Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Gespuckte Münzen & Fliegende Pergamente

Mit dem für Münzen typischen metallischen Geschmack im Mund erwache ich. Es dauert einige Minuten bis ich realisiere, nicht geträumt zu haben.
Tamino drängt zur Eile, der ich leicht trunken nachkomme.

Mich überkommt das Gefühl von Alltag, auch meine Gefährten sind sich am regen & beim Hundetrainung rauchen wir unsere erste jamaikanische Zigarre.

Anschließend geht es zum Frühstück & wir diskutieren viel über die Traummünze, die bei niemanden einen Effekt hatte. Mir fällt auf, das Mare nicht anwesend ist. Ich gehe zu Ihrem Zimmer & klopfe, zunächst zaghaft, dann lauter – keine Antwort.

„Hat jemand etwas von Mare gehört?“ Allgemeines Kopfschütteln.
„Vielleicht ist Ihr etwas passiert“ murmle ich, während mein Dietrich das schlichte Zimmerschloß innerhalb von Sekunden überwindet.

Das Zimmer ist aufgeräumt & in Ihrem Bett liegt eine Frau mit der Statur von Mare. Ich nähere mich. Atmen. Ich bin erleichtert. Ich drehe sie sanft um, auf den Rücken – keine Reaktion. Nun werde ich wieder skeptisch. Normalerweise hätte sie mich schon längst wüst beschimpft & mit schweren, spitzen Gegenständen beworfen.

„Die Münze!“ schießt mir durch den Kopf. Ich untersuche Mare´s Mund & siehe da, das antike, wahrscheinlich magisch Geldstück liegt noch festgesaugt auf der Zunge. Ich drehe mit einem Ruck das flache Artifakt um, sodass die andere Seite auf die Zunge zeigt.

Sie erwacht, wild schüttelnd & spuckt das Metallstück aus, in meine Richtung. Doch ich fange sie & gebe sie Ihr gleich zurück mit den Worten: „Guten Morgen, gut geschlafen Teuerste? Wollt Ihr starken Mokka oder Tee zum Frühstück?“
„Tee, natürlich Tee, was denkst Du denn, häh!?“ Auch damit habe ich gerechnet & lasse ihr umgehend eine Tasse bringen & empfehle mich.

Beim Frühstück erzählt uns Mare, die Münze benötigt ein Ritual, um zu funktioren. Das werden wir im Weinkeller des Chat Noir vollziehen, beschließen wir. Doch zunächst Hundetraining bei Monseniuer Fremont, wo Tamino & ich ein tolles Training & viel Spaß haben.

Lord Carnarvan hat bereits mit London telekommuniziert & wir verladen die vier Kisten mit den 76 unbekannten Pergamenten in meine Martinsyde. Ich prüfe alles bei der Maschine & dann heben wir ab, Richtung Croydon, England.

Der Flug ist problemlos & der Lord geniesst die Aussicht. In Croydon angekommen muss ich feststellen, dass mein Silverghost nicht gewartet wurde. Wütend & genervt muss ich die Kolben & Zylinder putzen, doch der Lord ist sich nicht zu schade & hilft mir dabei.

Nachdem wir fertig sind mit den Reinigen, fahren wir zum British Museum of London. Auf dem Hof parke ich wie gewohnt ein, doch ein scharfes Knirschen & Schrammen lassen mich abrupt stoppen. Doch zu spät: Mein geliebtes Auto wurde rechterseits verunstaltet.

Ich fasse es nicht – trete sinnlos auf die Wand & herumstehende Kisten ein. Nachdem ich mich beruhigt habe, melden wir uns bei dem Museum an. Ich überlasse mein Freund das Reden & genehmige mir einen Gin aus meiner Feldflasche.

Wir werden bereits erwartet & entladen vorsichtig unsere Kisten. Wir fragen nach der Dauer der Entschlüsselung, die uns mit Wochen beantwortet wird. „Aber in einer Woche können wir schon zu einigen Stücken etwas Genaueres sagen“

Nachdem die langwierige Übergabeprozedur samt Quitungsübergabe vollzogen ist, tuckern wir im scheppernden Silverghost zurück zum Airodrome Croydon. Ich lasse gleich den Schaden von den Mechanikern in Augenschauen nehmen & gebe brummelnd die notwendige Reparatur in Auftrag. Mein Flugzeug ist bereits gewartet & der Lord wünscht sich eine schnelle Rückkehr, sodaß wir zackig aufbrechen.

Es dämmert bereits als wir die Ufer Frankreichs erblicken, während es mir dämmert, keine Landelichter am Chat Noir installiert zu haben. Eine Idee, die ich später wieder aufgreifen werde…

Wir landen in Flughafen von Saint Lo. Die Landung erfolgt problemlos. Nachdem wir meine Maschine in einer Flughalle geparkt haben, versuche ich uns einen Wagen oder Lastwagen zu mieten, doch ich habe Pech, alle motorgetriebenen Gefährte sind derzeit „raus“. Uns bleibt nur die Droschke oder der Ochsenkarren, wobei die Wahl leicht fällt.

Gegen 9pm erreichen wir das Ferienhaus der Expeditionsgruppe, wo wir unsere Freunde treffen. Sanjuro & Henry präsentieren Ihre Funde. Eine magische Traumkarte – wow – mit lebendigen Abbildung. Ich bin verblüfft.

Henry trifft nächste Woche den Küster & versucht weiter etwas über die Geschichte des Weinkellers herauszufinden. Sie haben auch eine Kiste voller magischer Bücher. Die Menge an Informationen & Neuentdeckungen lassen mir den Kopf drehen. Irgendetwas will aus den Tiefen meines Unterbewusstseins emporkriechen…

Cassilda warnte mich vor den Ulms, sie scheinen großen Einfluß zu besitzen. „Der Brief, wo habe ich nur den Brief“ hämmert es mir durch den Kopf…dann wird eine Erinnerung klarer, die ohne Nachzudenken laut ausspreche:

„Das magische Schild unten im Weinkeller, das war ich. Ich habe es geschrieben, eine Gefahr. Ich weiß nicht, wie ich es gemacht habe. Ich kenne Ulms, sie operieren durch Hunde & deren Besitzer. Ich hoffe, ich erinnere mich bald an mehr.“

Ich schlage vor, den Keller weiter vorort zu erforschen. Am besten mit schlabbersicherer Kleidung. Meine Gefährten wurden von diesen Wesen, die anscheinend keine Ulms sind, benetzt oder auch angeschleimt.

Doch heute bleiben wir „oben“, drehen die Feierabendrunde & legen uns zur Ruhe mti dem Vorhaben, uns in Ulthar wiedertreffen.