LABYRINTHUM INTROITUS
Meine Taschenuhr zeigt 9:30 Uhr als Mr Carter eintrifft. Wir ziehen uns in den Rauchersalon des „Winter Palace“ zurück um ungestört die Lage zu besprechen.
Mr Kahleed, der Vorarbeiter von Mr Carter, hat inzwischen ein zweites Automobil nebst Fahrer besorgt. So fahren wir auf den Kamelmarkt, um mit einem gewissen Mr Makalani zu sprechen. Dieser ist wohl ein guter Bekannter von Mr Carter. Und tatsächlich, er kann uns bei einigen unserer Fragen weiterhelfen.
Meine Taschenuhr zeigt 13:00 Uhr als wir den Tempel von Karnak erreichen. Wir laufen die Prozessionstraße entlang, durchqueren das Tor und betreten die große Säulenhalle. Ich bin voller Ehrfurcht. Die anderen können diesem Eindruck anscheinend nur bedingt etwas abgewinnen. Das ist aber durchaus verständlich, immerhin waren sie ja schon einmal hier. Aber Herr Miller, warum ist er nicht im geringsten beeindruckt?
Das Lager von Mr Ward, im Inneren der Tempelanlage, besteht aus olivgrünen Zelten. Es fällt auf, dass keinerlei Aktivität stattfindet. Einige Gestalten sitzen dröge herum. Aus dem Kochzelt ist Geklapper zu hören, aus einem weiteren Zelt dringen Schnarchgeräusche. Mr Carter weckt den Mann, dieser reagiert äußerst unwirsch und weist ihn ab.
Um an Informationen zu gelangen gibt Mr Carter drei Arbeitern Bakschisch, aber ihre Aussagen sind widersprüchlich.
Im Kochzelt lernen wir den aufmerksamen Salim kennen. Er scheint sich anscheinend ausser uns als einziger Sorgen um den Verbleib von Mr Ward zu machen und kann Hinweise geben, wie und wo er verschwunden sein könnte – in oder unter der “Weissen Kapelle“.
Zunächst werfen wir aber einen Blick in das Zelt von Mr Ward; Pritsche, Klappstuhl, Kleidung, Persönliches, Schreibtisch. In der geheimen Schublade entdecken wir ein Tagebuch. Leider keine Bücher.
Den Aussenraum der weissen Kapelle zieren drei Gruppen von Hieroglyphen die Mr Carter erläutert.
Die Deckplatte zum Untergrund wurde vermutlich nach der ersten Öffnung aufgelegt, nachdem Mr Ward verschwunden ist. Das einst schützende Siegel ist aber nach wie vor gebrochen.
Nachdem die Deckplatte mit dem Flaschenzug angehoben wurde liegt der Zugang in den Untergrund erneut frei und wir werfen einen Blick hinein. Indy bellt aufgeregt. Salim erzählt, daß er hier das blutverschmiertes Schriftstück gefunden hat. Auch wurden alle Markierungen zur Orientierung entfernt. Auf der Innenseite der Deckplatte befinden sich unangenehme Hinweise.
Wir beschliessen mit passender Expeditionsausrüstung erneut zurückzukehren und verschliessen den Tatort.
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