Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

EXSECUTIONEM CONSILIUM

Ich erwache schreiend, meine Taschenuhr zeigt 6:00 Uhr. Es ist der Tag an dem wir den Fluchtplan von Mr Wurden in die Tat umsetzen. Doch zunächst gibt es eine Überraschung: Nur Lord Carnarvon selbst hat seinen eigenen Grabstein vor Augen – Nicht mehr viel Zeit bis zu seinem Ableben!

Bewaffnet mit Brotzeit und Kleidung kehren wir zum Hexenkreis zurück. Mr Wurden zieht sich um und berichtet, daß Jäger des Nachts zwei aus dem Gefolge von Anna erschossen haben. Davon zeugen die beiden frischen Laubhaufen.

Mit Mr Wurden schleichen wir uns durch den Wald, Indy schnüffelt den Weg und wir erreichen, meine Taschenuhr zeigt 15:05 Uhr, die Straße. Hier wartet bereits Herr Miller mit seinem Automobil auf uns. Mr Wurden wird in Sicherheit gebracht.

Anschliessend schlendern wir in die örtliche Käserei um Anna zu berichten. Doch diese ist geschlossen. Auf dem Rückweg fällt uns ein Fachwerkhaus mit einem wilden Kräutergarten auf – Annas Heim? Wir klopfen, uns wird geöffnet. Sie bereitet uns einen heilenden Tee und bedankt sich für die guten und schlechten Neuigkeiten.

Im Heimatmuseum überreden wir Herrn von Boderich, einen näheren Blick in die Bibliothek werfen zu dürfen und werden fündig. Die Aufzeichnung einer Oberhexe: (…) Dr Dr Esse existiert seit 1.000 Jahren! Als Gründer der Abtei, Priester, Inquisitor, oder verhöhnend als Apostel. Wichtig ist zudem, daß er eine Kreatur Namens „Sturmschwinge“ unter seiner Kontrolle hat die durch Blitze vertrieben werden kann. Zu diesem Thema hat Herr von Boderich ein weiteres Buch – verwahrt in einer Stahlkassette – das er uns aber nicht einsehen lässt.

Wir nutzen die Seilbahn um in das Sanatorium zurückzukehren  Ich erfrische mich kurz, denn es ist ein ungewöhnlich schwüler Tag, wie ein Föhn.

Mrs di Fiona und ich lümmeln  in der Lounge herum und beobachten Marija und Sigrun. Beide scheinen desinteressiert und nehmen an der Bar ihren Cocktail ein. Als Mrs di Fiona durch das Okular Marija betrachtet schreit sie geblendet auf, ein gleißendes Licht umgibt die Vril-Dame.

Im umfunktionierten Speisesaal werden derweil die Stühle angeordnet und ein Rednerpult aufgestellt.  Mrs de Fleur wird dem Vortrag fernbleiben, um mit Indy u inspizieren was sich währenddessen  so tut.

Mehrere Männer treffen ein und verschwinden zügig im Nordflügel. Und, wie Herr Miller richtig bemerkt, werden sie nicht  an unserer Party teilnehmen. 

Meine Taschenuhr zeigt 19:00 Uhr als der Vortrag beginnt. Wusste ich es doch, meine Taschenuhr zeigt immer die richtige Zeit!

Ein müder Dr Semmelweiss betritt den Saal,, fast so als ob dies sein letzter Vortrag sei. Er muss sogar gestützt werden. Mehrere Pfleger bewachen den Raum, Dr Dr, Esse ist ebenfalls anwesend.  (Hüstel) „ In der medizinischen Hygiene (…) Leichengift (…) sind Partikel in der Luft, dies wurde 1878 erkannt aber nicht für Ernst genommen (Hüstel). Wie die Pilze, man sieht nur die Fruchtkörper aber nicht das Myzel darunter, im übertrageneren Sinne die winzig kleinen Erreger (Hüstel).  Als Lösung präsentiere ich diese neuen Handschuhe, sie schützen uns  (Hüstel). Ich stelle die Frage ob die Erfindung einsatzbereit sei. „Sie sind noch in der Erprobung, Hüstel.

Der sichtlich geschwächte Dr Semmelweiss wird durch die Nordtür hinausgeführt und wie Herr Miller zurecht bemerkt: „Zu der anderen Party“.

Der Teetanz beginnt, meine Partnerin ist Mrs von Humboldt. Dabei überlegen wie wir weiter vorgehen und haben eine Eingebung. Herr von Bodewich ist hier, also jetzt oder nie im Heimatmuseum einbrechen. Wir verlassen alle gemeinsam den Tanzsaal, meine Taschenuhr zeigt 20:30,  als wir in das Dorf aufbrechen. 

