Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Auf den Spuren von Bacchus Kult & Templern

Frisch erwache ich & sehe den müden Sanjuro mich betrachten. „Es ist nichts passiert“ flüstert er mir leise aber stechend zu – fast so als sehne er sich nach einem Zusammentreffen.

„Lass uns etwas jagen!“ ermuntere ich ihn. Wir kleiden uns an & ich gebe mein Schrotgewehr, während ich mit der Model 8 Special Gun ausgestattet bin. Nach einer Stunde Pirschens ist uns das Glück hold & wir erlegen einige stattlichen Hasen, die ich gleich an Ort & Stelle ausnehme & Tamino macht sich eifrig über die Innereien her.

Im Chat Noir übergebe ich Madame Babette den frischen Fang mit der Bitte, etwas daraus zu zaubern. Nach dem Frühstück nehme ich meine gepackte Ausrüstung & wir steigen erneut in die Tiefen unter dem Weinkeller von dem Anwesen deFiona.

Alles ist unverändert, uns fällt allen nichts Neues auf. Lord Carnarvan ist mit von Partie. Wir zeigen im die Schnitzereien, die auf der Rückseite der Tür zu sehen sind. Beim Spalt zum Wasserfall versuche ich Genaueres zu erkunden, doch im Moment sehe ich keine Möglichkeit oder auch nur Grund, dorthin zu gelangen. Wir dringen nun weiter vor.

Problemlos gelangen wir an die Stelle, wo wir gestern die Untersuchung abbrachen. Die Wände hier unten scheinen natürlich entstanden zu sein, im Gegensatz zum Tunnel der uns hierher führte. Die Spuren vom Vortag sind verschwunden bzw. verdampft. Ich finde auch nach längeren Suchens keine neuen Hinweise.

Wir gehen weiter. Ich entdecke eine Abzweigung, Wassergischt durchnäßt uns. Doch unsere Kleidung ist auf diese Widrigkeiten vorbereitet. Ich entscheide nach links zu gehen. Wir gehen in weiten Bogen um den Wasserfall herum & gelangen hinab durch einen laangen in sich verdrehten gewundenen Gang zu einem weiteren unterirdischen Fluß.

Ich kundschafte langsam & konzentriert alle Ecken & Winkel aus, doch ich kann nichts entdecken. Zunächst konzentriere ich mich auf die rechte Seite, lautes Wasserrauschen macht Schleichen überflüssig. Ich gelange an eine Art Felsenfenster, von wo aus ich den Hauptfluß näher betrachten kann. Ich kann ein Floreszieren der Wasseralgen feststellen. Wir gehen wieder zurück.

Sehe rechterhand noch einen schmalen Gang wegführen, den ich erkunde. Er nach einigen Yards an einer Wand. Ich schaue hoch & erblicke in 8 Yards Höhe einen Sims sowie einen Gang. Mit der Special Gun umgeschnallt erklimme ich die Wand & erkunde die Abzweigung. Doch ich stoße nur auf einer Verschüttung, die älter zu sein scheint, mindestens seit 100 Jahren. Ich nehme eine Gesteinsprobe mit, damit der Lord das genaue Datum feststellen kann.

Ohne Probleme klettere ich die Wand wieder hinab & berichte den Übrigen die Erkenntnisse. Ich gehe vorsichtig wieder zurück, wohl bewußt, ein Wesen mit der Schuhgröße eines Riesen könnte gleich um die Ecke springen. Ich gehe den Gang zuende & blicke durch eine Art Fenster, von wo aus ich den Fluß genauer betrachten kann. Mir fällt auf, das der FLuß von sich aus Leuchtet, genauer gesagt eine Algenart, wie ich längeren Betrachten feststelle.

Wir erkunden weiter, ich schaue mir den Abfluß des Wassers an ohne nennenswerte Sichtungen & denke kurz nach den Fluss hinabzu tauchen, doch dazu müsste ich nun schwimmen ohne Wissen, ob ich je an die Luft kommen würde. No thanks.

Ich kehre hüpfend über Stalaktitten zu meinen Gefährten zurück & wir kehren den laaangen Bogen zurück zu der Abbiegung, wo wir nun die 2. Abbiegung erschließen. Ich gehe schußbereit vorweg, die Anderen folgen mit im oft geprobten Entengang. Wieder muß ich wieder über unser Erscheinungsbild grinsen, doch das sieht niemand meiner Maske.

Nach einem weiter Gang gelangen wir in eine Art Höhle, in dessen Mitte eine großer Steintisch sich befindet. Am Ende erblicken wir einen weiteren Gang, an dessen Ende wir wieder vor einer Art Steinfenster stehen. Der Anblick fesselt uns alle für Minuten, wir erblicken eine riesige Höhle, in dessen Zentrum uralte Türmchen aufragen.

Wir machen ein Picknick, stärken uns mit Gin, Obst & Fisch. Ups, wollten wir den nicht als Geschenk anbieten? Die Stimmung ist positiv & rücken vor. Ich gehe leise & schleichend vorweg, überspringe einen Kanal von 1 Yard Breite & gelange über eine alte morsche Brücke zum ersten Turm.

Dann sieht Mare eine Bewegung, die schnell verschwindet. Ich visiere schnell an, doch kann kein Ziel ausmachen. Nach einigen Minuten Stille machen wir weiter.

