* Landung in Dunedin
Wieder einmal sind wir froh land zu sehen. Ein Mannschaftsmitglied ist spurlos verschwunden, wahrscheinlich über Bord gegangen. Nur sein Buch ist uns noch aufgefallen „20.000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Verne. Vielleicht ist das Buch ihm zu Kopf gestiegen oder ist da was Wahres dran…?
Bei so viel Hirngespinsten sind wir alle froh, endlich in einem richtigen Bett schlafen zu können. Sanjuro macht seinen neuen Job recht vorbildlich, habe aber nichts anderes erwartet. Schon in Japan beim ersten Wiedersehen wusste ich, er eignet sich hervorragend. Ich hoffe, es bleibt so!
Am Hafen sehen wir, daß die Bombay Star gleichzeitig angelegt hat. Sie scheinen aber einer geregelten Arbeit nachzugehen, wie Erkundigungen ergeben. Ich konzentriere mich auf mein Erbe. In der Stadt buchen wir zunächst Zimmer im „Hotel Oriental“, das uns im Hafen empfohlen wurde.
Freundlich empfängt uns Hotelmanager Francis O’Cain. Nachdem wir eingecheckt haben, kontaktiere ich das Büro vom Rechtsanwalt O’Reily. Meine Unterlagen sind komplett, sodaß ich mich der Besichtigung der Stadt anschließen kann. Meine Freunde haben eine Tageszeitung gekauft, aus denen wir die Neuigkeiten erfahren: „Der König ehrt uns für unseren Kampf gegen das Böse!“. Natürlich im Rahmen der Diskretion.
Bei der ersten Kirche des Christentums machen wir auch Halt, erkunden den Friedhof, eine wohlgepflegte Angewohnheit von uns.
Dort entdecke ich sogar eine Gedenktafel von meinem Onkel, Mr. Henry Winterbottom.
Das macht mich nachdenklich & traurig. Ich verweile in Stille& entzünde eine Kerze, um Seiner zu gedenken. Mit einem christlichen Gebet schließe ich das Abschiedsritual ab. Leicht bedrückt lassen wir den Abend ausklingen, ich ziehe mich schnell zurück, um den vielen Gefühlen freien Raum zu lassen.

















