* Aufrappeln & Fallen
Noch bevor ich aufstehe, setze ich mir die Inari Maske auf. Heftig hallen die Eindrücke der letzten Nacht nach, zu sehr schmerzen die Finger als das es nur ein Traum gewesen sein konnte. Ich bin auf dem Weg des Todes, doch auch mein Zorn regt sich in mir ob dieser Erniedrigung durch dieses fleischgewordene Arroganz.
Tantrische Atemübungen helfen mir, wieder zu mir zu finden. Beim Frühstück treffe ich Sanjuro, der tiefe Augenringe hat. Wir beschließen ohne viel Redens, den Jahreswechsel in seinem Anwesen zu verbringen. Gleich nach dem Frühstück fahren wir los & die Gastwirt ist sichtlich erleichtert, uns zu verabschieden. Die Fahrt zurück schweigen wir beide & treffen nach dem Mittag wieder bei Sanjuros Haus ein. Drinnen ist alles ordentlich, ein Telegramm liegt auf dem Tisch in der Stube. Es ist von LC, ihnen geht es gut, sie haben auch einiges an Vorgängen bei sich, denen sie wohl nachgehen müssen. Mir wird freie Hand gelassen.
Gemeinsam mit dem betroffenen Sanjuro lassen wir uns durch das Treiben von Tokyo ablenken. Alle Menschen feiern ausgelassen, freuen sich & zu meinem Glück sind viele von Ihnen verkleidet.
Die Erfahrungen der letzten Nacht haben ein heftigen Eindruck in mir hinterlassen. Mehr den je bin ich froh, Sanjuro an meiner Seite zu haben, der mich in dieser schweren Stunde an meiner Seite ist. Mir wird bewußt, ich bin ein Sklave, nicht mehr Herr meiner Hände & meines Körper. Dieser Gedanke ist nahezu unerträglich für mich. Rache- & Vergeltungsgedanken erfüllen mich, doch sehe ich keinen praktizierbaren Weg. Vielleicht ist irgendwo in einer Bibliothek eine Antwort. Irgendwo muss doch etwas zu finden sein. In England könnte ich etwas finden, in der Bibliothek von London oder vom Lord…
Mithilfe vieler Drogen & käuflicher Liebe verbringe ich eine wilde Nacht im Rotlichtviertel von Tokyo.









