Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Meeting the Monbardeau Family

January 16 1921 Sunday 10am Lyon

Mycroft hat es doch just in time via aero geschafft, mich einzuholen. Er ist früh im Dunklen in Paris gestartet…

Wir nehmen den ersten Zug nach Culoz…

Eine wunderschöne Landschaft reveals in front of our eyes..

Der imposante Bergrücken des Grand Colombier dominiert die Landschaft:

10:30am Culoz

Auf dem Bahnhof von Culoz erwartet uns bereits Monsieur Monbardeau…

Calixtus Monbardeau

…Er sieht mitgenommen aus

Die gleiche unerträgliche Ungewissheit über den Verbleib seines Kindes quält ihn, genauso wie mich…

Er bringt uns zu dem Haus seiner Schwiegereltern:

Chateau Mirastel

Mir fällt sofort auf, dass das Gebäude ein Observatorium im höchsten Turm hat. Das Chateau trägt den Namen Mirastel, was Sternenspiegel bedeutet, klärt mich Monsieur Monbardeau auf…

Wir werden von der Familie empfangen, und uns werden auch die Hausangestellten – Dienstmagd, Kammerdiener, Köchin, Stallmeister – vorgestellt. Die oberste Dame des Hauses ist die verwitwete Schwiegermutter von Monsieur Monbardeau, Madame Arquedouvre. Sie ist blind und hält sich Zeit ihres Lebens nur auf dem Anwesen auf.

In der Eingangshalle schwingt ein Foucaultsches Pendel, Portraits von verstorbenen Astronomen zieren nach Petersburger Hängung die Wände…

Uns sollen die Zimmer im ersten Stock gezeigt werden. Dafür müssen wir uns bewusst für eine der beiden Treppen entscheiden – links oder rechts? Eine Tradition bei der Treppenerstbesteigung. Carla, Mycroft und Me nehmen den rechten Aufstieg, Ragnar und Mare den linken…

Die Zimmer werden verteilt. Ich nehme mit Carla das einzige Doppelzimmer..

Wir haben ein wenig Zeit uns frisch zu machen und einzurichten, bevor wir im Großen Saal ein Lunch einnehmen

und unverzüglich zur Lagebesprechung übergehen. Ich bestürme Monsieur Monbardeau mit detaillierten Fragen: Meine Tochter und sein Sohn Henri mit seiner Verlobten Fabienne sind auf dem Gipfel des Colombier auf 1531m verschwunden. Ihre Spuren im Schnee enden plötzlich. 40 Mann suchen zur Zeit nach ihnen, kämmen die Gegend systematisch schon seit Tagen erfolglos durch…

Monsieur Monbardeau war an der “Unglücksstelle” und hat eine Skizze der Scene angefertigt:

Footprints in the Snow

Ich beginne sofort mit der Analyse der Fußabdrücke…

SchneeSkizze LC

1. Henri wurde unvermittelt angegriffen, wahrscheinlich hat er sich mit seinem Wanderstab versucht zu wehren: Er steckt zerbrochen mehrere Meter entfernt von ihm im Schnee.

2. Fabienne und meine Tochter eilen gleichzeitig zu ihm, nach 5 Schritten verschwindet auch Fabienne.

3. Lady Evelin erkennt den Ernst der Lage, versucht zu fliehen, kann noch wenige Meter rennen, doch dann ist auch sie einfach “weg”…

Alle 3 wurden entführt – von Entitäten, die plötzlich auftauchen, verschwinden und keine Spuren hinterlassen!

Auch wenn ich keine Ahnung habe, wer das hätte gewesen sein können, wird mir klar, dass die Suche der Männer in den Wäldern erfolglos bleiben wird. Was kann ich nur tun?

Im Ain-Department geschehen seit einiger Zeit ungewöhnliche Diebstähle, wird mir weiter berichtet, allerdings wird nur wertloses Zeugs wie Fässer und Stühle gestohlen. Auch hier gibt es keine Hinweise auf die Täter. Niemand hat sie gesehen…

Meine Tochter logierte nicht im Chateau, sondern mit ihren Freunden in deren Haus in Artemare. Ich bestehe auf eine Besichtigung vor Ort in der Nachbarstadt…

Artemare

In ihrem Zimmer ist noch alles vorhanden, nur ihre Winterwandersachen fehlen. Im Rest des Hauses finde keinerlei Hinweise, auch nicht auf eine occulte Beschäftigung von Henri…

Deprimiert kehre ich mit den anderen auf das Chateau Mirastel zurück. Kaum angekommen, treffen auch Mary-Ann und Sanjuro ein…

Mir werden die Zeitungsmeldungen über die ungewöhnlichen Diebereien vorgelegt

Ich übertrage Ort und Zeit der Vorfälle in eine Karte der näheren Umgebung:

Sofort fällt auf, dass die Diebstähle weiter nördlich begannen und sich nach Süden entlang ziehen. Es ergibt sich ein „Path of Thieveries“, der am Ostrand des Colombier sich auf uns in Richtung Culoz zubewegt…

In der Nacht vom 10. zum 11. Dezember zu Vollmond begann die Serie. 14 Tage später erfolgte der nächste Vorfall. Zuerst glaube ich einen Rhythmus zu erkennen. Doch meine Tochter verschwand am 14. Januar, es war weder Voll-, Neu-, noch Halbmond. Auch dieser Ansatz führt mich nicht im Geringsten weiter!

In den Augen von Monsieur Monbardeau sehe die gleiche schmerzliche Enttäuschung due to this fading hope…