Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Der Fluch von Taunton

Der morgendliche Spaziergang mit Henry & Indie tut mir gut. So ein Hund ist ne schöne Sache.
Nach einen guten Brunch fahren wir mit der Bahn Richtung Taunton, die Motoräder nehmen wir mit. In Taunton fahren wir auf den Rädern zunächst durch die Stadt und tanken voll. Ich schlage vor, auszuschwärmen mit dem Ziel, die Menschen hier nach besonderen Ereignissen zu befragen. Die Gemischtwarenhändlerin erzählt mir von einer verschwundenen Frau sowie geschändetes Vieh, denen Organe fehlen. Das macht mich stutzig. Anscheinend treiben hier diese Dienerwesen sich herum, dabei sollten sie doch im Haus gefangen sein durch die Symbole. Ich bin verwirrt.
Carla hat bei Kindern auch ähnliches erfahren. Wir fahren sofort zum Haus weiter und fragen unterwegs erneut nach dem Weg, es ist etwas schwierig zu finden. Der Mann, den wir nach dem Weg fragen, gibt uns den Rat, umzudrehen, da es dort spuken soll. Auch er spricht von einem Fluch.
Wir ignorieren den Mann und finden das klapprige Anwesen. Vorsichtig fahren wir näher. Es sieht wie eine alte Bretterbude aus, an denen ein Aussenseiten finden wir einige Symbole, die mit den Skripten von Marie Allen und Cecil Jones übereinstimmen.
Da ertönt ein spitzer Schrei und wir eilen hinter das Ritualhaus. Dort steht Carla, sie hat einen kleinen Kadaver gefunden. Bei kurzen Untersuchen fällt uns sofort auf, das ein kreisrundes Loch in den Nager sich befindet, es sieht wie gebohrt aus. Merkwürdig…
Auch merkwürdig ist die offene Hintertür. In einem Reflex ziehe ich meine Sturmpistole und erkunde den Raum. Ich finde nur eine Decke, Dosenfraß sowie Besteck samt Dosenöffner. Hier hat jemand sich ein Lager aufgeschlagen. Ich schaue mich weiter um. Henry dringt durch die Vordertür ein und wir treffen uns im Vorderraum. Das Haus scheint verlassen zu sein und zu verrotten. Wir lassen uns nicht täuschen und durchsuchen alles. Carla findet eine Kiste mit Pulver sowie Papieren. Ich behalte die Umgebung im Auge. Da, am Boden sehe ich Staub und Asche, die mit einiger Fantasie eine Ritualkreis darstellen. Es ist alles wahr, hier scheint ein Wesen aus den Alpträumen freigelassen worden zu sein. Gerne würde ich es einfangen in Bernstein und meinen Kollegen der Londoner Kryptozoologischen Gesellschaft vorstellen. Leider ist das nicht möglich, dafür sind diese Wesen zu gefährlich.
In dem Haus ist noch ein Keller und der Dachboden. Aus den Unterlagen wissen wir, dass die Wesen oben zu finden sind. Da wir uns für eine Konfrontation noch nicht gewappnet fühlen, gehen wir nicht nach oben. Die offende Bodenluke lädt zum Untersuchen ein – Nach kurzen Überlegen gehe ich in den Keller, meine Freunde sollen mich decken, falls ich von den Wesen angegriffen werden. Ich klettere, wieder mal als erster, die Treffen hinab, Kazeem steht oben und will auch runterklettern.
Da kommt plötzlich eine schnelle Bewegung aus dem Schatten und trifft mich genau auf meinen verletzen Arm. Sofort sehe ich Sterne und sacke in die Knie. Der Arm lässt die Lampe los und ich befinde mich im Dunkeln. Ich höre aufgeregte Schreie, die sich entfernen.
Nach einiger Zeit rappel ich mich von alleine auf, da mir niemand hilft. Mühsam und wütend ersteige ich wieder die Leiter und gehe ins Freie, wo meine Kameraden einen Obdachlosen gestellt haben, der mich geschlagen hat. Zornig ohrfeige ich den Mann und verhöre ihn, ohne Erfolg. Er stammelt was von Ungeheuern, Monstern, stechenden Gerüchen und ist von Sinnen. Meine Zorn verraucht und Mitleid erfasst mich. Er hat anscheinend gewagt, die Nacht in der Hütte zu verbringen und hat unsägliche Schrecken erlebt.
Ich bitte den Lord, diesen Mann im Sanatorium aufzunehmen, was dieser nicht sofort annehmen will. Wir bedrängen ihn, das Angebot anzunehmen, worauf er schliesslich einwillgt. Ich fahre den Mann in die Stadt. Als ich in Taunton in die Polizeiwache gehe, bemerke ich, dass der Penner mit den Eiszapper klauen will. Ich renne zu ihm, doch vor Schreck läßt er die Waffe los und türmt in die Gassen von Taunton.
Frustriert überprüfe ich meine Wertgegenstände und bin erleichtert, nichts scheint zu fehlen. Das hat man nun von der Nächstenliebe.
Ich gehe nun in die Wache und tausche mich mit den Polizisten aus. Anschliessend fahre ich zu meinen Kameraden zurück. Auch sie haben nichts weiteres herausgefunden. Daher fahren wir nach Bristol zurück.
Bei einem vorzüglichen Dinner und einer Flasche Gin steigt meine Laune wieder. Der Lord rechnet nach und meint, die Almina ist nun eingetroffen. Mit Freude fahren wir in den Hafen und machen es und auf den Segler gemütlich. Ich verarzte meinen Arm und gehe dann schlafen.