Wir verfallen allesamt in eine leicht depressive Verstimmung.
Ich vertreibe mir die Zeit mit Schachspiel, das Carla di Fiona im Gepäck hat. Sie hat Zettel mit einer Aufstellung gefunden, die mich eine Zeitlang fesselt. Doch ich gebe bald wieder auf, zu wirr sind meine Gedanken. Doch Mary-Ann findet nach längeren Grübeln eine passende Lösung. Wir stellen die Figuren auf dem Brett entsprechend nach.
KLACK
Ich staune, tatsächlich gibt das Kästchen ein Geheimfach preis. Darin befindet sich ein Pergament, auf dem auf einer schwarz-weiß stilisierten Uhr Schachfiguren angeordnet sind.
Zusammen rätseln wir, doch meine Gedanken sind derzeit zu wirr, zu widersprüchlich sind die Hinweise. Meine Freunde stellen eine Verbindung zum dem riesigen Pendel in der Eingangshalle. Dort kann man die Stellung des Pergament tatsächlich nachstellen. Doc
Ich geselle mich zu Mare, die uns von Ihrem Vorfahr erzählt, der Ihr in den Träumen erschienen ist. Sie bekam von ihrer Mutter einen Antwort und erfährt den Namen eines Mannes, Abdul Alhazred. Der Name löst ein auskaltes Schaudern in mir aus, er ist mir bereits über den Weg gelaufen, doch es will mir nicht einfallen wo. Der Lord erzählt mir von Spaltung von Highclere Castle, daß wie bei dem Anwesen von Sir Edward nun auch sein geliebtes Schloß im Traumreich hinüberwandert, im gleichen Rythmus wie das erst genannte. Frustriert von unserer Paralyse genehmigen wir uns zusammen eine Flasche Gin, was deutlich die Stimmung bessert. Wir beschließen, das betreffende Grundstück im Traumlande zu erwerben bei unseren nächsten Besuch dort.
Die Haushälterin betritt aufgeregt den Raum & teilt uns mit, gerade einen Reporter abgewimmelt zu haben. Schnell eile ich zum Innenhof, kann jedoch lediglich einen Mercedes Benz in weiß sehen, mit schweizer Kennzeichen CH-179.
Der Hausherr gesellt sich zu uns. Von den Kindern fehlt weiterhin jede Spur. Auch heute nacht sind etliche Alltagsgegenstände verschwunden, wiederum von jeder Art nur ein Ding, wie für ein Museum. Ich habe die Idee, daß es mit einem Sternbild in Verbindung steht. Dies & andere Spuren will der Lord in der Bibliothek überprüfen. Ragnar verlegt sein Schiff, um uns eventuell schnell zu verschiffen. Gegen 7pm beim Abendessen beschließen Sanjuro, Ragnar, Mary-Ann & ich, nach einem Dorf names Beon zu fahren. Der Citroen wird uns von der Familie Arquedouvres zur Verfügung gestellt, schließlich drängen sie auch auf Aufklärung. Ich fahre langsam das Gefährt durch das Gelände & gewöhne mich schnell an die Steuerelemente. Nach einigen Minuten angenehmer & gut gelaunter Fahrt hören wir es auf dem Autodach regnen. Doch ich wundere mich, auf den Scheiben ist kein Regen zu sehen.
„Hört Ihr das auch?“ frage ich in die Runde.
„Hai“ antwortet Sanjuro schnell, die anderen nicken zustimmend. Ich stoppe das Gefährt vorsichtig unter einer Eiche & steige aus. Sofort erkenne ich, was los ist: fein zerhackte Leichtenteile in einem Blutregen, verteilt über einen Radius von 50 yards, waren die Ursache des Geräusches.
„Bleibt im Auto!“ rufe ich, doch die Neugier meiner Gefährten war schneller. Nach kurzer Untersuchung erkenne ich, es ist Blut & zerhackte Pflanzenteile sowie Steinchen. Einen Stückchen weißliches Fleisch erkenne ich als gehirnmasse. Mary-Ann nimmt Proben & findet zudem noch einen Viertel eines Fingers, vermutlich weiblich. Ich wickel es in ein Taschentuch & stecke es ein. Ich befürchte das Schlimmste für die Lady Evelyn, doch ich behalte meinen Verdacht vorerst für mich.
Am Himmel können wir nichts erkennen, es ist strahlend blauer Himmel. Meine Freunde sind allesamt leichenblass, zudem ist das Citroen vollkommen blutverschmiert.
„Ich mache das schnell“ raunt der Kapitän im Schock. Doch nach einigen Minuten sinnlosen Schabens auf dem Autodach sieht er die Hoffnungslosigkeit seiner Bemühungen ein.
„Wir müssen umkehren & die Polizei informieren.“ stelle ich fest & wir kehren geschockt ins Schloß zurück.
Ich berichte dem erstaunlich gefaßten Jean Le Tellier den Hergang. Nach Untersuchung des Autos weiß auch er keinen Rat.
Unsere heimgebliebenen Gefährten staunen lediglich. Aber sie haben eine Neuigkeit: Sie haben ein Siegel gefunden, es muss nach dem Ausschlußverfahren Tsatsagua sein. Wir schauen uns im Keller um & Geheimtüren entdeckt. Wir diskutieren rege, als die Gendarmerie eintrifft. Die Beamten können den Hergang schwer glauben, auch als sie den Wagen in Augenschein nehmen. Wir verfassen ein langes Protokol & fahren erneut zur Stelle mit dem Blutregen. Die Kollegen tauschen sich lange in einem tuschelnden Franzöisch aus. Lediglich „Jamais vu“ verstehe ich sehr oft. Plötzlich höre ich ein Plong & Sanjuro fällt um. Ich reisse meine Pistole aus dem Halfter, doch mache keinen Feind aus. Ich eile zu meinem japansichen Freund, der stöhnend am Boden liegt. Eine heftige Platzwunde prangt an seinem Kopf. Nach einer schnellen Verartzung trage ich ihn ins Auto. Die Polizisten sind total perplex & wir räumen eiligst bis panisch das Feld.
Im Schloß angekommen verarzten wir Sanjuro, es wird eine schwere Gehirnerschätterung sowie eine offene Wunde am Kopf, die genäht wird. Zum Glück schläft mein Freund tief. Ich warte nach der Behandlung an seinem Bett & trinke viel Gin. Als er erwacht, kann ich nur rausbringen:
„Dir ist een Stein aufnden Koopf gefalln“ & biete ihm einen Gin an.
Er lehnt dankend ab & nimmt ein paar Schmerztabletten. Ich wanke vollkommen hypnoautomatisch in mein Bett.









