Ausflug nach Frankreich mit Folgen
Die Übungen für meine Privatflieger neigen sich dem Ende, nun zählt erstmal wieder die Praxis. Der Lord scheint seine Opernsängerin gerne wiedersehen zu wollen. Ich schlage einen Ausflug vor, bei der unsere Lordschaft die Gelegenheit hat, seine fortgeschrittenen Kenntnisse unter Beweis zu stellen.
Kazeem, Mare und Mary-Ann kommen ebenfalls mit, wir packen eiligst unsere nötigsten Sachen. Der Lord verabschiedet sich von seiner Lady. Dann gehts zum Flugfeld, Highclere Castle.
Seine Lordschaft sitz am Knüppel und ich lasse mit einem Countdown den Rotor anspringen. Mit der frisch reparierten Martinsyde steigen wir um nu in den blauen Himmel, gekonnt gesteuert in Richtung Ärmelkanal.
Kaum läuft alles prima, sehen wir schon wieder Probleme. Wir steuern auf ein Unwetter zu. Nach kurzem Überblick sehe ich einen ruhigen Umweg und navigiere den meinen Flugschüler um das Unwetter drumherum.
Zum Glück haben wir einen Panzerglasboden und Bordsprechanlage, so konnte ich perfekt navigieren, Kaviar essen & Champagner schlürfen. Ich sah unseren Landpunkte und machte gleich den perfekte Landebahn aus, wenn man den kleinen Hügel nutz. Ich wies den Lord an und er vollzog ein gutes Einschermanöver, nur leider etwas zu zögerlich.
In einem kurzen aberwitzigen Moment standen wir in der Luft, auf der Spitze des Hubbels, dann krachte es und der Kaviar flog Mary-Ann in den Ausschnitt. Es knirschte kurz laut. Ein Teil des Propellers flog am Fenster vorbei. Ich sah einen Mann in schottisch anmutenden Wanderanzug. Mein Kopf wurde in Richtung Mary-Ann Gesäß gedrückt. Zusammen wurde wir kurz an die Glasdecke gedrückt. Irgendwo bellte ein Hund, „ein Kleiner“ schoß mir aberwitzig durch den Kopf. Wir drehen einmal komplett. Rüttelnd schleiften wir über die von mir anvisierte Ebene und kommen zum Stillstand.
Ich bin wohl dann kurz weggetreten…
Nach Luft atmend, erwache ich wieder, springe ich schnell aus der Maschine. Sie brennt nicht, zum Glück. Auf Blickkontakt reagiert der Lord. Ist hier noch Krieg? Beim Umherschauen sehe ich einen hysterischen Mann auf mich zukommen. In einem Reflex greife ich zu meiner Waffe, aber der Kerl scheint harmlos zu sein. Schnell stecke ich die Waffe weg.
Als er näher kommt, prasseln seine Fragen auf mich ein. Ich stelle mich kurz vor und erfahre, dass er Henry Walter Jones heisst. Mir brummt noch der Schädel und das kaputte Fahrwerk und der geschrammte Motor machen meine Laune auch nicht besser. Ich rieche nach Fisch und Champus. Ich brauch erstmal Ruhe, frage nach dem Propeller und geh erstmal in das nahegelende Wäldchen.
Als ich wiederkehre, haben sich alle miteinander vorgestellt. Anscheinend ist dieser hilfreiche Schotte wohl ein Freund der Opernsängerin. Alles nehme ich gerade nur am Rande wahr, mein Flugzeug steht in einem komischen Winkel, was mir körperlich wehtut. Ich richte sie wieder auf.
Dann fahren wir zu dem Anwesen von Carla diFiona. Beim Tee stellen wir uns vor und tauschen Neuigkeiten sowie Geschichten aus. Im Laufe des Gespräch teilt mir Carla mit, dass sie einen Reparturdienst morgen verlasst, was mich wieder hoffen lässt. Ich entschliesse mich, die Nacht über die Maschine nicht allein zu lassen.
Mit ein wenig anstössig französischer Literatur sowie ein Beutel Mariuana und ein Lunchpaket nächtige ich zufrieden unter klaren Sternenhimmel.











