* Buchraub & Explosionen
Beim Frühstück werden uns erneut drei Antworten vom Inserat übermittelt, doch heute bin ich mit dem Prototypen beschäftigt, wir treten in die finale heiße Phase ein. Mare, Auguste Piccard & ich treffen uns auf dem Flugfeld & wir starten unseren ersten Testflug. Die Maschine ist nun leicht kopflastig, ich steuere leicht dagegen, was das Lenken leicht erschwert. Wir laden & basteln weiter herum. Zunächst halte ich es für vertretbar, doch Mare will sich nicht zufrieden geben & konstruiert ein Gegengewicht von 30 Pfund – die Maschine fliegt nun stabiler. Wir gratulieren Mare, sie lacht zufrieden.
Gegen 3pm schließen wir die finale Phase erfolgreich ab, Auguste will lediglich die Gummileisten & andere Kleinigkeiten verbessern. Ich betone erneut die Notwendigkeit der Dämmung sowie das Kosten keine Rolle spielen. Mare & ich fahren zurück nach Portsmouth, mit den Expeditionsausweisen gelangen wir schnell an Bord der Quest & treffen unsere Freunde. Wir updaten uns & finden heraus, daß Shakleyton eine Affäre mit Arcadia Lloyds hatte. Ein vielleicht nützliches Geheimnis, denn seine Frau scheint davon nicht zu wissen, wie wir zusammen schlußfolgern.
Sanjuro fährt los, um weitere Antworten auf den Grund zu gehen. Ich fahre mit Lord Carnarvon zurück ins Hotel, um uns ein wenig frisch zu machen. Als wir dort eintreffen, ist die Police da & es herrscht einiges an Aufregung. Ein Portier teilt uns mit, es gab einen Diebstahl, ein Mann habe sich das Paket für LC geschnappt, einige Menschen umgerempelt & mit einenm Fahrrad die Flucht ergriffen. Alle scheint kurz vor unserem Eintreffen passiert zu sein.
Eilig frage ich nach der Richtung, er zeigt auf Zentrum / Hauptbahnhof mir als Antwort. Zackig springe Carla, Mare & ich in den Silver Ghost & fahre so schnell es die Straße zuläßt zum Zielort. An der Seite des Hauptbahnhofs finden wir beschriebene Verkleidung & ein Zeitungsfahrrad. Der Täter war hier…
Den Wagen lasse ich stehen. „Laßt uns aufteilen“ & gehe ins Hauptgebäude, sehe niemand Verdächtigen, schaue auf den Zugplan. Der nächste Zug nach London fährt in 6 Minuten, diesen würde der Täter nehmen. Gleis 5…ich eile…erreich das Gleis … es gibt plötzlich ein gewaltige…
*Explosion*
…Richtung Hafen, ich spüre eine leichte Erschütterung sowie eine starke Rauchentwicklung am Himmel über dem Militärhafen. Meine Gedanken rattern:
„Soll ich umkehren? Oder ist dies eine Ablenkung? Erwische ich den Täter? Hängt das zusammen?
Ich komme jetzt ohnehin zu spät. Ich verfolge die Spur für 2 Minuten, dann breche ich ab.“
Mit ernster Miene & scharfen Sinnen gehe ich durch die Abteile. Im dritten sehe ich einen Mann, auf den die Beschreibung zutrifft. Zudem trägt er ein Paket, das schlampig in Zeitungspapier eingewickelt ist. Doch beim Näherkommen höre ich, daß die beiden im beistehenden Frauen den Mann seit Jahren gut kennen & alle über die Explosion sehr überrascht, ja tief erschrocken sind. Die Sorge um meine Freunde am Hafen wird nun zu drängend. Die Trillerpfeife ertönt. Die Zeit ist abgelaufen.
Ich wende mich ab, ohne eine Szene zu machen, springe mit einem großen Satz aus dem fahrenden Zug & eile auf schnellsten Weg zum Militärhafen. Am Eingang wird diesmal kein Kontrolle, alle sind beim Löschen oder anderweitig unterstützen, dieser Katastrophe Herr zu werden.
