Domus
Früh am Morgen geht es mit Indi raus. Mr Winterbottom begleitet mich. Er erzählt mir von seinem Verlust am Spieltisch und ich ihm von meiner Frau Anne-Mary.
Zum Frühstück erzähle ich den Herrschaften von Allens Notizen.
Gegen halb zehn nehmen wir den Zug nach Taunton. Auf der Fahrt besprechen wir wichtige Dinge. Gegen elf Uhr erreichen wir den Ort. Während am Bahnhof die Motorräder ausgeladen werden nutze ich die Gelegenheit und gehe mit Indi noch mal um’s Eck.
Wir erreichen Chreech Heathfield – einen Vorort mit abgewirtschafteten Farmen. Bewohner < 500. Ein Einheimischer beäugt uns misstrauisch. Es gibt eine Post, eine Tankstelle, ein Milchdepot, einen Gemischtwarenladen. Zunächst suchen wir die Tankstelle auf an der ich mir Cornish Icecream für 5p kaufe.
Während ich so an meinem Eis schlecke sind Kinder auf uns aufmerksam geworden. Ms Fiona lockt einen der Buben heran und spricht mit ihm. Na soll sie mal machen. Sie erzählen von Spuk und Lug die das Vieh bei Vollmond reissen. Die Gemischtwarenhändlerin ist nun ebenfalls auf uns aufmerksam geworden und gesellt sich zu uns. Sie erzählt das seit zwei Tagen eine Ms Phirter vermisst wird, die Parcelle No 7 seit 40 Jahren leer steht, die ehemaligen Besitzer waren Farmer.
Nur eine Hecke links und rechts begrenzen das Grundstück zu den Nachbargrundstücken. In der Mitte ein einfaches Holzhaus etwa 8 x 8 m Grundfläche. Gelände und Gebäude sind ungepflegt.
Beim ersten inspizieren des Hauses fallen zunächst die vielen Schnitzereien auf der Fassade auf.
CdF ruf uns hinter das Haus. Die Hintertür steht offen! Dem Bewuchs nach zu urteilen schon seit vielen Jahren. Zwei Zeichen auf der Schwelle.
Ein toter Dachs liegt im nahen Gebüsch. Ihm wurde ein inneres Organ sauber heraus genagt.
Ms Fiona und ich gehen zur Vordertür während die anderen durch die Hintertür gehen. Mit dem Schlüssel aus dem Kästchen schliesse ich vorsichtig die Vordertür auf. Indi schlägt nicht an.
Links steht ein verschimmeltes Sofa. Mein erster Gedanke: Die Pilzkulturen darauf, das wäre doch etwas für Ms Humboldt!
Rechts eine Feuerstelle.
Die Stirnwand hat einen Durchgang zum hinteren Raum. An ihr stehen zwei Regale. Ms Fiona findet auf den Regalen eine Zigarrenkiste und einen Stoss Pergamente (die hinter das Regal gerutscht sind).
In der Zigarrenkiste befindet sich ein braunes Pulver und eine Schachtel in der sich ein silbernes, klumpiges (Von der Konsistenz dem Mürbeteig meiner Mutter ähnliches) Pulver befindet.
Die Unterlagen bestehen u.a. aus sechs Abschriften; ein Satz sticht heraus:
TIBI MAGNUM INNOMINANDUM SIGNA STELLARUM NIGRARUM ET BUFONI FORMIS SADOAUAE SIGILLUM
Anschliessend wollen wir den Keller genauer untersuchen. Ich stehe am Rand der Kellerluke und schaue hinab. Mr Winterbottom geht als erster. Noch bevor er den Kellerboden erreicht flucht er plötzlich, ein dumpfer Schlag ist zu hören.
Aus der Luke springt plötzlich eine Gestalt. Mit dem Sling schlage ich nach ihr; Daneben! Dann weise ich Indi an der Gestalt zu folgen und hechte hinterher. Noch im Vorgarten ist ein verängstigter Tramp gestellt.
Mr Winterbottom trifft ein und ohrfeigt den Mann: „So machen wir das hier in England“ Puh. Mr Winterbottom sollte mal nach Schottland kommen.
Ich spreche den Tramp an: Wie heißt Du? – Jack. Er erzählt wirres Zeug, Flucht, diese Geräusche, Panik in der Nacht, nur seine Decke und Bilder wolle er noch holen. Ich gehe zurück zum Haus und hole seine Sachen. Jack wirft Indi einen Knochen zu und zeigt verängstigt auf das Dach des Farmhauses.
Wir bieten Jack Hilfe an. Mr Winterbottom verfrachten Jack in den Beiwagen seiner Harley und bringt ihn zur Polizei. Bei Einbruch der Dämmerung kehrt Mr Winterbottom zurück. Jack wollte die Hilfe wohl nicht annehmen und ging seinen eigenen Weg.
Der Maure untersucht noch schnell den Keller des Hauses. Derweil vergräbt Indi seinen Knochen auf dem Grundstück – Divide et Impera. Dann rät uns die innere Stimme: „Ich mache Euch den Abschied jetzt leicht, ihr könnt später zurückkehren.“
Zurück in Bristol dinieren wir zunächst im Hotel aber übernachten werden wir an Bord der Almina, die inzwischen im Hafen von Bristol vor Anker liegt. Zur blauen Stunde gehe ich mit Indi noch mal die Kaianlagen inspizieren.












