Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Quest XIV

Gedächtnisprotokoll (unvollständig, fehlerbehaftet, wird laufend ergänzt)

9. Januar 1922 Was für ein Ort

Starke Winde und damit einhergehende Schneeverwehungen lassen zunächst keine neue Erkundung der Stadt zu, daher verbleiben die Investigatoren im Basislager und schmieden heiße Pläne am Ofen. Zu diesem Zeitpunkt schläft Mrs de Fleur noch tief und fest, man vereinbart sie nicht zu wecken, damit sie sich weiter vom Vortag erholen kann.

Ld Carnarvon hat vergangene Nacht das Buch der Seeleute gelesen und fasst es für die anderen Expeditionsteilnehmer kurz zusammen. In diesem Zusammenhang wird den Investigatoren auch noch einmal klar, das die abschliessenden Kapitel dieses Romans wohl die Dokumentenmappe bilden, die sich nun in den Händen der Vril-Damen, bzw. von Cassilda befindet. 

Die Investigatoren nehmen sich zudem erneut das Tagebuch von Alexander Stevens zu Brust. Dabei stossen sie auf die eine oder andere Information. Auch Mary-Ann ist mit ihren Nachforschungen dabei.

Gegen elf Uhr erwacht Mrs de Fleur, berichtet von ihrer Vision: „Als Amaruq begegnete ich einer vertrauten Glyphe (diesmal in rot), ich habe mich anschliessend in einen Wolf verwandelt, dabei erfolgreich ein Ren auf der Jagd gestellt, und bin schliesslich mit dem Saboteur Jack beim Angeln in die Tiefe gestürzt.“ 

Die erhoffte Antwort von den Pentapoden ist ausgeblieben.  

Gegen Mittag verbessert sich die Wetterlage deutlich; das Fenster wird von den Investigatoren genutzt, um den Dreieckigen Schacht und seine drei umgebenden Türme anzufliegen und zu untersuchen. Shackleton, Lloyds, Priestley und Fossing bleiben im Basislager zurück. 

Col Winterbottom startet die Martynside (von Lloyds), die Maschine fühlt sich etwas anders an, aber es ist o.k. Instrumentenanzeige, Check, Start. Über dem Zielgebiet fliegt er eine Schleife um den geeigneten Landeplatz zu finden. Dabei erhaschen alle einen guten Überblick.

Col Winterbottom wählt eine Piste auf der westliche Seite, Shackleton nennt sie „Alte Straße“. Es rumpelt kurz und die Maschine rollt nach Norden aus um nahe des Intakten Leuchtturm zum stehen zu kommen: „So wie geplant!“

Eisiger Wind fegt beim Ausstieg im Gesicht. Als erstes begeben sich die Investigatoren zum Dreieckigen Schacht. Dieser ist von einem Gesims umgeben, das eine zweireihige Balustrade trägt. Durch die Öffnungen könnte einst Wasser in den Schlund hinabgeflossen sein. In der Schachtwand lassen sich zahlreiche 5-eckige Öffnungen erkennen. Die Kantenlänge beträgt etwa einen Kilometer, der Grund bleibt im Verborgenen. Weitere Erkenntnisse gibt es hier zunächst nicht.

Die Investigatoren machen sich auf zum nahe gelegenen intakten Leuchtturm, Shackleton schreibt in sein Tagebuch: „die Konstitution nagt, diese andauernde Kälte“ Vor dem Bauwerk wird diskutiert und schliesslich der sperrende Türflügel nicht gesprengt, obwohl Col Winterbottom die Stange bereits in der Hand und Lord Carnarvon angeboten hat: „Na, wollt ihr mal?“

Stattdessen wird der südlich gelegene Turm angeflogen, der „Hohle Zahn, um von ihm Rückschlüsse auf das bisher intakte Bauwerk zu schliessen. Es ist ein kurzer Flug von 1,4 km, die Maschine hebt dabei nicht viel mehr als fünf Meter über dem Boden ab. Im Vorbeiflug, als einziger nach links blickend, erkennt Lord Carnarvon nahe eines westlich gelegenes runden Bauwerks kleinteilige Spuren…und berichtet von seiner Beobachtung!

Nach der Landung wird aber erst die o.g. Turmruine inspiziert. Dessen zweischaliger Aufbau folgt der des Umgestürzten Turmes am Großen Platz. Aussenschale – Innenschale. An der Innenwand befindet sich eine wiederholende Glyphenfolge.

