* Tamino verletzt nach Ungehorsam
Bereits am Morgen drängelt Tamino zu seiner Runde. Leise stehe ich auf, ohne Amanda zu wecken & gehe am Fluß eine kleine Runde. Nach einem längeren Frühstück mache ich wie gewohnt mein Hundetraining. Doch leider endet eine Apportierübung damit, daß ich allein im Wald stehe. Tamino ist & bleibt weg.
Die Hundepfeife scheint auch nichts zu bewirken, keine Reaktion. Das macht mir nun Sorgen. Beginne nun zu suchen & höre im Unterholz ein Wiepsen. Beeile mich, zum ihm zu kommen. Unter abgebrochen Büschen liegt mit treuer Freund, die Flanke ist blutig aufgerissen, er schaut mich traurig & beschämt an. Ich tröste ihn, verarzte ihn mit zitternden Händen. Der Wunde nach muß es ein Wildschwein gewesen. Doch ich konzentriere mich auf meinen Hund & trage ihn nach Curdridge Hill.
Amanda ist auch sehr geschockt & ruft den benachbarten Tierarzt. Nach wenigen Minuten ist er bei uns & versorgt Tamino professionell. Er wird durchkommen, braucht jedoch einige Wochen Ruhe. Zudem bekommt er nun ein Beruhigungsmittel & eine Tetanusimpfung. Es isst ohnehin Zeit, Tamino kommt nun zurück nach Marigny, er soll sich dort an seinem Zuhause ausruhen, solange ich am Südpol bin.
Nachdem ich mich von Amanda verabschiedet habe, fahre nach Portsmouth. Als ich eintreffe, sehe ich einen Lastwagen, der unsere bestellte Polarausrüstung liefert. Nachdem ich Tamino zu Bett gebracht habe, probiere ich alles an, es sitzt perfekt. Die Kälte kann kommen. Anschließend verstaue ich alles sorgfältig in meiner Kabine.
An Bord herrscht rege Aktivität, wir üben uns in Schußwaffen. Lord Carnarvan schießt heute hervorragend, alle Übungen absolviert er mit Bravour. Ich gratuliere ihm, das jahrelange Leben unter Todesgefahr trägt endlich Früchte.
Dazu hat er inzwischen herausgefunden, wer die gefälschte Frachtliste angelegt hat. Doch erneut leider zu spät, der Mann hat sich samt Familie abgesetzt. Wohnung und Arbeitsplatz sind geräumt. Der Lord beauftragt Scotland Yard mit der weiteren Verfolgung.
Im Vorbeigehen sehen wir ein Gemälde bei Ernst Wild hängen.
„Die große weiße Stille“ ich sehe nur eine weiße Leinwand.
Am Abend besprechen wir uns über aktuelle Entwicklungen, doch in den entscheidenen Punkten gibt es kein Fortschritt. Ich gehe zu Tamino & bleiben die Nacht bei ihm auf der Quest.
„Morgen werden wir nach Marigny fliegen. Nach Hause!“ flüstere ich ihm zu.









