Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Castellum

Heute wollen wir die Burg Himeji 姫路城 besuchen, Mr Hirata wird uns begleiten.

Pünktlich um halb zehn verlässt der Zug Tokyo. Wir reisen 1. Klasse und erreichen um zwei Minuten vor Zwölf (pünktlich!) den Hauptbahnhof von Himeji. Von hier aus fahren wir fünf Stationen mit der Strassenbahn bis zum Fuß des Burghügels.

Und dann, was für ein Anblick! Was für ein wundervolles Bauwerk! Ganz in weiss erstrahlt es. Mr Hirata erzählt es hat den Beinamen ‚Weißer-Reiher-Burg‘. Eine Anspielung auf Farbe und Dachformen.

Das Eingangstor zur Burg ist verschlossen, schade. Auf einem Schild entdecken wir den Namen des Eigentümers: Hirobi Joshimara.

Wir gehen zum Garten. Hier muss sich der Brunnen befinden auf den im Theaterstück Bezug genommen wurde. Am Gartentor treffen wir auf einen Gärtner der uns nicht hineinlässt. Ein Besuch muss erst mit dem Besitzer geklärt werden. Mr Hirata übersetzt und der Gärtner geht telefonieren.

Als er zurückkommt sagt er das wir Morgen Burg und Garten besichtigen können. So beschliessen wir in der Stadt zu bleiben und suchen uns ein Hotel.

Am Abend führt uns Mr Hirata in ein traditionelles, etwas billig wirkendes Nudelrestaurant 大衆食堂. Schon als wir Platz nehmen wirkt der Wirt sehr nervös. Dann betreten zwei Männer den Raum. Mir fällt auf das einem die Fingerkuppe des kleinen Fingers fehlt. Er ist tätowiert und unter seiner Jacke scheint er eine Waffe zu tragen. Der Wirt holt eine Schachtel unter dem Tresen hervor und übergibt den Männern ein Bündel Geldscheine. Die Männer scheinen nicht zufrieden und wechseln ein paar ernste Worte. Der Wirt ist kleinlaut, entschuldigt sich mehrfach und kann sie schliesslich beruhigen. Dann verschwinden die Männer.

Wir sprechen den Wirt an und Mr Winterbottom gibt ihm 60£ (Die Briten scheinen es ja zu haben) damit er seinen Schulden bezahlen kann. Der Wirt ist überrascht warum Fremde ihm helfen und zeigt sich in Worten überaus dankbar. Auf Nachfrage erzählt er uns interessante Dinge über den Brunnen: Er sei Verflucht, wird verschmäht. Der Geist der Magd Okiko wohnt in ihm und des Nachts dringt ein Heulen heraus. Na das kann ja spannend werden, denke ich. Mit leicht wahnsinnigem Blick grinsen sich Mr Winterbottom und Ld Carnarvon an…