Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Croydon Attack!

Heute schlafe ich länger aus, zerrüttet & durchgeschwitzt erwache ich aus meinem traumlosen Schlaf. Beim Frühstück beraten meine Freunde & ich uns. Der Lord möchte sein Schlafzimmer als erstes neu dekorieren. Nachdem seine erste manische Welle abflautet, erinnere ich ihn daran, daß diese „Unhunde“, wie er sie nennt, zurück kehren könnten, sehr wahrscheinlich sogar.

Ein Panzerexperte hat soeben Tür des Tresor ausgestemmt & alleine betrachten wir eine Weile die magischen Globen.

„Wir könnten Sie nach Croydon bringen. Ich habe dort auch einen Tresor, wo auch der Eiszapper lagert. Alles sehr sicher, mitsamt Wachpersonal. Dort ist militärisches Sperrgebiet.“

Diese Argumentationskette überzeugt ihn sofort & wir bringen die Artefakte mit der Martinsyde nach Croydon. Staunend schaut sich der Lord um & betrachtet mein schweres Gerät, Munitionslager & Wertgegenstände.

„Alles noch übrig geblieben vom letzten Einsatz, sag ich immer“ scherze ich. Die Stimmung bessert sich. Wir denken, damit eine gute Lösung gefunden zu haben. Ich verrate dem Lord die Kombination zu meinem Panzerschrank.

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Wir nutzen die Zeit, um die Flughafenbar kennenzulernen & ich schaue mich im Luftpostunternehmen vorbei. Am Nachmittag fliegen wir zurück nach HC, um den 5 O’Clock Tea einzunehmen.

Da flimmert es erneut aus der Ecke, das hundeartige Wesen der letzten Nacht zieht unrythmisch wabbernd an uns vorbei & verschwindet in der gegenüberliegende Wandecke. Zeitgleich klingelt das Telefon.

Anruf aus Croydon

Anruf aus Croydon

„Hier ist Flughafen Croydon. Es ist etwas passiert, etwas Schreckliches. Wir wurden angegriffen, ihr Lager wurde verwüstet.“

„Ich komme sofort“

Mit der frisch aufgetankten Maschine rase ich los. Am Flughafen ist die Polizei bereits vorort sowie etliches Personal. Ich lasse mir alles berichten & zeigen. Das gleiche Bild, wie beim Lord im Schlafzimmer:

Zerfetze Leiber, Verwüstung & ein deformierter Tresor, mit dem etliche Runden Fußball gespielt wurde.

Fassungslosigkeit macht sich in mir breit! Auch hier wurde es aber nicht geknackt. Die Wesen scheinen es nicht zu schaffen. Die Fragen, die auf mich eindrängen, kann ich nur schwer beantworten, zudem verplappere ich mich. „Wir werden der Sache nachgehen.“ beschliessen wir das Gespräch.

Nach einem kurzen Gespräch einigen wir uns, heute nacht erneut die Kugeln hier zu lassen. Ich sichere mein offen rumliegendes Hab & Gut in der Flughalle 9e & wechsel meine Kleidung, wasche mich im Wohnbereich. Telegrafisch instruiere ich Monsineur Tremont, sich um Tamino zu kümmern. 

Ich fahre nach London, in die schlichte Gaststätte „Zum Strumpfband“. Die Erschöpfung sieht Sanjuro mir sofort an & wir entscheiden heute zu entspannen. Schnell einigen wir uns auf ein Lichtspiel „Das Cabinett des Dr. Caligary“

Wir sind begeistert, wie echt alles wirkt & woher die Schauspieler diese Zusammenhänge kennen…

Gutgelaunt streifen wir durch die Nacht & schauen uns sein Objekt der Begierde an. Leider verschlossen, ich kann meine Neugier kaum bremsen. Doch eine Kneipe gegenüber hat noch geöffnet. In der Hoffnung, etwas zu erfahren, fragen wir die Bewirtung, ob sie Geschichten über das Anwesen wüssten, was sie verneinten.

Mycroft fragt nach Gerüchten

Mycroft fragt nach Gerüchten

Da bereits Sperrstunde ist, müssen wir eiligst den Laden verlassen. Auf dem Heimweg fällt mir ein Fremder auf, der uns entgegen kommt. Er trägt einen Hut & Mantel, doch irgendetwas kommt mir vertraut vor…mich läßt das Gefühl nicht los.

Ich frage ihn unvermittelt, ob er mir Feuer geben könnte.

Mycroft Or Not?

Mycroft Or Not?

„NEIN“

Sanjuro zuckt, ich erkenne auch meine STIMME, sehe MEIN ANTLITZ! Der Fremde / mein Abbild wendet sich ab & geht pfeiferauchend die Gasse hinunter. Sanjuro zerrt mich mit. „War das nicht fast deine Stimme?“ fragt er. Ich nicke.

„Hast Du Ihn nicht gesehen?“ „Nein, wieso“

„Er sah auch aus wie ich!“

Wir gehen zu Bett, ohne nicht noch etliche Gins zu trinken.

„Das liegt nur an den Kugeln. Die Balance ist gestört.“

„Ich weiß. Wir erarbeiten noch an der Lösung.“

„Die Lösung heisst Rückgabe!“

„Ja, das ist eine der Lösungen. Es gibt aber noch mehr! Im Grunde ist es klar, das sowas passiert musste. Wir sind im Krieg!“ Ratlos gehen wir zu Bett. Beim Schliessen der Vorhänge sehe ich erneut den Mann mit meinem Aussehen an der Hausecke. Ich gehe zu Sanjuro, doch er sieht ihn wiederum nicht. Werde ich paraniod?

Mycroft looks at Mycroft

Ich gehe erneut zu Bett, doch nachdem ich fast weggedämmert bin, reisst mich Sanjuros Schrei aus den ersten Träumen. Ich eile zu ihm. Zum Glück nur ein Traum: Das Wesen mit der blauen Zunge erschien neben seiner Göttin!

Nervös schlafen wir gemeinsam in seinem Zimmer.