Ragnar s Traumtagebuch
Ragnar s Traumtagebuch 27. Dezember 1917
Besuch 1 27./28. Dezember 1917
Ich bin das erste Mal im “Traumland” erwacht, nicht allein der Doktor, der Lord sind unter anderen bei mir. Diese Lichtung im Pilzwald ist unheimlich. Ich schneide die Pilzhäute von den Kappen und bekomme vom Lord einen Strick das Ganze zu binden. Dann gehen wir eine Weile durch diesen ungewöhnlichen Wald aus riesigen Farnen und Pilzen, eine sehr seltsam überdimensionierte, befremdliche Landschaft. Es ist warm und wir gehen über eine gemauerte Brücke, welche sich über einen breiten Fluß spannt…. Wir betreten die Stadt die Ultar genannt wird durch das Südtor, überall Katzen… Die reagieren nicht sehr erfreut über des Lords “Mitbringsel”, aber sie greifen uns zum Glück auch nicht an. Ich werde häufiger belächelt ob meiner Bekleidung und komme mir wieder nackt vor. Auf einem Marktplatz fragt der Lord nach den drei Weisen und wir schlagen eine neue Richtung ein. Dann nach einer weiteren Wanderung der Turm. Er scheint aus erstarrtem Meerschaum zu bestehen und wogt vor meinen Augen. In einem Saal am Grunde des Turms werden wir freundlich aber bestimmt aufgehalten, wir sollen alles Ablegen. Ich habe nichts was diese Wächter interessiert und darf nun die Stufen betreten. Ungezählte Stufen später stehen wir den Weisen gegenüber. Der Lord befragt diese Weisen, ich verstehe kaum etwas.
Der Doktor erzählt von einer anderen Stadt, weist mir den Weg und ich laufe nach Canas. Ein seltsamer Zustand erfasst mich, mir schwindelt und unvermittelt erreiche ich die Tore der Stadt von Canas. Ich suche den Hafen und finde im Werftenteil des Hafens Meister Magel. Ich biete ihm eine selbstangefertigte Himmelskarte an und verdiene dann im Schiffsbau bei Magel doch noch einige Kupferstücke. Die Werftarbeiter singen Shantys und ich verstehe hier und jetzt viel mehr als noch im Turm der Weisen. Es kommt mir irgendwie rauer vor, ist aber doch die selbe Sprache.
Besuch 2
Wir nahmen alle dieses ekelige Algenpulver und so gelangten wir gemeinsam in diese Welt. Wir erwachten auf einer befremdlichenden Lichtung in einem abnormen Wald aus Riesigen stinkigen Pilzen.
Wir suchen die Brücke über den Fluß, welcher dem Terminator folgt, denn von dort aus sollte sich die Bombay Star entern lassen. Wir entern, werden entdeckt, kämpfen verbissen, ich schlage mich so eben ohne mich erschlagen zu lassen, dann übernehme ich das Steuer, havariere ‘das Schiff in der Sichel’ auf die Uferfelsen backbordseits, um den Schutzzauber aufzuheben, der über der Bombay Star in “unserer Welt” liegt. Wahrscheinlich – White Star Line – , wir plündern die Kapitänskajüte und verschwinden. Ich habe nun persönlich: Mütze, Schärpe, Hose und Stiefel.
Besuch 3
Ich erwache auf der Lichtung der Ankunft, die Truhe in Sichtweite. Ich bekleide mich, entnehme Axt und Wanderstab, mache mich auf den Weg nach Canas, der Stadt der Schiffbauer. Nachdem ich nach der Richtung in der Canas zu finden sei fragte, widerfährt mir etwas Seltsames – ich gerate, wie in Trance, einfach vor die Stadttore Canas und trete ein. Im Hafenbezirk suche ich Magels Werfthof und Frage erneut nach Arbeit. Auch heute singen die Schiffbauer bei der Arbeit ohne Unterlaß, ich habe den Eindruck als übten die Handwerker mit mir diesen seltsam, vertrauten Dialekt, der so offensichtlich, dies wird mir in diesem Moment klar, mit nautischen Begriffen aus aller Herren Länder durchsetzt ist, das ich es nur zu wiederholen brauche, auf was sie deuten, vormachen und benennen … ich erinnere mich, seltsam …
Lageplan der Schifferstadt.