Mit dem Enterhaken errichten wir eine Kletterseil, an dem Carla & ich uns hochhieven. Drinnen läßt sich die Zugbrücke leicht herunterfahren & der Rest von uns gelangt nun auch über einen Steinsteg zum zweiten Turm.

Hier ist ein altes Schloß, das sich uns in den Weg stellt. Mit dem Dietrichset fummel ich 10 Minuten Schloß herum, doch erst nach einer intensiven Ölung läßt sich die Tür öffnen.

Knirschend schwingt die große Eichentür auf. Carla & ich betreten als erste den verlassend wirkenden Hof. Ich höre

Achtung, hier Hil..“

Hier, nein…“

Geklapper. Ich renne zurück & sehe Sanjuro sowie Mare am Boden liegen. Zudem sehe ich sehr schnell springende Monster …. ja …. Fellbälle … Wirbelfüße … vier an der Zahl, die schwer zu treffen sind. Ich ziele, doch ein Schuß ist zu riskant, ich könnte einen meiner Freunde treffen. Ich rufe laut:

„Rückzug, in die Festung!“ Mit diesen Worten schnappe ich mir den erneut ohnmächtigen Sanjuro. Gedanken an unsere Zeit in Japan huschen mir durch das Gedächtnis. „Das wollte ich mir abgewöhnen, alter Freund!“

Der Lord Trägt behende die schlaffe Mare in das Anwesen, Henry & Carla schließen die riesige Tür. Es hämmert & dann ist Ruhe. Mit einem Wurfhaken hangelt ich mich schnell auf die erste Wand hoch, versuche ein klares Ziel nun zu erhaschen, doch die Monsterbälle sind verschwunden, so schnell sie gekommen sind.

Ich klettere wieder herunter & wir untersuchen die beiden, sie scheinen nicht tot oder krank zu sein, nur zu schlafen. Wir beobachten aktive Augenbewegungen hinter den geschlossenen Lidern. Wir beruhigen uns.

„Was waren das?“ Wir reden alle wirr durcheinander, bis mir eine Erinnerung kommt, aus einem Briefwechsel zwischen Cassilda & mir. Sie beschreibt Wesen dessen Beschreibung zutrifft & sie hat mich gewarnt. Leider verläßt mich an dieser Stelle bereits meine Erinnerung. Hat mein Gehirn ein Trauma erlitten? Habe ich Gedächtnislücken?

Ich ziehe mich etwas zurück, das Reden bringt gerade nichts. Carla & ich werden die Anlage weiter erkunden, da wir hier erstmal sicher zu sein scheinen. Wir erklettern die Wand & gehen zur ersten Tür, die ich geschickt mit meinen Dietrichen aufschließen. Carla schreitet hinein & entdeckt einen kleinen Samtsack. Es kommen alte okkulte Münzen zu Vorschein.

In dem Raum sind mehrere Anzeichen für Magie oder okkulte Zeichen, die Luft scheint hier zu knistern. Unsere Haare stehen leicht zu Berge, wir verlassen erstmal die Szene & ich schaue nach Sanjuro. Mir kommt die Idee, ihm ein älteres Zeichen auf die Stirn zu legen. Als ich bereits in 1 Yard Entfernung steht er auf & starrt mich an.

Wow, das wirkt echt super, die sind echt stark! Es hat dich erweckt!“

Sanjuro & Mare berichten von intensiven Träumen. Sind das etwa Wesen aus dem Traumland? Wussten die Templer auch schon vom Traumlande?

Dr. Gaultier animiert uns, weiterzumachen, er scheint nun auch Feuer an unseren Erlebnissen zu teilen. Mal schauen wo das noch endet…

Wir gehen zu Tür im Obergeschoß, doch hier scheint meine Schloßkunde keinen Rat zu wissen. Anscheinend habe ich die Tür zusätzlich verschloßen. Ich klettere mit Henry über das Dach in das Dachgeschoß & unser Linguist durchblickt sofort den Mechanismus & meine Freunde können eintreten. In diesem Raum sind astrologische Symbole an der Decke & ein Pult mit Schriftrollen steht in der Mitte.

Erinnerungen von Cassilda durchziehen meine Gedanken. Ich gehe nach draussen, halte Wache & überlasse den Freunden das entdecken. Da höre ich ein Ruf, Carla möchte ein Experiment veranstalten. Mana aufladen an der Kraftquelle. Mit eleganten Bewegungen & kaum hörbaren Gesang lädt sie uns alle an der Quelle auf.

Carla meint am Ende, die Magiequell scheint immens zu sein. Wir haben eine Manabatterie gefunden! Zudem wurde einige Schriftstücke sichergestellt, die uns noch mehr verraten.

Ich dränge alle dazu, den Gang hinter den zweiten Turm zu erkunden. Im entengang erreichen wir eine weitere mit Stallaktitten gespickte Höhle. Ich vorsichtig mit gezogenen Gewehr weiter hinein & sehe eine runde Öfnnung oben in einer Wand. Uns fällt auf, wenn man von Felssäule zu Felssäule hüpft, kann man dort oben hin gelangen. Wohnen dort die Ulms? Wollen wir das rausfinden? Wir treten den Rückweg an. Hier ist anscheinend keiner mehr auf, zum Glück!