In dem Chaos renne ich zur Queste, an einer Wand entdecke ich Mary-Ann, die selbst angesengt den Lord aus den Flammen zieht, doch sie steht unter Schock, sodaß ich Ihr zunächst helfe. Dann untersuche & versorge den Lord. Erschöpft nickt er mir zu Richtung Carla, die eine Platzwunde erlitten hat. Schnell leiste ich auch bei erste Hilfe, da zerreißt eine erneute
*Explosion*
die Rettungsarbeiten, doch diesmal in der Nähe der Great Bell, auch hier ist das Ziel das Lagerhaus mit den Vorräten. Mit einem Satz springe in den Silver Ghost & fahre eilig zum Kai von Arcadia Lloyds Schiff. Es gibt viel Feuer & die Rettungskräfte arbeiten bereits im vollen Zuge.
Ohne Nachzudenken helfe ich das Feuer zu löschen. Zudem versorge ich einige Verletzte. Dabei fällt mir ein rothaariger Arbeiter auf, der als einziger die Hände in den Taschen hat & das gesamte Geschehen lediglich betrachtet. Als die Arbeiten sich dem Ende neigen, verläßt der Mann in einer Seitengasse die Szene.
Mit tief gezogenem Hut versuche ich ihm unauffälig zu folgen, doch er bemerkt mich. Er rennt los, ich folge ihm. Nach kurzen Sprint wird klar, ich erreiche ihn, da springt er ins Wasser, doch zwecklos. Im Rennen entledige ich mich meiner Waffen, Jacke & Schuhe & springe ihm nach. Er flucht & wir ringen kurz & ich schlage ihn ko, schleppe ihn zum Schiff, Mare hat eines gekarpert.
Wir hieven ihn an Bord & wir rudern auf das offene Meer. Unsanft wecken wir den Rothaarigen. Er gibt sich stur, doch als er merkt, daß Mare intensive Folterfantasien entwickelt, wird er redselig.
Anm.: Auch mir wurde ganz mulmig, was die arabische Gefährtin äußert…
Der Name des Burschen lautet Jerry O’Porc & er wurde beauftragt von einem eleganten, dünnen Mann, der charmant & schlau wirkt. Er konnte ihm genau sagen, was er zu tun hatte, damit die Explosion die maximale Wirkung entfaltet. Er wollte niemanden verletzten. „Sonst“ versichert uns der Bursche „hätte ich das nie jemacht“
Wir schlagen ihm vor, für uns zu arbeiten. Er soll uns den Treffpunkt mitteilen, wenn der Unbekannte sich bei ihm meldet. Er willigt ein.
Wir rudern zurück & Mare äußert fortwährend neue Ideen für Foltertechniken, daß sich O’Porc weiter runter handeln läßt & versichert uns erneut die Zusammenarbeit. Gerade als wir am Kai festen Boden unter den Füßen spüren, ertönt ein heftiger
*Knall*
Der Oberkörper von O’Porc wird heftig getroffen, aprupt herumgerissen, um sogleich leblos zu Boden zu fallen. Mare & ich werden mit Blutfetzen überraschend übersprengelt & fallen instinktiv in Deckung, verharren geschockt, doch es fallen keine weiteren Schüße. Nach wenigen Momenten trifft die Hafenpolizei ein & wir schildern das Erlebte, was sogleich in einem Bericht festgehalten wird. Mir kommt plötzlich ein Geistesblitz & ich frage nach einem Bleistift. Verwundert wird er mir gereicht.
Ich lasse den Körper des Erschossenen aufrichten & berechne die Schußposition anhand des Schußkanals, den ich mittels des Bleistifts verdeutliche. Ein naheliegende Lagerhaus kommt lediglich in Frage. Ich renne los, alle folgen mir. Oben auf dem Dach finde ich die Patrone einer Mondragon, doch von dem Schützen fehlt jede Spur. Der Polizei übergebe ich die Hülse als Beweisstück & sofort befragen wir die Menschen nach einem dünnen eleganten Mann. Es gibt eine Spur, die über die Mauer mittels eines Seils führt. Er hat auch einen länglichen Koffer getragen sowie einen Umhang, der das Gerät verdecken sollte.
Auf der Stadtseite verläuft sich die Spur. Einige Zeugen kann ich finden, doch der Täter ist bereits auf dem Rad Richtung Stadtmitte entkommen. Er ist uns stehts einen Schritt vorraus.
Wir fahren zur Wohnung von O’Porc, doch auch hier finden wir keine Hinweise. Etwas verbittert fahre ich ins Hotel Esplanade & verbringe den Abend in Gesellschaft von Lord Carnarvon, wo wir über das Geschehene nachginnieren…









