Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Auch Mary-Ann entschwunden

Wir bekommen ein typisch französisches Frühstück. Draußen schneit es stark & wir alle sind ganz matt & klamm. Wir erhalten erneut den üblichen Polizeobericht: Es verschwanden 1 Huhn, Wasserpumpe, Gartentür, das Schild der örtlichen Gendarmerie eines mir unbekannten Ortes.
Nach dem Frühstück beginnen wir die vorbereitende Eindringen in das Schlafzimmer. Ich habe mir den Rhythmus & den Ablauf aller Tätigkeiten hier im Hause gut eingeprägt. Der Schlüssel zum Schlafzimmer hängt in der Küche & sobald alle Angestellten zu Tisch sind, kann ich die letzte Angestellte unter einem Vorwand weglocken lassen von Sanjuro. Schnell laße ich den Schlüssel in meiner Tasche verschwinden.
Nun betreten wir unauffällig das Schlafgemach des verstorbenen Hausherrn Aquredouvre. Das Zimmer ist gut aufgeräumt, ein Bett, Schrank, Sekretär. Mir sticht jedoch auch das Gemälde ins Auge, auf dem Madame Aquredouvre zu sehen ist, Ihre toten Augen scheinen mich stets direkt anzuschauen. Doch es ist lediglich der Effekt – hoffe ich.
“Egal, nun werden wir sehen was dabei rauskommt.” denke ich mir
Ich widme mich zunächst dem Kleiderschrank, auch den alten Stiefellten unter dem Schrank. Drinnen befinden sich Kleider, jedoch kann ich beim besten Willen keinerlei Auffälligkeit entdecken. Frustriert schaue ich unter dem Bett, dort liegt ein sehr alter Teppich. Doch ich rolle ihn wieder ein & lege ihn zurück.
Es raschelt. Sanjuro schaut mich gespannt an. Dann vernehmen wir ein “Psst”, doch wir können keine Quelle ausmachen – das macht mich nun doch unruhig.
“Dieses Zimmer ist mir unheimlich” flüstere ich meinen Freund zu. Eilig verschließe ich alle Türen & lege alles an seinen Platz zurück. Nachdem wir den Schlüssel an seinen Plazu zurückgelegt haben gehen wir zu unseren Kameraden & teilen die Pleite mit.
Anschließend versuchen wir die aktuellen Rätsel zu lösen, auch wenn mir der Zusammenhang zum unserem Hauptproblem nicht immer besteht. Einem Impuls folgend schaue ich mir das Objekt nochmals durch das Teleskop im Observatorium an. Als ich zurückkehre, sehe ich den Lord in der Eingangshalle, wo das große Foucalsche Pendel steht. Er ist völlig starr… erst nach etlichen Minuten erwacht er aus seiner Trance. Für ihn sind nur Sekunden vergangen. Er hat sein kleines Pendel geschwungen, das scheint mit dem großen Ding zu interagieren. Doch die Anwendung erschließt sich ihm nicht.
Der Kapitän ist bereit für die irre Idee, mit dem Byakhee zu dem Kastending am Himmel zu fliegen. Dazu wollen wir uns Taucheranzüge ausleihen in Paris. Ich grinse breit bei der Planung, das wird lustig. Zusammen mit Mary-Ann machen wir uns auf den Weg, die Stimmung bessert sich bei uns. Als wir unterwegs sind, hat Mary-Ann eine Idee: Sie will Proben sammeln an der Stelle, wo Sanjuro der Holzscheit aus dem Nichts getroffen hat. Fröhlich geht sie an der Stelle Proben einsammeln, doch just in dem Moment, wo ich mir einen Spliff anstecke, schreit Sie auf, wird empor gerissen wie schon zuvor beobachtet & verschwindet in 10m Höhe!
Ich greife im Affekt beide Pistole und schieße! Es gibt ein lautes
PLING PLING PLING
Doch mehr passiert nicht. Ragnar steht da mit offenen Mund. Stille. Nach einigen Minuten einigen wir uns darauf, weiterzufahren. Stumm sammelt Ragnar die Proben von Mary-Ann ein & verstaut sie im Kofferraum. Die Stimmung ist wieder in Ernst umgeschlagen. Wir diskutieren rege, doch kommen wie immer zu keinem vernünftigen Schluß.

Also fahren wir nach Lyon & fliegen mit meiner Martinsyde sicher nach Paris, wo wir um 19 Uhr eintreffen. In dem Hotel de la Grande finden wir ein luxeriöse Unterkunft. Nach vor dem Einchecken rufe ich im Mirastel an, um die schlechte Nachricht mitzuteilen. Sanjuro nimmt die Information ruhig entgegen, doch der Lord tobt irre am andern Ende.
Wir gehen ins Molin Rouge & erleben einen wahren Augenschmaus, ja alle Sinne werden tief inspiriert. Ich lerne eine Dame names Antonette kennen, sie ist fasziniert von mir. Wir reden lange & ausführlich über wunderliche Phänomene, während Ragnar wild kichernd in einem Hinterzimmer verschwindet, der Abend hat für uns beide ein “Happy End”.