Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Quest sails

14 Octobre 1921 Friday Portsmouth Hotel Esplanade  5:30am

Ich schlafe selig, bis ich vom Concierge geweckt werde. Noch ein wenig benommen nehme ich ein leichtes Breakfast ein und lasse mich mit dem Taxi zur Naval Base kutschieren.

South Railway Jetty 6:37am

Der Pier ist voll von Schaulustigen – ich entdecke Sir Chrichton unter ihnen – und Reportern. Zum Farewell spielt die Naval Base Band „Southampton Dock“ und wird von den 123 Huskys fast überbellt

South Railway Jetty  Quest 7am  Day1

Captain Sanjuro lässt die Schiffsmaschinen hochlaufen, der Stahlkörper nimmt langsam Fahrt auf.
Die Schiffssirenen dröhnen stolz. Wir haben abgelegt…

Ich schaue in die Gesichter der Seemänner: Tatkräftig, voller Erwartung, schicksalsergeben (ungewiss ist JEDE Wiederkehr!) und bin zufrieden. So wie es sein soll, wenn Briten in See stechen!

Unter einem leicht bewölkten Himmel läuft die Quest aus. Ein gleichmäßiger Wind weht, die Wellenhöhe beträgt 1m. Nach der 3-Meilen-Grenze stellt sich seemännische Entspannung ein: Endlich wieder Meer. Eine Ginflasche aus meinem Bestand macht die Runde…

Für uns Expeditionsteilnehmer gibt es nun viel zu tun: Üben, die Polarkleidung schnell anzulegen, Zelte auf- und abbauen… Die größte Herausforderung sind jedoch die Schlittenhunde: Sich mit ihnen anfreunden, zehn Huskys als Team zusammenstellen, an den Schlitten spannen, Befehle einschleifen…

Ich begebe mich einfach unter die aufgeregte Hundeschar an Deck und strecke meine Fühler aus, wer von den Hunden sich für mich mehr interessiert, als nur aufgeregt an mir zu schnüffeln. Ein am Körper fast schwarzer Rüde mit weissem Kopf und grau gefärbten Läufen bleibt in meiner Nähe. Wir nehmen Kontakt auf. Ich taufe ihn Bowie, nach dem amerikanischen Kampfmesser. Ein paar Leckerlis aus meiner Tasche besiegeln die neue Freundschaft…

Ich suche mit Bowie meine Cabin auf und richte mich häuslich ein, ordne mich in dieser neuen kleinen Welt. Wie im Bauch eines Wales fühle ich mich. Ich spüre das Meer unter mir nicht. Ich beginne schon jetzt das Gespräch mit Wind und Strömung zu vermissen, die mir immer zuverlässig gesagt haben, was ich zu tun habe. Ein 100m langes Eisenschiff ist nunmal keine leidenschaftliche Yacht, seufze ich innerlich. Bowie leckt mir die Hand…

Mir geht durch den Kopf, dass jedes Mannschaftsmitglied ein Erkennungskürzel in Morsecode haben sollte, so dass wir uns in der Antarktis auch akustisch erkennen können. Der Captain hält meinen Vorschlag für reasonable. Mein Zeichen LC lautet: .-..-.-., doch wir vereinfachen es auf … ..

Dann fällt mir siedendheiß ein, dass das Cockpit der F13a beheizbar sein sollte und spreche bei Auguste Piccard vor. Auch Mare lässt sich anstecken und ist nicht zu stoppen. Mit Mr. Piccard verfällt sie in ein hitziges Gespräch über die technischen Möglichkeiten der Realisierung. Mit einem kurzen, stummen Nicken ziehe ich mich zum Five o’clock Tea zurück…