* Eine Burgpracht
Voller Tatendrang treffen wir uns beim Frühstück, alsbald machen wir uns auf zum Bahnhof, mein nipponischer Waffenbruder muss sich leider um andere Angelegenheiten kümmern. Als Übersetzer bietet sich der Diener von Sanjuro an, Mr. Hirata.
Pünktlich erreichen wir nach einer ruhigen Bahnfahrt sowie weiteren 5 Strassenbahnstationen Himeji Castle. Die strahlt mich an, Ihre imposanten Bauweise gepaart mit einer optimalen Verteidigungsanlage läßt mir den Atmen stocken.
Voll Ehrfurcht gehen wir auf die Burg zu und treffen verschlossene Türen. Auf unser Klingeln kommt niemand. Ich gehe um die Burg herum und sehe im Garten einen jungen Mann. Er kann uns auf Nachfrage leider nicht einlassen, erst der Besitzer muß seine Zustimmung geben. Eben dieser ist aber erst morgen wieder früh wieder zugegen, sodaß uns nur eine Anmeldung als Option bleibt, die auch wahrnehmen.
Wir beschließen, nicht wieder nach Tokyo zurückzufahren, sondern die Umgebung etwas erkunden. Vielleicht ergibt sich ja etwas Interessantes! Wir checken im besten Hotel ein. Nach einen kurzen Spaziergang haben einige von uns Hunger, woraufhin uns Mr. Hirata ein einfaches Nudelrestaurant empfiehlt. Wir kehren dort ein, sind die einzigen Gäste. Der Wirt empfängt uns höflich, aber auch sehr nervös. Irgendwas stimmt hier nicht! Ich lockere den Knaufgriff meines versteckten Degens, um kampfbereit zu sein.
Kurz nachdem wir das Essen geliefert bekommen haben, kehren 2 weitere Einheimische ein. Mir fällt sofort die Tätowierung, die verdächtigen Ausbeulungen in den Jacken sowie fehlende Fingerglieder auf. „Bei uns wären diese Burschen im Knast“ denk ich mir. Ohne Scham bedrängen sie den Wirt und knöpfen ihm sein spärlichen Gewinne ab. Kurz überlege ich, den beiden den Gar auszumachen, aber durch kurzen Blickkontakt zum Lord weiß ich, daß dieses Vorgehen nicht gewollt. Trotzdem brodelt es in mir. Als die Schutzgelderpresser verschwunden sind, tippt mich der Kapitän an und nickt Richtung Wirt.
Nach einem längeren Gespräch betrübt mich sein Schicksal, sodass ich ihm 60 £ in die Hände lege, was ihn sehr freut. Mit seiner Freude verfliegt auch mein Groll gegen die Halunken. Erleichtert mit mehr Vertrauen erzählen wir ihm von unserem Vorhaben. Wir fragen ihn, was er noch über die Burg weiß. Er sagt uns, daß die Burg verflucht sei und man nachts auch die Magd Okiki heulen hören kann. Laut einer Legende soll sie sich aufgrund von versehentlich zerschlagenen Geschirr in einen Brunnen geworfen worden sein.
Nur durch einen kurzen Blickkontakt wissen der Lord & ich, wir hatten den richtigen Riecher & was nun ansteht: Geisterjagd im Brunnen! Da wird da was zu finden sein! Mir schwant nur, daß ich den Erstkontakt antreten darf. Schnell noch ein Sake, bevor ich zuviel nachdenke!










