Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Etruscan Excavation

May 5 1921 Thursday Campiglia Italy

This day bekommen wir den Ausgrabungsort der Fundstücke der etruskischen Artefakt-Ausstellung gezeigt. Wir sind nahe des Küstendorfes Populonia, am Rande eines gerodeten Stück Waldes von 20 x 200 Ausmaß. Hier wurden Grundmauern freigelegt und im Geröll Artefakte entdeckt, so wie auch das hübsche etruskische Pferd, das Grabungsleiter Addagio in seiner Hosentasche mit sich führt…

Mein geübtes Auge erkennt den Erfolg einer ersten Grabungssaison. Eine Infrastruktur wurde gefunden, die wegen der zahlenmäßig hohen Silber- und Zinnblockfunden wahrscheinlich einen Umschlagplatz für den Metallhandel darstellte.

Henry & Mycroft wollen gleich selbst mit dem Graben beginnen. Adaggio lächelt und weist ihnen eine sandige Stelle an einem Mauerrand zu…

Ich zücke mein Pendel und lasse es neugierig schwingen. Doch irgendetwas stimmt nicht, es schwingt wie in Zeitlupe, als ob es auf Hindernisse stößt. Ich entledige mich meines Älteren Zeichens, dem Ring des Mönches und meiner Traummünze. Doch damit habe ich Schwierigkeiten: Ich möchte sie nicht aus meiner Hand geben! So suche ich mir einen kräftigen Stock, spalte ihn an einem Ende und verklemme die Münze in dem Spalt. Den Stock gebe ich Cook, mit dem Befehl darauf aufzupassen.

Ich merke wie mein Pendel jetzt befreit schwingt, doch es resoniert nicht mit diesem Ort. Das Pendel zieht es zugkräftig in Richtung des Waldstückes, in dem wir gestern das hiesige Höhlensystem fanden. Dies überstrahlt alles. Ich müsste Madame Empousa vielleicht noch einmal darüber befragen…

Adaggio zeigt uns Zeichnungen eines weiteren Artefakts: Ein Stein mit Aufbauten, ungefähr handtellergroß…

Mycroft findet eine Zinkscheibe, Henry einen Silberbarren. Adaggio erklärt uns, dies seien die üblichen Handelseinheiten, in denen die Metalle transportiert und verkauft wurden. Ich gratuliere den Spontangräbern zu ihrem die Theorie untermauernden Fund.

Ich muss lächeln, denn Howard Carter spricht in mir: „Haltet diese Grabräuber auf! Sie zerstören alles!“ Und erinnere mich an die schöne Anekdote, in der Howard französische Touristen von Pyramiden geschlagen hat…

Der stetig gierige Blick in ihren Augen erinnert mich an damals in Ägypten, als  die Artefaktfaker mich über den Tisch ziehen wollten mit Erkenntnissen, die sie nicht hatten.So viel hatten sie zu sagen, zu wenig zu bieten.Mein Geist schweift ab…

3pm Casa della Gherardesca
Ugolino zeigt uns Fotografien von weiteren Artefakten:

3 einzelne vergoldete Tafeln als Triptychon

Qualitativ hochwertige Photografie des Artefakts in Form einer Schafsleber, die uns Adaggio schon am Ausgrabungsort als Zeichnung gezeigt hatte.

Es ist leider kein Siegel…

4:15pm Caffé a la Casa della Gherardesca

5pm Franco fährt uns zur Fiera. Mycroft und Henry wollen lieber mit den Hunden laufen. Sie sind schon da, als wir mit dem Bus eintreffen. Sofort geht es zu Madame Empousa. Carla betritt als erste das Zelt und bringt wieder mit hinaus: Der Dungeon muss zu Ende erforscht werden, um das Siegel zu finden. Es wird gebraucht für ein Ritual, das von Hingabe, nicht von Technik geleitet wird. Das sollte bis zum nächsten Vollmond in zwei Wochen geschehen sein. Madame Empousa wird uns den Weg in die Höhle offenhalten. Dann will sie Mare und Mary-Ann sehen…

In der Zwischenzeit lege ich eine 3er-Runde beim Messerwerfen ein. 2x treffe ich und nehme diesmal roten Rotwein. Für den zweiten Treffer füllt mir der Budenbetreiber einen handlichen Flacon mit Rotwein to go ab…

Es geht wieder zurück in die Casa della Gherardesca

…und früh zur Bettruhe.