Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Im Labyrinth von Exeter

Nachdem die Tür sich geschlossen hatte, bellt Indi kurz und bringt unsere Nervosität zum Ausdruck. Ich biete Henry auch einen guten Tropfen des Capitains an, den er dankend annimmt. Ich stelle meine beiden Taschen ab und schlage ein Spiel vor namens Mah-Jongg. Er kennt das Spiel, was mich verblüfft. Schliesslich ist das Spiel hier in Britania nicht so bekannt, ich hab es auf meinen Missionen im fernen Osten kennen und lieben gelernt. Der gute Henry scheint weit gereist zu sein. Wir machen aus: Der Verlierer muss eine interessante Geschichte aus seinem Leben erzählen. Während des ersten Spiels merke ich zu spät, dass er mir eine Falle gestellt hat. Ich erzähle ihm von den Pyramiden von Kalkamal. Er lauscht gebannt und stellt gezielte Nachfragen.

Da unsere Freunde noch nicht wiedergekommen sind, spielen wir eine zweite Partie. Ich strenge mich an, wende die Taktiken meines Grossmeister Nanak Dev Singh an, leider erkennt er die Falle und kann sein Bild vollenden. Wieder gebe ich ein Erlebnis zum Besten, diesmal etwas von der Titanic samt der Bombe. Er ist amüsiert, stellt mir aber hinterher wiederrum Fragen zur Südamerika Expedition. Hat er da wieder einen Hinweis? Wir fragen uns nun wo unsere Freunde bleiben. Ich schenke erneut nach und so langsam bin ich beschwippst. Das wir in einen unbekannten, vielleicht feindlichen Gangsystem befinden, hatte ich schon komplett vergessen.

Vielleicht kann ich ihn ja beim einem dritten Spiel Details seiner Erlebnisse darüber entlocken. Ich spiele diesmal wild, ohne Plan und Struktur, was den Henry sehr zusetzt und da: Ich muss passen und verliert die Partie. Freudig lehne ich mich zurück und erwarte eine Geschichte, als wir das Scharren von Füssen vor der Geheimtür hören. Henry winkt mir zu und deutet auf eine dunkle Ecke und kichert. Ich verstehe, lösche die Lampen und verstecke mich mit ihm.

Die Tür schwingt auf und ein vorsichtiger Ruf ertönt „Mycroft?“ Der Lord und Mary – Ann stecken die Köpfe durch die Tür, können uns aber nicht sehen. Sie werden unsicher, wir können unser Lachen kaum verkneifen. Mary-Ann ruft „Henry?“ 

Wieder lassen wir uns nichts anmerken. Der Affe huscht in die Gänge, interessiert sich aber nicht für uns. Da aber ruft der Lord „Indi“, worauf der kleine Spielverderber freudig bellend auf die Gruppe zuläuft und uns verrät. Lachend treffen wir uns wieder. Inzwischen habe ich auch wieder Hunger und wir verspeisen das riesige Picknick, was vorzüglich schmeckt.