Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Persistent Headache

1 May 1922  Monday  Axe And Shield Manor

In der Nacht greifen Schatten nach mir: Nicht Mensch Nicht Fisch Doch Beides.
Nasskalt erwache ich schreiend…

Hektik im Mansion: Der Earl ist spurlos verschwunden!
Seine gesamte Belegschaft sucht ihn am Strand unterhalb des Cliffs…

Fußabdrücke mit 4 Zehen und Schwimmhäuten zwischen ihnen führen ins Meer.

Der Earl verwandelt sich in ein Wasserwesen, oder ist schon fertig damit!

Meine Kopfschmerzen von gestern sind exploding wieder da.
Erst zurück im Anwesen lassen sie langsam nach…

Bin ich an das Haus gebunden? Ist das Manor der einzige Ort, an dem ich mich schmerzfrei aufhalten kann? Ich schaue auf mein Mal auf meinem Handrücken und mir wird wieder kalt, tiefenkalter Schweiß rinnt waterfall-like an mir herab…

Das Breakfast beruhigt.
Die Times wird gereicht:

Wir befragen den Butler weiter: Der Earl ist ungewöhnlich schnell gealtert nach seiner Rückkehr von der Tiefseeexpedition. Wir bekommen die Liste der Expeditionsteilnehmer gezeigt. Darauf auch Doktor Samantha Derby, die in London bald Vorträge über pazifische Mythologie halten wird!

Wir erhalten vom Butler die Schlüssel zur Kiste im Exploratorium. Sie enthält Clarendons Expeditionsausrüstung: Eine Machete, Taschenlampe, Erste-Hilfe-Koffer und eine seltsame Brille mit Mikroskop und 4 verschiedenfarbigen Linsen, ohne Bügel, dafür mit Zugband für den Hinterkopf. Carla setzt sie sich sofort auf, und sie zieht sich fest um ihren Kopf. Sie schaut sich im ganzen Haus damit um, kann aber nichts Verborgenes durch die Brille entdecken…

Über dem Kamin im Arbeitszimmer hängt ein Bild: Ein Schiff in der Nacht. Beim Hinschauen beginnt es im Wasser zu schaukeln. Ein Blakeley! Ich wende mich sofort ab.

Die Anubis Statue ist eine echte ägyptische Antiquität!

Immer mehr und fester zieht sich die Linsenbrille um Carlas Kopf. Sie beginnt zu bluten und kann sie nicht mehr abnehmen. Mare versucht es mit einem Messer, wird jedoch mit einem Stromschlag aus der Brille entwaffnet. Erst mit Draht kann sie den Schließmechanismus öffnen: „Nicht mit Gewalt, mit Geschicklichkeit!“ grinst sie Carla an, die sich stöhnend ihren Kopf hält.

Wir schauen hinter die aufgehängten Bilder in der Hoffnung, einen Tresor zu finden. Und entdecken ihn hinter Blakeleys Gemälde! Die Zahlenkombination probieren wir mit dem Geburtstag des Earls, dem Baujahr des Manors, aber leider ohne Erfolg. Meine Idee, die Nummer der Einheit, in der er gedient hat, einzugeben, lässt die Riegel rauschen. Jetzt fehlt nur noch der Öffnungsschlüssel für die Tresortür. Wir alle probieren es mit dem Einsatz von Draht, aber nur Mary-Ann ist erfolgreich! Wir finden eine Scheibe mit übereinander gesteckten, drehbaren astronomischen Kreisen.

Der Butler erkennt das „Sonnenrätsel“, mit dem sich der Earl natürlich auch beschäftigt hat. Die Scheiben werden bis zur Passung gedreht, was sich als schwieriger erweist, als der erste Blick erwarten lässt.

Ich nehme noch eine Feinjustierung vor und hänge es dann an den Nagel im offenen, holzverkleideten Tresor. Aus der Decke des Arbeitszimmers geht knarzend ein Panel auf, in dem ein kurzes Seil hängt: Daran gezogen, rumpelt es unten im Manor, im Keller. Ein Raum, in dem wir noch nicht waren!

