Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Nächster Stop Carcosa, Aldebaran!

Als ich erwache, sehe ich am Fenster wieder Schnee & vor dem Fenster befanden sich wieder die Abdrücke von riesigen Fledermausflügeln & krallenbewehrte Füssen. Ich genehmige mir zu diesem morgendlichen Start einen doppelten Gin. Heute geht es nach Aldebaran, fast sehnsüchtig & fiebrig sehe ich der intergalaktischen Reise entgegen. Nach dem üblichen Morgenritualen treffe ich meine Freunde im Salon, wo ein opulentes Frühstückbüffet aufgetischt wurde. Der Lord läßt es nie an Stil mangeln!

Mare redet lange & ausführlich über die Gefahren von einer heißen Wüste, hauptsächlich mit dem Wort „Wasser! Wir brauchen 12 Liter!“ Leicht erschöpft willige diese Idee ein, aber handel sie auf 9 Liter Fassungvermögen für die benötigen Wasserschläuche runter. Gesagt, getan! Mit dem Silverghost fahren wir nach London. In einem mir von Ragnar empfohlenen Laden erhalte ich alle benötigen Utensilien & fahre zurück.

In meinem Zimmer packe ich Folgendes zusammen für die intergalaktische Reise:

  • Wüstenkleidung mit Tropenhelm, Rucksack & Schutzrobe
  • 3 * 3 Liter Wasserschläuche & Proviant
  • Remington Special Police Gewehr, Sturmpistole M.12 & Munition
  • Ältere Zeichen, Axt & Dolch der Inuit
  • Gelbe Flöte & Trank aus der Exeter Kathedrale
  • Kletterausrüstung, Kompaß & Fernglas mit Lichtfilter
  • Tagebuch, Stift, Ausweiß, Geldgürtel

Sehr nervös verbringe ich den Tag. Ich rede mit dem Lord über die diversen Optionen im 4 Augen Gespräch, es wird sehr ernst. „Die Mission muß gelingen!“ drängt meine adeliger Freund. „Ich weiß, mein Lord. Ich werde alles tuen, um Cthulhu Einhalt zu bieten.“ versichere ich ihm zu. Wir beschließen, als Startpunkt einen abgelegenen Punkt beim Beacon Hill.

Als es komplett Nacht geworden ist, entzünde ich einen Kreis aus Feuerschalen, mit einem V Anordnung im Innern. Nun bitte ich meine Freunde, weit zurückzutreten. „Es ist nicht ganz ungefährlich, ich übernehme keine Garantie für Anwesende & werde das Wesen nicht angreifen!“ Voller Respekt gehen meine Freunde außer Reichweite, nur Sanjuro scheint noch in Sichtweite zu sein.

Mare steht schweigend & leichenblaß neben mir. An ihr sieht der Rucksack viel größer aus, doch die Gute besitzt eine ungeheure Stärke. An der Spitze des V stelle ich mich nun hin, nicke Mare zu & beginne mit der Flöte zu spielen. Die Sterne scheinen heller zu leuchten.

Die Töne H A SDur erklingen wie von selbst. Ein Vibrieren eilt ins All hinaus, die Sternen scheinen kurz zu flimmern. Ich rufe in die Nacht:

LÄH! IÄH! HASTUR! HASTUR! cf Ayak

vulgtmm, vugtlätzu, vulgtmm,

ÄI, ÄI, HASTUR!

Es ist windstill, nichts rührt sich. Ich stimme erneut an, Mare schreitet nervös auf & ab. Und dann! Nach dem dritten Mal erblicke ich einen gigantischen Leib, die wie unwirklich wie ein Lichtstrahl auf uns zuschwebt. Ungewöhnlich sanft & grazil landet Es am oberen Ende des V´s & scheint mich anzugrinsen.

Sein Gesicht wächst zu mir hin & eine Stimme ertönt in meinem Kopf.

Ah, na endlich habt Ihr es geschafft! Ihr seit sehr mutig! Ich habe Hunger, Ist das für mich?

Es scheint Mare anzuschauen, während eines seiner Fäden mich genauer untersucht. Mir wird kurz mulmig. Doch dann erwidere ich:

„Nein, sie ist meine Begleitung & steht unter meinen Schutz. Lasse sie in Ruhe!“

Gut, schade, aber gut. Wie Du willst. Ich rieche andere Menschen. Ist hier sonst jemand?

„Nein. Wir beide sind nur hier.“ In diesem Moment straft mich Mary-Ann mit Lügen, da sie lauthals aus dem nahegelegenen Wald ruft:

„Mycroft, alles in Ordnung?“ höre ich Mary-Ann rufen…ich fluche!

„Was machst Du noch hier, verflucht? Verschwinde, sofort! Bist Du lebensmüde“

„Ist ja gut. Sei nicht so unhöflich!“

„Also doch? Ich wusste es, Ihr habt an alles gedacht. Wollen wir es jagen & verspeisen? Ich habe Hunger & die Rückreise dauert so lange…

„Quatsch, ihr überwindet mit euren Hume die Zeit. Lass Mary-Ann in Ruhe & losfliegen!“ herrsche ich ihn entnervt an. Es erschrickt & scheint meinem Befehl zu gehorchen.

„Wie Ihr wollt! Steigt auf!

Mit zittrigen Händen öffne ich die Phiole aus der Kathedrale von Exeter, Honiggeruch & Fischgedärme erfüllen die Luft. Mare ist so blass wie eine Leiche, doch wie ein russischer Kampftrinker ext Sie den süsslichen Trunk in Einem. Nach einem tiefen Atemzug tue ich es Ihr nach. Nun gibt es kein zurück mehr!

Die Welt veränderte sich. Ich fühle mich großartig, leicht, sehr farbig & durchsichtig, spontan muß ich lachen. Die Sterne haben alle unterschiedliche Farben…war das schon immer so? Auch Mares Stimmung hebt sich abrupt, hüpfend läuft sie ohne Scheu auf das schöne Ungetüm zu & springt auf, ich folge Ihr sogleich.

Was ist eurer Reiseziel?

„Auf zur malvefarbenen Wüste Orek-Na nahe Carcosa auf Aldebaran“ denke ich die Antwort.Wird es genauso aussehen wie bei meinem ersten Besuch?