Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Quaked!

Mit einer schönen, mittelalterlichen Armbrust stehe ich in der Holloway Street 42 in Exeter…

Ich brauche einen neuen 45er Colt! Die Armbrust behalte ich als Erinnerungsstück an Mycroft. Wo er wohl gerade ist?

Mit dem Zug fahren wir unverzüglich nach Gloucester und kommen dort gegen 11:30 pm im Hotel Imperial an, eigentlich immer noch recht entspannt…

Es sind genau noch 7 Tage bis zur Anrufung von Yog-Sothoth in Temphill..!

 

Decembre 19 1920 Sunday 9:30am Gloucester Hotel Imperial

Nach dem Frühstück verabschieden sich die Deutschen und gehen zum Bahnhof, sie wollen wieder “Zum 7. Gleis”…

Ich sollte mich bei meiner Frau melden und rufe auf Highclere Castle an. Ich spüre gleich, dass etwas nicht stimmt. Lady Almina berichtet mit zitternder Stimme, dass am Abend des dritten Advents ein schwerer Erdstoß das Schloss schwer erschütterte. Zwei Bedienstete seien dabei gestorben, verschluckt von einer Erdspalte im Basement…

Mir wird Schwarz vor Augen. “Ihr Stammsitz wird erbeben”, höre ich wieder Hanussens Stimme auf der HMS Victory…

Farbloser Stimme sichere ich ihr heute noch meine Rückkehr zu…

Wir besuchen noch die Frühmesse in der Gloucester Cathredal. Ein Grauer scheint uns zu beobachten…

Mare chauffiert mich nach Hause. Ich atme flach, versuche mich zu konzentrieren, Worte zu finden, mit denen ich nach meiner Rückkehr die Rolle des Hausherren wieder aufnehmen kann…

Lady Almina hat einen offiziellen Begrüßungsempfang mit meinen Kindern und der höheren Dienerschaft in der Eingangshalle vorbereitet. Nicht nur mein Schloss, auch meine Frau und die gesamte Belegschaft ist erschüttert…

Ich sehe in fahle Gesichter. Meine Tochter versucht so gut wie es geht, ihre Panik zu unterdrücken. Die gleiche Panik, wie ich sie in ihrem Gesicht sah, als sie als junges Mädchen einer meiner Seancen beobachtete…

“Schreckliche Dinge sind passiert”, höre ich meine Stimme hallen, “Zeigen Sie mir sofort den Ort des Unglücks!” verlange ich mit festerem Ausdruck, zu meinem Butler Charles gewandt. Er führt mich in das Basement…

Schon auf dem Weg hinunter sehe ich die Risse im Gebäude. Auf dem Boden des Kellers klafft eine Spalte, 3 yards lang und 1yard breit. Ich schaue in die Dunkelheit hinunter und werfe einen Stein hinab. Es klackert, als ob er einen Schacht herabfällt, mindestens 200 Meter, bevor die Geräusche verstummen. Mir ist völlig klar, dass dieser Riss bis zum Erdmittelpunkt führt…

Lady Almina hat die Aufräumarbeiten bereits initialisiert. Der Schutt ist schon entfernt, am morgigen Montag wird die Arbeit fortgesetzt. Bis Weihnachten sollten die sichtbaren Schäden wieder behoben sein…

Ich schaue nach oben. Dort setzt sich der Riss durch mein Haus fort. Ich sehe von unten in meine Bibliothek…

Einen hellen Schrei unterdrückend renne ich die Treppen hinauf…

Auch der Boden meines Arbeitszimmers ist aufgerissen, anscheinend ist ein Beistelltisch und ein Stuhl verschwunden. Doch zum Glück fehlt keines meiner occulten Bücher. Ich will schon aufatmen, als ich bemerke, dass mein kompletter Safe, mit BernieBrain darin, fehlt, aus der Wand gerissen…

I feel like being very cold assfingered…

Dr. Krebs!!! Er hat sich Bernie zurück geholt…

Mich überkommt eine kalte Wut, ihn nicht schon längst entsorgt zu haben, wie ich es seit geraumer Zeit geplant hatte…

Ich habe die Vision beim Anblick des Steingesichtes

zwar wahr-, aber nicht ernst genug genommen…

Trotz meines mystischen Wissens ärgere ich mich über meinen eigenen Dilettantismus…

Warum habe ich nicht auf mich selbst gehört? Ich habe mich ablenken lassen!

Dies wird nicht noch einmal vorkommen, schwöre ich mir!!

Doch nun gilt es erstmal, die Anrufung von Yog-Sothoth in Temphill zu verhindern…

Ich lasse ein klassisches Dinner servieren. Mein Schloss muss nun wieder in den Normalzustand gebracht werden und ich bestehe auf Abendgarderobe…

Im Zweifelsfall hilft nur british Discipline:

Ignore and go on…