Vom Hafen aus sind über das offene Meer, mit Blick in Richtung Westen, am Horizont zwei mächtige Basaltsäulen zu sehen.
Besuch 4
Die Basaltsäulen des Westens → Sie führten mich erneut zum Turm der Weisen. Der aus erstarrtem Meerschaum zu bestehende Turm – ja – eine riesige, erstarrte Brandungswelle ziseliert aus allerlei bekannter als auch mir unbekannter Flora & Fauna. Ich lege alle Ausrüstung und den Dolch auf einem Tischchen im Saal des Aufstiegs ab. 333 Stufen die Wendeltreppe hinauf, führt mich zum Saal der Audienz, drei Weise erwarten mich.
Sternenkonstellation – Aldebaran, Sitz eines gelben Königs – Tsathoggua s Sitz? Nun mache ich mich erneut auf den Weg zur Stadt der Schiffbauer und wieder gerate ich im Laufen in einen tanceartigen Zustand und gerate – gefühlt umgehend vor die tore von Canas. Ich nach dem Weg zur Kräuterfrau Esme. Diese Händlerin wurde mir empfohlen, da sie auch mit “seltenen” Substanzen handele. Der weg führt mich einmal quer durch diese Stadt. Nach einigem Feilschen, bekomme ich von ihr zwei Portionen dieser Alge und eine Warnung, “hier” angewand sei das Zeug (zb eingeatmet) tödlich. Gut zu wissen! Am Markt vorbei komme ich zu den Schiffbauern, ich biete meine Arbeitskraft gegen erneutes gemeinsames Singen…
Besuch 5
Wieder auf der Lichtung erwacht, kleide ich mich an und nehme Wanderstab und Dolch. Ich sollte versuchen Algenpulver bei Esme in Canas zu kaufen, aber sie hat diesmal keines mehr. Sie erzählt mir aber von zwei Regionen am Meer und einem Ort im Gebirge, wo das Zeug gefunden, beziehungsweise geerntet werden kann. Ich weiss nicht mal, wie ich zum nächsten Kräuterhändler komme… Ich bräuchte `ne größere Karte, nein einen B
uchhändler, kenne aber nur einen in Ulthar (da hat mich der Lord mal mitgenommen). Zum Abschied lasse ich mir von „Schuhan“, Esmes sprechendem Leguan, drei Vagariwürmer schenken, einen probiere ich auf dem Heimweg. ->Dringender Drang nach Cairo`s Nachtleben mit “Übernachtung unterwegs”.
Besuch 6
Ich erwache auf der Lichtung, diesmal ist Karen Ase bei mir und sie benötigt (vor allem) Schuhe! Ich gebe ihr ein langes, weniger fleckiges Hemd und eine von den Pumphosen, wie sie die Matrosen hier mögen und ziehen los. Rosa Sandalen mit Blumen! Lässt mich bezahlen und verschwindet mit diesem Winterbottom im Marktgetümmel… Ich besuche die Weisen und erwarte mir Hilfe und Rat. Hinterher bin ich gefühlt verunsicherter als vorher den Dolch sollen sie haben. Ich sollte alles noch mal nüchtern überdenken…
Besuch 7
Erwachen auf der Lichtung, die um mich wachsenden Pilze wanken. Erst als ich aufstehe um mich mit Kleidung aus der Truhe zu bekleiden bemerke ich den Wind. So gehe ich nun am Fluss entlang in die nahe Stadt. Ulthar, es ist Markttag, bis auf wenige Kupferstücke, habe ich nur noch zwei dieser Würmer, die ich von Schuhan bekam. Für drei Kupfer lasse ich Hemden und Hosen waschen, Cusine Karen Ase hatte schon recht das Zeugs stinkt nach Ableben. Wie auch sonst! Dann tausche ich bei Hajones Gens die beiden Vagariwürmer ein und bekomme, keine Karte – aber ein Bukkatau-Schiffbauerdialekt Wörterbuch dafür. Ich glaube mich betrogen, hier sind noch so verdammt viele leere Seiten…
Besuch 8 Nacht des 29./30. August 1920
Erwachen auf der Lichtung, auch der Lord ist hier, also Truhe öffnen, ankleiden, ausrüsten, noch ein paar Kupfer mitnehmen. Der Lord möchte nach Canas zu Esme, – gut da will ich auch hin – dann los – dieses zeitlose, tranceartige Schreiten ist immer wieder gewöhnungsbedürftig, hat aber weitestgehend an Schrecken verloren. Mein Erleben vom Verlauf der Zeit verwirrt mich. Ich bräuchte etwas unbeeinflussbareres – einen Chronometer! Auf dem Marktplatz können wir einen Tauschhandel beobacheten, Händler tauscht eine Dreimastjacht, nach gewichtigem in der Hand abwägen, gegen eine grünliche Kugel. Ich