Glastonbury Auction
August 26 1920 Thursday 11am
Mare fährt mich zur Auktion nach Glastonbury. Dort treffen wir wie verabredet auf Sanjuro und Mycroft, der es gerade rechtzeitig zurück aus Trondhjem geschafft hat. Es haben sich circa 30 Interessierte eingefunden.
Noch während wir uns den Nachlass anschauen, reicht mir der Colonel einen von Ragnar übersetzten Zeitungsartikel aus Trondhjem: Eine Flaschenpost meines ersten Offiziers Finlay Llanworth wurde aufgefunden, in der er wirrer Worte seine Erlebnisse in der Unterwasserstadt beschreibt, wo wir die Crew der Almina zurückgelassen haben…Er hat den Corpus im Becken gesehen und ist wahnsinnig geworden…
Bereits ein zweites Lebenszeichen meiner Crew… Über die Angelegenheit wird interkontinental berichtet, zum Glück ist mein Name noch nicht gefallen. Doch das ist nur eine Frage der Zeit…
Ich ersteigere für 1£ 1Shilling eine robuste Kommode – ich bin neugierig auf Geheimfächer – sowie zehn Bücher für 3£ 2 Shilling. Mare ersteigert für 8£ eine kleine Truhe, in der sie schon bei der Besichtigung eine transparente kleine Dose mit kleinen, leichten, silbern glänzenden Quadern darin entdeckte. Mycroft sichert sich eine einfache Holzflöte…
5pm Wir treffen wieder pünktlich zum Five-O’clock-Tea auf Highclere Castle ein, den ich in meiner Bibliothek servieren lasse, damit wir ungestört unsere Beute begutachten können…
Die Bücher handeln von der Geschichte des Hampshires und haben weder Geld noch Dokumente in den Seiten. Ich übergebe Mare die Bücher, die sie studieren will, um ihre Sprache und Kenntnisse der englischen Geschichte zu erweitern. Sie soll sie gleich in die große Bibliothek überführen, die auch den Patienten zugänglich ist. Ihre ungestüme Freude über ihre ersteigerte Wäschetruhe, ihr erstes eigenes britisches „Möbelstück“, lässt ihre Wangen erröten…
Von Hofastronom Sir Danley Coyle trifft eine Nachricht ein, er habe zwei Plätze in der Royal Observatory Greenwich für uns tomorrow night at 8pm reservieren lassen.
Die Kommode ist eine Enttäuschung. Keinem von uns gelingt es, auch nur irgendein Geheimnis aus ihr herauszuholen…
Die Ärzte berichten, Mary-Ann sei zwar stabil, aber sie fantasiert. So erzählt sie von Wirbelwesen, die ihr erzählten, „dass nicht gut ist, was ihre Freunde da machen…“ Jetzt warnen uns schon ältere Wesen…
Ich werde bald handeln müssen, mir wird schlecht und ich ziehe mich heute früher in meine Gemächer zurück…