Am Schloss der Eingangstür zum Heimatmuseum scheitern wir alle, kein Dietrich will passen. Es bleibt Plan B, ein offenes Fenster im 2. Stock. Mrs de Fleur wirft geschickt das Seil mit Haken hinauf. Nur das Klettern will nicht so recht klappen, die Wand des Gebäudes, glitschig. Ld Carnarvon schafft es schliesslich und öffnet uns ein Fenster im Erdgeschhoß durch das wir einsteigen. 

In einem Schrank versteckt finden wir die Stahlkassette. In ihm ist das  Buch „Von unaussprechlichen Kulten“, das Herr Miller in Verwahrung nimmt.  Zudem einige Tagebucheinträge von Herrn Bodewich, in denen zu lesen ist das er uns seit unserer Ankunft misstrauisch beobachtet.

Der Zeitpunkt scheint mir gekommen. Ich überreiche Herrn Miller ein Älteres Zeichen und erläutere die Wirkung. Denn wenn er ein Blick in dieses Buch wirft, dann ist er verloren und das Zeichen wird ihn zuweilen schützen. 

Der seltsame Käfig ist das nächste Ziel. Laut Mrs de Fleur wurde der Dachboden seit ihrem letzten Besuch am Donnerstag umgeräumt.  Der Käfig ist nach wie vor verhüllt und nun die Zeit ihn genauer zu inspizieren, Platz für eine Person, Ein Kristall. Durch das Okular inspiziert Mrs di Fiona das Gerät, es ist voller Magie und wenn vollständig aufgebaut einsatzbereit. Vielleicht eine Art „Extraktor“? Wenn wir unsere gezeichnete Hand hineinhalten, verschwindet das Mal auf ihr. 

Die Apparatur muss aufgebaut werden um sie zu testen. Hier auf dem Dachboden ist nicht genügend Platz. Daher tragen wir alle Komponenten über die ausklappbare Stiege in das zweite Turmgeschoss. Die Bauteile sind aus leichtem Metall – Aluminium? Das Metall scheint sich nach einem Test mit dem Feuerzeug nicht zu erwärmen und äußerst stoßunempfindlich zu sein. 

Die Apparatur ist aufgebaut, meine Taschenuhr zeigt 22:00 Uhr. Nacheinander probieren wir aus wie es ist im Käfig zu sitzen. Bei Mrs, de Fleur geschieht nichts. Bei Mrs di Fiona, ruckelt und zuckelt es, aber es scheint etwas zu fehlen. Dabei passiert noch etwas viel erstaunlicheres: Mrs di Fiona setzt das Okular ab und reicht es mir durch die Gitterstäbe. Endlich, Mein Schatz! 

Sofort setze ich es auf und verschiebe die Linsen vor meinen Augen. Was für Einblicke. Dann ist da diese Stimme: „Endlich, wir sind vereint, ich habe es endlich (Das Okular). Dr. Dr. Esse wird Dich mit viel Macht  ausstatten (…)“. Ja! Ich teile meinen Kameraden mit, daß ich unverzüglich in das Sanatorium aufbreche. Zunächst zögerlich, dann mit mehr Nachdruck möchten mich diese vermeintlichen Freunde daran hindern. Ich zücke zur Mahnung meine Scott und diese Unwissenden  lassen mich gehen, Herr Miller hebt seine Hände.  Dann werde ich von hinten unsanft in den Rücken getreten und stürze zwei Meter tief die Treppe herab,. Blut läuft in meinem Gesicht, Brille und Waffe verloren. Was für ein Schmerz und dann dieser der Duft nach süßen Mandeln. 

(…) 

Ich erwache und bin gefesselt. Mir reißt etwas die Lunge heraus! Was für Schmerzen und schreie wie nie zuvor! Das Okular auf meinem Kopf wird sehr heiß. Umgeben bin ich von grünem Licht. Dann beruhigt sich die Szene, die Fessel des Okular scheint sich zu lockern, der schmerzt läßt nach. Benommen erkenne ich meine Kameraden und daß ich in dem Käfig sitze. Ich werde befreit und falle zu Boden. Mrs von Humboldt verarztet mich. Lausche der Diskussion und brabble den Kristall mitzunehmen. 

Wir versichern uns das uns keiner folgt und suchen Anna auf um Rat zu finden. Meine Taschenuhr zeigt 22:45 Uhr. In ihrem Haus sind sechs Kibbo-Kift anwesend. Anna rät uns noch in dieser Nacht zu handeln und wir können auf die Unterstützung der Kibbo-Kift, Anna und Theresa zählen. Der beschwipste Herr Miller möchte stattdessen den Abend lieber bei einem Likör ausklingen lassen, was sicher auch ein Ziel wäre.