suche nach dem Stand der Compassi entdecke ihn aber nicht. Als ich den Lord auf dem Markt wiedergefunden habe, erkläre ich ihm, den Leuchtturm besuchen zu wollen. Er steht im Zentrum, möglicherweise sogar im Schwerpunkt dieser Stadt. Ich umrunde ihn zunächst und bemerke kleine Fensteröffnungen, die sich aufwärts winden, vor dem Eingang bleibe ich stehen. Ich kann im Eingang eine schlanken großen Mann stehen sehen, werde ich erwartet? Im Näherkommen sagt er, er habe mich schon erwartet reicht mir die Hand und leitet mich die Stufen hinauf. Oben angekommen, sehe ich die Feuerschale in deren Zentrum, jetzt am Tage, nur ein Glimmen zu sehen ist. Der Leuchtturmwächter wendet sich mir zu, mir ist er – unheimlich – er fragt ob ich das Leuchtfeuer von Canas in mir tragen will, ich schlucke „Oh Großvater“ und – nicke, ja ich will. Dann stellt er mir Yaras Rätsel. Huh, das ist nicht so einfach, – ich solle wiederkehren und ihm dann eine Antwort geben….
Besuch 9 Nacht des 5./6. September 1920
Ich betrete die Traumlande zum ersten Mal und bleibe körperlich: durch „Joes Portalhaus“ in Exeter. Heraus komme ich in Joes Haus in Ulthar, auf „links“ gedreht! Das Gekreische des Hause klingt in meinen Ohren nach.“Drüben“ angekommen deponiere ich die zehn Goldstücke von Mycroft im Regal im ersten Stock von Joes Haus – und finde dabei vier weitere Goldmünzen, ist ja wie üblich … wer hat kriegt auch noch mehr… Ich habe noch ein paar Mitbringsel: Eine Unze blue legs, eine Unze Safran, eine Unze schwarzen Pfeffer in drei kleinen Beuteln, das olle Kopesch, den Denderra-Dolch des Priesters, nen Kompass, nen Fernglas, eine Mundharmonika, ne Buddel Rum und den großen Erste Hilfe Beutel alles im bestückten „Wüstenrucksack“. Die robuste, lederne Kleidung und den Transportrucksack werde ich hier mit allem anderen in der Kiste verstauen – soweit der Plan. Nachdem ich die Kutsche entdeckt hatte, besorgte ich zwei Zugpferde und nun ging die Reise zur Lichtung der Ankunft los.
Besuch 10 Nacht des 10./11. September 1920
Ich erwache zusammen mit Herbert auf der Lichtung, voller erwarten öffnen wir die Kiste – und es ist alles da. Ich kleide mich in der hinterlegten Kleidung an.Nehme meinen Rucksack und stecke auch das Kopesch ein.Ich möchte nach Canas und derLord will auch dort hin. Zunächst besuche ich den Leuchtturm, den ich habe inzwischen eine Lösung für Yaras Flussbreitenrätsel. Der Wächter des Leuchtturm empfängt mich und ich schildere ihm meine Überlegungen. Zwei Schiffe legen je vom gegeüberliegenden Ufern des Skai ab und treffen sich in der ungefähren Flussmitte.Ein Schiff hat dann noch 420m bis zum erreichen des Ufers. Dann nach einiger Zeit queren sie erneut den Skai und treffen erneut in der ungefähren Flussmitte aufeinander. Diesmal sind es für das selbe Schiff noch 260m bis zum Ufer. Das bedeutet – Erste Flussbegegnung: 420m + x und zweite Flussbegegnung: 260m + 3x, daraus folgt 2x = (420-260), daraus folgt x ist gleich 80m. Erste Flussbegegnung in der Flussmitte 420m+80= 500m. Zweite Flussbegegnung in der Flussmitte 260 +240= 500m. Die Flussbreite des Skai ist also an dieser Stelle 1000m. Wohlwollend nickend erfüllt mich ein Licht und die untrügliche Gewissheit auf See nie wieder den Kurs verlieren zu müssen. Leise spricht der Herr des Leuchtturms: „Canas ald‘ ihg rebed dafir‘ nen ( Turm von Canas weise mir den Weg der Sterne )“, sprich diese Worte, auf See und das Lichtsignal des Turms von Canas weist dir den Weg, erkärt er mir. Ich verabschiede mich und suche Schmied Ethorp auf, dem ich das Kopesch reiche und mich beraten lasse. Ein neues Schwert in dieser Form wird sodann vereinbart. In der Werft von Canas begrüßt man mich freundlich und ich darf mit ihnen schaffen und singen. Später schaue ich noch einmal bei Esme vorbei, aber nur ein dösender Leguan ist zugegen.
