Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Telegramm an Mary Ann

Betreff : Lepra Erforschung

Sehr geehrte Miss von Humboldt, anbei weiteres Recherchematerial für ihr Forschungsvorhaben

Gerhard Henrik Armauer Hansen (* 29. Juli 1841 in Bergen, Norwegen; † 12. Februar 1912 in Florø) war ein norwegischer Arzt und Zoologe in Bergen, der 1873 den Erreger der Lepra, das Mycobakterium leprae, in ungefärbten Präparaten identifizierte. Hansen wurde als achtes von 15 Kindern in Bergen als Sohn von Elizabeth Concordia Schram und Claus Hansen geboren. Er besuchte das Gymnasium und eine Medizinschule und ging danach zur Universität von Oslo. 1866 machte er seinen Abschluss mit Auszeichnung. 1868 kehrte er in seinen Geburtsort zurück, wo er in einem Institut für Lepraforschung bei Prof. Daniel Cornelius Danielssen (1815–1894) arbeitete. 1871 erhält er ein Stipendium für einen Auslandsaufenthalt und geht nach Bonn und Wien, um die neu entwickelten histologischen Färbetechniken zu studieren.

Ein erster großer Fortschritt im Kampf gegen die Lepra war die Entdeckung des Krankheitserregers, des Bakteriums Mycobakterium leprae durch den norwegischen Arzt Gerhard Henrik Armauer Hansen, im Jahr 1873.

Am 28. Februar 1873 beschrieb Hansen detailliert seine Beobachtungen über das Mycobacterium leprae,[1] was der erste Nachweis von Bakterien als Ursache einer menschlichen Krankheit darstellt. Während seine Publikation kaum beachtet wird, findet ein Veröffentlichung des deutschen Bakteriologen Albert Neisser 1880 große Aufmerksamkeit und der Name „Neisser-Bazillus“ wird in der Öffentlichkeit allgemein bekannt. Die Arbeit beruht auf Gewebeproben, die er von einem Forschungsaufenthalt bei Danielssen und Hansen in Bergen mitbringt, und an denen erstmals eine Färbung der Bakterien gelingt. Erst 1897 wird Hansen auf einem internationalen Kongress in Berlin allgemein als Erstbeschreiber anerkannt

Der deutsche Dermatologe Eduard Arning begann am 28. September 1884 ein vierjähriges Menschenexperiment an dem damals 48-jährigen gesunden Polynesier Keanu, das den Nachweis der Übertragbarkeit der Lepra erbrachte.

 

Schon die Nubier verwendeten ein Bier mit antibakteriellen Wirkstoffen. Die alten Ägypter versorgten Entzündungen mit aus Getreide gebrauten Heiltränken. In der Antike und im Mittelalter legten Chirurgen schimmelige Lappen auf Wunden, um Infektionen vorzubeugen. Die Wirkstoffe wurden jedoch nicht als solche erkannt.

1870 hatte John Scott Burdon-Sanderson einen Zusammenhang zwischen Schimmelpilzen und Bakterienwachstum erkannt.

1884 behandelte Joseph Lister den Abzess einer Krankenschwester mit einem Penicillium-Schimmelpilz (genauer: Penicillium glaucum), veröffentlichte die Ergebnisse jedoch nicht.

1896 führte Ernest Duchesne einen erfolgreichen Versuch mit Meerschweinchen durch. Alle diese Erkenntnisse blieben jedoch ohne Resonanz in der wissenschaftlichen Welt und wurden völlig verkannt. Welche Schimmelpilze Burdon-Sanderson und Duchesne verwendeten, ist leider unbekannt.

Ich werde versuchen weiteres zu erarbeiten und sondieren.

Best wishes to you all  F.Redfeather

 

P.S.

Schimmelpilz Chrysogenum ist eine weitere Art aus der Gattung der Pinselschimmel (Penicillium). Sie ist ein weltweit verbreiteter Saprobiont, der überwiegend in toter, sich zersetzender, organischer Substanz lebt und einen erheblichen Anteil am Stoffkreislauf in Ökosystemen der Erde hat. Penicillium Chrysogenum wächst verbreitet auf verdorbenen Nahrungsmitteln.