Er ist leer: Ein Regal + Kiste darauf, mit Werkzeug darin an der Wand. Gegenüber 2 Türen: Eine öffnet den Generatorraum des Hauses mit Haupt- und Notgenerator – der Earl wollte wohl jede Unterbrechung des Stromflusses unterbinden. Hinter der zweiten Tür erwartet uns der übliche Vorratsraum für Küche und Kohle für die Heizung.

Das Regal an der Wand lässt sich mühelos verschieben. Leicht gleitet es zur Seite und gibt eine schmale Öffnung frei. Wir können den Gang nur nacheinander betreten, so eng ist er. Leicht abschüssig, offensichtlich schnell angelegt, führt er sich windend unter das Manor. Ich höre aus der Dunkelheit ein mir bekanntes Röcheln! Aus Marigny, in Carlas dortigem Anwesen `Chat Noir´, kenne ich es von den Wasserwesen. Rumpelnd geht die Öffnung der Mauer hinter uns wieder zu. Ein Rückzug ist nun nicht mehr möglich!

Ein platschendes Watscheln kommt immer näher den Gang herauf auf uns zu. Carla schießt kniend und trifft. Ich werfe hinter ihr stehend mein Messer, doch es bleibt in der Schulter von Mare stecken, die direkt hinter mir steht. Mit stechendem Blick zischelt sie mir zu: „Ichh habe jetzzt einn Messser mehhr!“ Ich widerspreche lieber nicht…

Das Tiefe Wesen flieht in den Gang zurück. Wir folgen ihm ohne andere Option hinterher. In einem runden Raum hockt die Creatur, verängstigt und angeschossen. Als wir den Raum betreten, versucht es zu fliehen, an uns vorbei, wieder in den Gang hinein. Wir lassen es zu…

Ein Schreibtisch, eine Feuerstelle und Ritualzeichen im Kreis auf dem Boden. Wir entdecken Aufzeichnungen des Earls: Ein Diener Dagons ist er geworden, der ihm weitere Diener bringen will -uns! In der Chamber ein Kind von Dagon, das er zurückgelassen hat, damit es den Schrein bis zum Verrecken bewachen soll…

!We Are Trapped!

Im Schrein finden wir Zaubersprüche, 

auf dem Schreibtisch ein altes Buch, wohl die Ritualanleitung…

Das Tiefere Wesen wirft sich immer wieder krachend gegen die geschlossene Mauer. Der Lärm hört nach einiger Zeit auf. Röchelndes Platschen entfernt sich…die Creatur ist durchgebrochen und entwischt. Henry & Me verfolgen es bis zum Strand, lassen es aber ziehen. Und schauen zu, wie es ins Meer entschwindet und als schwarzer Schatten in die Tiefe gleitet, begleitet von sechs weiteren Schatten. Das Tiefe Wesen wurde wohl von seinesgleichen erwartet. Die Kopfschmerzen setzen wieder ein…

Im Grünen Salon ordnen wir unsere Gedanken und setzen sie zu Erkenntnissen zusammen:
Die Schwarze Saat setzt alles daran, den Schwarzen Pharao Nephren-Ka wiederzubeleben.
Aus dem Earl sprach der Pharao zu uns, der weiß, dass wir seinen Dolch haben…

Henry beginnt, in dem aus der Ritual Chamber mitgebrachten in Latein verfassten Buch `Ctaataquadingen´ zu lesen. Unversehens gerät er in einen zwanghaften Leserausch. Plötzlich springt er stumm auf, rennt aus dem Haus, auf die Straße. Carla und ich eilen sofort hinterher, doch der schnell einsetzende Kopfschmerz stoppt uns. Henry hat einen zu großen Vorsprung. Wir können ihn nicht einholen und müssen umkehren. Carla kollabiert auf offener Straße…

Ich trage sie in den Grünen Salon zurück.
Dort kippen dann Mare und ich um….

Butler Mortimer holt uns mit Riechsalz ins Bewusstsein zurück.
Ein paar GinTea machen mich bettfertig.