Besuch 11 Nacht des 11./12. September 1920
Ich liege neben Mycroft auf der bekannten Lichtung des ankünftigen Erwachens. Er sieht nicht sehr gut aus, da er aus zwei unbehandelten Schußwunden blutet. Schnell öffne ich die Truhe und flöße ihm Esmes „WhiteMagic“ ein, danach verbinde ich ihn und bin ihm auch beim Anziehen behilflich. Nachdem auch ich bekleidet bin (vier Gold nehme ich mit) mache ich mich mit ihm auf den Weg nach Canas. In wenigen Sätzen umreisst er das Erlebte und wir klopfen auch schon an Canas Stadttore, queren die Stadt und klopfen an Esmes Türe. Sie ist arg beschäftigt und zunächst regelrecht ungehalten. Dann atmet sie tief durch und sagt sie sei in zeitnot, habe zwei Gefässe, eines 500ml und ein weiteres 300ml. Sie benötig
te aber nun eine exakte Menge von 100ml. Mycroft sieht mich schmerzverzerrt an, ich überlege, Esme das kleines Gefäß füllen, nun in das große Gefäß schütten, das kleines Gefäß erneut füllen und nun das große Gefäß exakt auf 500ml auffüllen. Deine benötigten 100ml aus dem kleinen 300ml Gefäß kannst du nun verwenden. Esme lächelt und nach einigem Rühren und Schütteln wendet sie sich wieder uns zu. Sie besieht sich Mycrofts Verletzungen und ist bereit umgehend mit Salben zu helfen, benötigt aber weitere „WhiteMagic“ Pflanzen aus dem „Verwunschenen Wald“ – na großartig komme ich heute etwa noch zu etwas anderem als hinter diesen „Übermütigen“ herzuräumen? Wie konnten diese (unflätig, sämische Herabwürdigung) nur so alt werden? Zum Abschied schenke ich Esme zwei Beutel – einen mit „Blaubeinen“ (von Großmutter gesammelte Pilze) und einen weiteren mit Safran – „dem lächelndem Tod“. Esme ist erfreut und ich hoffe auf ihr Wohlwollen, da ich eine Karte des Landes benötige, um auch eigene Algen sammeln zu können – sie verspricht sich für mich umzuhören.
Kurzer Abstecher zum Leuchtturm bestätigt leider meine Vermutung – kein Wasser, keine Wirkung. Also doch die „Lord“-Technik, tausend Meter dünnstes Tau und ab – in den verschwurbelten Wald. Irgendwann, als ich mich schon so richtig unwohl fühle, rechts in den Wald, rückwärts den Überpilzen ausweichen, blaue Fliegeviecher – ich seh euch nicht, ich will doch nur nen paar Whitemagics. Denkste für diese (beliebte, norvegische Verunglimpfung) muß ich mich hier auch noch quälen lassen… Irgendwas blitzdingst mich und so finde ich die erste neunblütige Whitemagic. Erschrocken stelle ich fest die halbe Rolle abgespult zu haben das beklemmende Gefühl ist mit einem Mal wieder in meinem Bewustsein – ich will hier raus – zurück auf den Weg. Dann nach einem erschöpfendem Zeitraum, Schnur wieder aufroll – erreiche ich den „vermeintlich“ sicheren Pfad, wende mich zurück gen Canas und überwinde dann doch meinen „jammernden Zauderer“ und biege nun kurz entschlossen in den Wald zur Linken ein. Ich finde auf Anhieb eine weitere neunblütige white magic, ernte sie sorgfältig und mache mich straks auf den Weg gen Canas. Bloß nicht übermütig werden. Esme erwartet mich schon freudig und verspricht die wirksame Essenz sei morgen fertig. Mycroft finde ich in der Taverne. Wir werden Zeuge eines seltsamen Vorganges mit, wie uns der Wirt später berichtet, drei Logikern. Ich empfehle dem Wirt umgehend allen einen Rum zu sevieren und gehe austreten. Später berichtet mir Mycroft der Wirt habe ihm erzält der Leuchtturm versetze die Stadt, genaueres bleibt unklar.
