Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

A Jump to Jaca

August 17 1920 6pm

Um die Zeit auf dem Boden für die Vicky Viemers so gering wie möglich zu halten, ordne ich an, dass wir uns schon vor sechs Uhr an der Landestelle einfinden. Ein Flugzeug kann sich nur in der Luft verteidigen. Ich habe Hoffnung, dass Mycroft von diesem Zwischenfall Wind bekommen hat und die Maschine mit entsprechendem Gerät bewaffnet hat…

Mr. Ferguson ist pünktlich wie die Post und um 6:15pm sind wir schon wieder in der Luft. Er erzählt, er sei von einer Fokker ohne Hoheitszeichen angegriffen worden. Schon bevor die erste Attacke geflogen worden sei, war er wieder im Cockpit und ist durchgestartet. Die Bombe war knapp abgeworfen, aber zu spät…

Die Fokker ist ihm gefolgt, aber Mr. Ferguson konnte sich nach einem Überraschungslooping hinter den Verfolger setzen und den Angreifer in die Flucht schlagen. Das dezente Grinsen unseres Piloten kann ich nur mit einem respektablem Nicken beantworten. An Bord befindet sich ein Maschinengewehr, das ich sofort mit mir selbst besetze. Meine Gefährten protestieren lautstark und ich übergebe lächelnd das Bordgewehr an Mary Ann…

Ragnar bemerkt, dass die Fokkers von den Deutschen geflogen werden. Wir werden anscheinend von einer Kraft bekämpft, die schon über militärische Mittel verfügt…

Unser Ziel ist die spanische Stadt Jaca, die nur about two hours of flight entfernt ist und von der aus wir es mit nur noch 80km Reitweg zum Kloster schaffen sollten. Wir überqueren die Pyrenäen und sehen dort ganz weit unten, in den Gebirgszügen den LKW des Obersts sich durch die Schluchten kämpfen…

Wir haben einen Vorsprung von zwei Tagen, aber wir sollten nicht vergessen, dass auch unsere Feinde über Funk verfügen…

8:43pm Wir setzen zur Landung in Jaca an und quartieren uns im Hotel Muera für diese Nacht ein…

Noch am gleichen Abend mieten wir im Ort 6 Pferde und 8 Mulis an, alles was der Pferdehändler hat. So stellen wir sicher, dass es keiner Konkurrenzexpedition von hier aus gelingen kann, uns zu folgen.

Im nächsten Gasthaus treibt Carla einen Fremdenführer auf, der uns von marodierenden Räuberbanden und plötzlich verschwundenen Reisenden berichtet. Der Halunke will sicher nur den Preis in die Höhe treiben und trifft auf eine harte Verhändlerin unserer Sache. Kurz vor der Einigung droht ihm Carla mit ihrer manchmal hervorbrechenden funkelnden Frechheit, die ich immer wieder so prickelnd an ihr finde, aber verteibt den Fremdenführer letztlich damit…

Wir werden morgen so früh wie möglich aufbrechen, dann halt nur auf uns gestellt…

Ich gehe rechtzeitig ins Bett. Der frühe Gebirgsausritt wird sicherlich kein Spaziergang werden…