* Beglückendes Training
Trotz des verwehrten Entspannungsrituals wache ich erfrischt morgens auf. Vielleicht ist es die klare Spur, die wir nun vor Augen haben, um den Fluch abzuschütteln. Nach dem Breakfest kommt der Lord zurück auf sein Versprechen. Wir gehen zum Dojo, wo wir zunächst uns aufwärmen und ein Training geniessen. Dann treten wir gegeneinander an!
Mit erstaunlicher Gewandheit weicht er meinen immer schnelleren Schlägen aus, ich beginne mich leicht zu ärgern, entschliesse mich zu einem Sturmangriff, auf den der Lord sich nicht hatte. Er bewegt sich statt auszuweichen, auch schnell auf mich zu und wir rempeln unerwartet übel zusammen. Aber während ich durch die Luft wirbel, bleibt der Lord wie unberührt stehen und setzt mich am Boden Liegend schachmatt! Ich bin perplex, fluche laut über sein Glück, lache aber dann laut & herzlich. Was für ein unerwartet starker Gegner! Well done!
Kurz vor dem Five O’Clock Tea treffen wir wie geplant Henry sowie den Kapitän am Schrein von Inari. Wir gehen zu dem Priester, der für uns segenreiches wohlduftendes Ritual mit häufigen Klatschen und exotischen Gewürzen vollzieht. Am Ende schreitet er den Ritualkreis von aussen ab, während er uns mit Pergamentstreifen gewirft. Ein Kribbeln durchzuckt, mein inzwischen feinstofflich geschulter Instinkt meldet positive Geister! Fühle mich sehr ermutigt!
Endlich besteigen wir mit magischen Robe bekleidet wieder den Hügel. Schnell entdecken wir ein Leuchten im Wald & laufen erwartungsfroh drauf zu. Es ist nahezu Mitternacht als wir die leuchtende Stelle erreichen. Tagsüber kaum wahrzunehmen, sieht man nun den Laternenfriedhof, genauso angeordnet wie auf dem Pergament aus dem Brunnen. In der Mitte sehen wir zudem einen leeren Kreis. Es gilt etwas zutun, damit es hier weitergeht. Alle rätseln, während ich kurz die Anordnung vom Pergament mit anschaue und dann in der gleichen Reihenfolge die Laternen entzünde. Das Siegel erstrahlt im hellen Licht und ein Knirschen geht durch die Erde.
Im Boden öffnet, ja wächst, eine Öffnung, die eine steinerne Treppe freigibt. Sofort steige ich mit entzündeter Fackel hinab. Die anderen sind sehr zögerlich, ich stürme weiter vor, weiß, hier ist das von mir lang ersehnte Schwert, was uns vom Fluch befreien kann. Der schmale Gang endet in einer kleine Halle, in etwas 5*5 Yards groß. In großer Aufregung vergesse ich die Vorsicht. Ein verräterische Klicken in einer Fliese lässt mich erschrecken, instintiv zur Seite werfen. Gerade noch rechtzeitig, den ein Bolzen schießt vorbei und verfehlt mich knapp.
Ich rappel mich vorsichtig auf und schaue nach weiteren Trittfallen, entdecke eine zweite, die ich gesichert auslöse. Nun können wir unbeschadet den Raum auskundschaften. In der Mitte befindet sich ein Schwertaltar, auf dem das Akagashi-Katana sich befindet. Ich nehme es an mich, was mich höchst erregt. Auf der Klinge befindet sich der Schriftzug „Heilige Bestrafung der bösen Fuchsin“.
Da die Zeit schnell voranschreitet, verlassen wir schnell die Höhle. Der Gedanke, hier eingeschlossen zu werden, behagt niemanden. Ich wittere den Kampf und suche ihn, treibe meine Freunde an, schnell wieder zu den fünf Stelen zurückzukehren und die Geisha zu vernichten, hopefully!









