Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Panzerknacken in Trondhejm

In einem wild zerwühlten Bett erwache ich – anscheinend habe ich im Schlaf mich viel bewegt. Als ich zu Tisch komme, sehe ich den Lord & bin etwas erschreckt. Er scheint 10 Jahre älter auszusehen. Wieder ein Alptraum? Da er manchmal etwas empfindlich reagiert, behalte ich das für mich. Er wird schon sich bei uns melden, wenn irgendwo der Schuh drückt. Ich bestelle mir einen Tee, der merkwürdig schmeckt. Ragnar hat so ein komisches Grinsen.

Nach kurzer Beratung beschließen wir zurück nach Trondhejm zu fahren. Nachdem wir wieder in der Bimmelbahn zurückgekehrt sind, schauen wir im Hafen vorbei. Der Lord & ich schauen nach den Maschinen. Es scheint alles in Ordnung zu sein.

Dann sehe ich eine auffällige dritte Maschine, die mir bekannt vorkommt. „Tsathoggua sei uns gnädig, Mary-Ann ist da!“ rufe ich erschreckt aus. Die anderen Mitglieder der Expedition erschrecken auch, wissen nun, die schöne wenn auch langweilige Ruhe hat nun ein Ende.

Wie zu erwarten ist auch Mary-Ann im Hotel abgestiegen, wir treffen sie beim Einchecken in der Lobby. Nach einem kurzen Plausch gehen wir auf das Zimmer vom Lord, um ungehört weiter zu planen. Da ich des nachts wieder in das Büro der Thulisten einsteigen will, gehe ich kurzhand mit Mary-Ann los. Die Idee, Mary-Ann zum Thule-Gesellschaft zu schicken, verwerfe ich schnell. Ich warte ein Weile, bis wir 2 Männer beobachten. Niemand kann etwas Auffälliges entdecken. Wir gehen wieder ins Hotel, wo wir ein Telegramm besprechen. Ich beschliesse mich bis zum Abend auszuruhen.

Abends kleide ich mich in die ortsübliche Tracht, um nicht aufzufallen. Ragnar wartet bereits ungeduldig an der ausgeliehenen Droschke. Trondhejm ist ruhig, nur ein paar Lichter hinter Fenstern sind zu sehen. Rund um die Niederlassung der Thule Gesellschaft ist es auch ruhig, nur die aufmerksamen Nachbarn haben noch Licht & es sind leise Stimmen von einem Ehepaar zu hören. Nachdem wir den Laden eine Stunde beobachtet haben, stösst unverhofft Sanjuro zu uns. Nachdem wir ihn die Situation erklärt haben, hilft er uns. Die Strategie des letzten Einbruchs nehmen wir wieder. Nachdem Ragnar wieder Probleme mit dem Wagen vortäuscht, schleiche ich im Schutze des Gefährts wieder zur Haupttür & entsperre sie. Drinnen ist es dunkel & ruhig. Nachdem ich gecheckt habe, das sich nichts verändert hat, probiere ich mich am Tresor…leider zwecklos.

Ich rufe meine Freunde, worauf Ragnar sofort mir zu Hilfe kommt, während Sanjuro Schmiere steht. Zusammen mit dem Käptn, der das von Mary-Ann geliehene Stetoskop nutzt, öffnen wir den Safe.

Drinnen sind etliche Dokumente. Wir nehmen alles mit! Schnell verschliessen wir alles wieder. Dabei bemerke ich, daß die von meinem letzten Besuch die offen gelassene Tür auch wieder versperrt war. Sie wissen es also. Nachdem wir alles verschlossen haben, verlassen wir Trondhejm ohne weitere Zwischenfälle. Im Hotel sichten wir das Material: Volltreffer!

Das Bild spricht eine klare Sprache: Es scheint eine Stadt unterhalb des Tempelriek zu geben, bewohnt von den Wassermenschen oder auch Tiefe Wesen genannt. Der König scheint Dagon zu heissen & Befehlen von Cthulhu selbst zu befolgen. Damit sind es unsere Feinde!

Das Gedicht erinnert mich an den Unaussprechlichen. Mit läuft es eiskalt den Rücken runter. Mare wird beauftragt, alles detailgetreu zu kopieren. Dann beschliessen wir, die Originale zurück in den Safe zu legen. Mitten in der Nacht fahren wir zurück, um still & leise die Unterlagen am Ursprungsort zu deponieren. Schweigend fahren wir zurück, ein jeder macht sich seine düsteren Gedanken zu den neuen Erkenntnissen.