(Abb Glyphen fehlt)

Im Inneren Ring befinden sich unter dem Schutt Fragmente des Vielecks aus Glas, das einst auf der Spitze des Bauwerks thronte. Die erhaltenen Stücke sind zu groß um abtransportiert zu werden oder Proben zu entnehmen. Es handelt sich um ein milchiges Glas das scharfe Bruchkanten aufweist, einst vermutlich ein platonischer Körper.

Ein „Te-ke-le-li“ ist zu hören.

Auf ihren Skiern erreichen die Investigatoren das rund 500 Meter entfernte Gebäude in das die kleinteiligen Spuren führen. Es sind, grob geschätzt, wohl Abdrücke von rund 50 Vögeln und bis zu fünf Pentapoden. Sie führen in Kreisen um die Stützen des äußeren Ringes, sind auf dem Innenhof zu finden und münden schliesslich in das zentrale Bauwerk. 

(Abb Gebäude fehlt)

Die Taschenlampe von Mr Winerbottom offenbart einen Einblick in das Innere. Da ist zunächst eine Rampe nach unten und da steht ein sechs Fuss großes Wesen in zehn Meter Entfernung!  Die Investigatoren, noch am Zugang stehend, halten inne und sind mucksmäuschenstill. Der Schein der Lampe scheint keine Reaktion bei dem Wesen auszulösen. Die Wesen ist wohl blind und verlässt sich vermutlich auf sein Gehör.

Zwei weitere der weißen Pinguine steigen die Rampe empor. Zuerst sind ihre Köpfe zu sehen, dann watscheln sie so dahin, in Richtung der Investigatoren. Stoppen. Scheinen zu lauschen. Watscheln. Scheinend erneut zu lauschen.

Durch Handzeichen vereinbaren die Investigatoren den geordneten Rückzug. Nur Mrs di Fiona schleicht schlecht, der Jagdinstinkt der grotesken Pinguine ist geweckt und so kommt es wie es kommen musste; Die folgende Szene, inklusive aller Investigatoren nach Deckung suchend, einer Schiesserei, einem besonderen Umstand verdankend endet sie mit zwei toten Pinguinen (Gewehr und Messerwurf direkt ins Herz) und einer verletzten Mrs de Fleur. Die notdürftige Behandlung an ihrem rechten Arm unternimmt Mrs von Humboldt. 

Ein „Te-ke-le-li“ ist zu hören.

10. Januar 1922 „Überraschung“

An diesem Tag teilt sich die Gruppe wie folgt auf: 

Im Basislager verbleiben Mrs de Fleur, Mrs di Fiona, Priestley und Fossing. Beide Damen führen ein Kräfte spendendes Ritual durch und setzen dabei das goldene und silberne Granulat ein. Priestley und Fossing staunen. 

Derweil, Abstieg Rampe Nõ 1 durch Lord Carnarvon, Col Winterbottom, Mrs von Humboldt, Shakley, Lloyds, Priestley, alle sorgsam angeseilt. Nach fünf Windungen muss eine Hürde aus Schutt beseitigt werden, eine Stunde später ist die Barriere geräumt und wird überklettert. Mrs von Humboldt ist genervt. 

Der Temperaturanstieg ist nun deutlich zu spüren. Zwanzig Windungen später, eine Pause bei 5° C. Shakleys Einwand besser ausgerüstet und ausgeruht hierhin zurückzukommen wird angenommen. Der kräftezehrende Aufstieg beginnt und die Expedition kehrt erschöpft aber wohlbehalten an die Oberfläche zurück.

Zur Abendstunde äußert Lord Carnarvon die Theorie, daß die Stadt selbst eine Botschaft sein könnte, vorausgesetzt ihre Bauwerke und Anordnung von oben betrachtet lassen sich auf die Glyphen übertragen.

Auch der neue Verbrauch an Proviant und Energie wird protokolliert; es bleiben noch 15 Tage und 605 Flugkilometer um die Stadt zu erkunden. Shackleton notiert in seinem Tagebuch: „Es ist eine ganz neue Welt für mich, werden wir hier das Schicksal von Col Winterbottom und Ernest Wild auflösen?“

In der Nacht wandelt Mrs von Humboldt in den Traumlanden:

Zunächst entnimmt Mrs von Humboldt auf ihrer Reise der Truhe ihre persönliche Traumland-Ausrüstung und ein wenig Gold. Ihr erstes Ziel ist Ulthar. Auf dem zentralen Platz fallen ihr die üblichen Stände, einiger Personenverkehr, die Katzen auf, aber nichts was ihr Interesse weckt. 