Besuch 12 Nacht des 13./14. September 1920
Ich erwache auf der bekannten Lichtung und bin nicht allein. Auch Sanjuro berappelt sich und gemeinsam drängeln wir uns an der Traumlandtruhe. Sanjuro tritt dann zurück und ich bemerke erst jetzt, auch er ist von Polizeikugeln verletzt worden. Peinlich berührt ob meines ruppigen Verhaltens, erzähle ich ihm von Allem aus der aktuellen, berliner Tageszeitung dessen ich mich erinnere und es ist einiges, erste Polizeiergebnisse zum Mord an Polizisten in Tegel, Stürme bei Dunedin, Unheil ausgehend von Point Nemo, Nordlichter über der Mark Brandenburg, Lichtstrahlphenomen über Tempelrik, Carla di Fionas „maison de plaisance“ – Chat Noir in Marigny wurde von ‚den Wesen des Wassers‘ heimgesucht, die deutsche Republik eröffnete Botschaftsvertretungen in Argentinien, Japan und auch Norwegen, König Georg V kündigte seinen Besuch für Mitte Oktober in Berlin an, um dann das neue Kabinett der Republik zu empfangen. Ich bitte Sanjuro mit Nachdruck dem Lord von meinen Beobachtungen am vergangenen Sonntag in Hoppegarten zu berichten, fünf Vril-Damen waren in Begleitung des norwegischen Thule-Aktivisten Harkanson zugegen und verschwanden gemeinsam auf der Fischerinsel in einem Haus, Grünstraße 7. Ich überlege und greife mir das neue Taubündel. Angekleidet, biete ich Sanjuro an, ihn nach Canas zu führen, dort könne er sich mit ein oder zwei frisch gefertigten Tränken aus „white magic“ heilen. Nun auf dem Weg, erzählt er mir von seiner Entdeckung im Keller von Curdrigde Hill – und in einer Vision sehe ich das Anwesen abbrennen, mir schwant ich werde wohl besser zeitiger mit dem Umbau der Nidelva fertig, oder ich bin vielleicht bald obdachlos – und erkundigt sich nach dem Verbleib ihrer Habsehligkeiten, welche sie in den Zimmern des Grand Hotels zurückliessen. „Alles in der Spee gelandet“, flunkere ich und sehe wie Sanjuro grünliche Farbe annimmt und füge dann umgehend in vertrauensvollerem Timbre hinzu „Alles in Carlas Schrankkoffer, mit der Bahn auf dem Weg nach Kiel, abholbar bei H. Wigbold – Hafenstraße 37.“ Ich erkenne deutliche Anzeichen von Erleichterung und ich denke, das sei genügend Schreck gewesen. Canas empfängt uns mässig belebt, alles wirkt heute etwas träger als sonst. Esme ist guter Dinge und Sanjuro scheint seinen ersten „white magic“ ehrlich zu geniessen, sei es ihm gegönnt. Ich frage Esme nach unseren Erfolgesaussichten weitere „Neuner“ zu finden und lächelnd erwidert sie, besser ginge gar nicht. Also auf ein Neues, auf in den verschwurbelten Wald. Ich berichte Sanjuro von den Unwägbarkeiten des Unternehmens und so machen wir einen Schlenker durch Canas, um ein weiteres Taubündel mitzunehmen. Nun da er den Weg nach Canas kennt, sollte er keine Schwierigkeiten haben erneut auch allein dorthin zu finden, selbst wenn die Stadt demnächst an anderer Traumlandkoordinate zu finden ist.


