In der kreisrunden Bibliothek zu Utlhar wird Mrs v. Humboldt von der Bibliotheksfachkraft  begrüsst. Mit ihren wenigen Sprachkenntnissen in Bukatau (03%), Händen und Füssen kann sie aber ihre Wünsche vorbringen: 

Lexikon/Übersetzungstafel Schrift Pentapoden – Die Antwort der Bibliotheksfachkraft: „in dieser Bibliothek existiert keine Aufzeichnung darüber, da die Pentagonen kein en Zugang zu den Trauernden haben. Es existiert aber ein Buch, das eine Übersetzung enthält. Das Buch gilt als verboten.“

Graffiti – Im Bestand: bu.th.Diese Ausdrucksform ist verbunden mit einer Form von Auflehnung, Anti-Haltung, Spott oder Hohn gegen die Obrigkeit, herrschende Systeme oder Regeln. In der Regel sind es stilisierte Abbildungen oder eine abgeleitete Schrift. Dies war nicht nur im alten Rom bereits so, sondern scheint auch für die Traumlande zu gelten.

Wasserwesen – Im Bestand: nas.wes. „Im diesem Werk geht es um die Bewohner der Meere der Traumlande, von guten und von bösen Geheuern. Aber nicht um weisse Pinguine von der Erde.“ Anm: Dieser Foliant beinhaltet eine Thematik, die nicht ganz den Vorstellungen von Mrs von Humboldt entspricht.

Mrs v. Humboldt legt nach – fragt die Bibliotheksfachkraft nach Pilzen: „Diese waren schon immer meine große Leidenschaft.“ „Ja, dazu müssten Sie nach Canas reisen um sich bei Esme zu erkundigen, eine Bedeutende auf dem Gebiet der Mykelogie.“

Ihre zweite Traumlandtageshälfte nutzt Mrs von Humboldt um Canas zu besuchen. Da sie keine zur See Kundige ist, bietet ihr die Bibliotheksfachkraft ihren Kontakt an, ein verwandten Fischer könnt sie dorthin bringen.  Am Ufer des Flusses Skai geht sie an Bord und gegen zwei Gold ist er bereit Mrs von Humboldt überzusetzen. 

Zur See erblickt Mrs von Humboldt die Basaltsäulen des Westens und fühlt sich dabei an den Pass durch das Winterbottom-Gebirge erinnert. Auch erzählt ihr der Fischer von zwei verknüpften Hochebenen, Leng und das Plateau der Stadt.

Im Hafen von Canas angekommen orientiert sie sich neu, folgt einer Empfehlung und steht schliesslich vor Esmes Laden. Im Schaufenster schläft ein Leguan in einem Weidenkorb. Bei Eintritt ertönt eine zarte Türglocke (Te.ke.li.li.). Esme kommt hinter dem Tisch hervor und begrüßt die Besucherin: „Ausserweltlerin, Hm?“ Der von Mrs von Humboldt gesuchte Pilz kann im verwunschen Wald gefunden werden. Esme könnte dann den Pilz mit einem Zauber belegen, sodass er in die reale Welt transportiert werden kann.

11. Januar 1922 „Immer an der Wand lang“

Nach letzten Vorbereitungen beginnt der Abstieg, Rampe Versuch Nõ Zwo. Neben den Investigatoren nimmt noch Shackleton an der Erkundung teil.  Lloyds, Priestley und Fossing bleiben im Basislager.

Die bereits bekannte Blockade wird koordiniert überklettert.

Nach 40 Windungen ist die Sohle erreicht, die Investigatoren erschöpft. Von hier aus geben „Tore in der Felswand“ den Blick auf eine dahinterliegende riesige Kaverne frei, die mit Wasser gefüllt ist. In der Oberfläche spiegeln sich riesige Stalaktiten, nein eigentlich nicht. Nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, sind es wohl eher die Fundamente der Gebäude der Oberstadt, welche hier die Felsdecke durchstossen haben. Es ist der verstörende Blick in eine umgekehrte Welt. Shackleton notiert in seinem Tagebuch: „Der Hintergrund Schwarz, weisse Stalaktiten schweben über dem Wasser, Die Oberstadt scheint hier ihr Ende in einem sonnenlosen Ozean zu finden.

Der Blick um die Ecke offenbart ein im zwei Sekunden Takt pulsierendes Licht. Es schwebt über der Wasseroberfläche so hoch, daß es sich wohl auf einem Bauwerk befindet oder auch an einem hängen könnte. Es befindet sich weit entfernt. 

Mrs von Humboldt entnimmt eine Wasserprobe und führt einen schnelle Analyse durch. Salzgehalt, Ablagerungen und Mineralgehalt stimmen. Keine besorgniserregenden Erkenntnisse und jeder nimmt ein Schluck aus dem See des Hali.

Es folgt eine kurze Diskussion; „So würde der Bau eines Bootes zu lange dauern.“, oder Zitat Mrs di Fiona: „Also, wie sieht’s aus? Wie die Motten, immer dem Licht nach?“ So brechen die Investigatoren auf, nach Rechts, immer an der Felswand lang um zu Fuss die 10 bis 12 km entfernte Lichtquelle zu erreichen. Shackleton notiert: „Temperatur bei angenehmen +12 bis 15° Celsius, Barometer stehend. Der schmale Uferstreifen (drei bis fünf Meter) besteht aus einer durchmischten Ansammlung von Fossilien, Knochen und Korallen, ähnlich der Fossilienhöhle.“

(1) Nach etwa vier Kilometern befindet sich rechterhand ein Eingang mit Rampe, dahinter ein 20 Meter langer Gang der in einen sechseckiger Verteilerraum mündet. Linker Gang Geraschel, dritter Gang gruselige Reflexion in rund 15 Metern Entfernung. Es erfolgt ein leiser Rückzug.

(2) Nach weiteren drei Kilometern entdecken die Investigatoren einen Hohlschnitt in der Felswand in Form einer Viertelkugel, vermutlich ein Ritualplatz. Der Ort lädt Mrs di Fiona zu einem Gesang und sie positioniert sich dazu auf der bodenständigen Markierung. Ihre Stimme hallt in der Weite der Kaverne mehrfach wieder; Echo; das pulsierende Licht wird stetig. Es plätschert im Wasser des Ozeans und kleine Wellen schlagen an den Strand.

(3) Weitere vier Kilometer über den Fossilienstrand laufend erreichen die Investigatoren ihr Ziel. Aber die Brücke, welche das Ufer mit der langgestreckten Insel verband auf der das Bauwerk mit dem Licht steht, ist eingestürzt. Links und rechts befindet sich je ein hoher Pylon. Die erste Idee: „Eine fachmännische Sprengung stürzt diesen um und ermöglicht so eine Querung. Nachteil: Sehr laut, auch wenn schon Mrs di Fionas Stimme uns ein so gutes Echo erzeugt hat.“

Die Investigatoren stellen diesen Plan zurück und untersuchen nach einer kurzen Pause stattdessen den Ursprung der blauen Lichtquelle aus dem fünfeckigen Portal, dahinter befindet sich ein 15 Meter langer Tunnel. Der Tunnel endet in der Blaue Grotte. Diese ist recht tief (50 Meter) und nicht allzu breit. Links und recht säumen leere Kanäle den Pfad zum hinteren Ende und weiteren Durchgang. Es sind keinerlei Schriftzeichen oder Wandreliefs vorhanden. Mrs von Humboldt äussert ihre Theorie: „Daß die Beleuchtung vermutlich eine biologische Lumineszenz (Bakterien?), ähnlich Glühwürmchen ist.“

(Abb fehlt)

Die Graue Grotte (rund 150 x 80 Meter) wird von einem höher gelegenes Becken von etwa 20 x 15 Metern dominiert. In ihm befindet sich eine quecksilberartige Flüssigkeit, von der eine starke Präsenz ausgeht: „Als ob es sich dabei um ein Lebewesen handeln könnte“. Die Flüssigkeit bildet immer wieder Pseudopodien aus, die anschliessend in sich zusammenfallen oder über den Beckenrand laufen. Von einer Berührung wird zunächst Abstand genommen.

Weiterhin fünf Stelen, auf deren Oberflächen Glyphen (nicht die aus der Stadt!) mehrfach wechseln. Die Stelen haben verschiedene Maße, entsprechen aber geläufigen harmonischen Proportionen: a / b = ( a + b ) / a

Die Wände sind hier mit einer Lumineszenz bedeckt, welche alle Farbe des Lichtspektrums nimmt. Für das Auge ist alles nur in Grautönen sichtbar, als ob man eine dreidimensionale Schwarz-Weiss-Fotografie durchläuft. Auch hier ist dies vermutlich auf Bakterien oder biologische Prozesse zurückzuführen. Es gibt zwei Aus- bzw. Zugänge. 

Als Mrs von Humboldt eine Probe entnimmt merkt sie wie sich die Flüssigkeit dagegen zu wehren scheint.

Die Expedition kehrt zurück an das Ufer des Sonnenlosen Ozean und nächtigt am Zugang zur blauen Grotte.

(…)