Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Harkussems Ende

Harkussems Ende

Howards Festung, Ägypten den 10ten Juni 1918

Nach einem mitternächtlichem Mahle,spiele ich eine Partie Billard mit Kazeem,er besiegt mich erneut,ich mag ihn dennoch…

Später auf dem Turm erinnere ich mich einen Ausschnitt eines verwirrenden Textes an mich genommen zu haben,“Geheimbünde und andere weltweiten Verschwörungen” – oder so ähnlich….kann diesen Fetzen aber nirgends entdecken. → Nachtrag siehe Post Skiptum

Nach einem Frühstück ist es soweit – wir brechen mit Sack und Pack auf nach Medamud um diesen Hakusem zu treffen.Am Tempel des Month angekommen,bebt die Erde als wolle sie uns begrüßen,aber dabei wollte sie nur Andere in sich begraben… Wir eilen zum Eingang und hören Schreie,Hilferufe so beeilen wir uns noch mehr und nachdem einiges an Licht besorgt ist,seilen wir zunächst Kazeem an einem klapprigen,hölzernen Gestell mit Flaschenzug zu zweit per Hand ab.

Etwa ein dutzend Meter tiefer angekommen vertröste ich ihn und bitte Mare zusätzliche Seile und eines unserer Pferde zu holen,um den Abstieg sicherer zu machen.Danach geht alles auch etwas schneller von statten.

Unten angekommen geben die Fackeln kaum Licht – es ist als würde dieser Ort das Licht einfach verschlucken,auch ist es bedenklich kalt,wir folgen den Schreien – dann sehen wir das Unglück eine junge Frau liegt unter einem riesigen Steinquader bis zu den Knien begraben, zwei weitere Männer tot, Hakussem hinter dem Quader von uns abgeschnitten – nur noch leise am Stöhnen. Ich versuche Hakussem auf mich aufmerksam zu machen ,aber er ist nur sehr undeutlich zu verstehen – dann ein Geräusch das ich von keinem Tier kenne,mir gefriert das Blut in mir,mir wird übel Schweiß entströmt meinen Poren – ich will nicht dort hin,hinter diesen Quader…

Dann entdeckt Howard eine Stelle in der Wand die zu durchbrechen sei,ich bin froh zu Mare zu können um das notwendige Werkzeug zu holen…

Nun zurück ,die Wand zerbröseln,wir arbeiten zügig,da nur wenig Platz ist kümmern wir uns um die unter dem Quader Begrabene, die Unterschenkel sind nicht zu retten… Kazeem trennt die Reste mit einem beherztem Hieb,ich binde die Stümpfe ab wie in Trance und schleppen sie gemeinsam zurück und hinaus aus diesem kaltem….

Eine zweite Erschütterung reißt uns wenig später mit ohrenbetäubendem Getöse von den Beinen. Nun hängt auch noch überall feinster Staub in der Luft. Man sieht so schwer wie es sich jetzt atmen lässt…Mir fällt auf es ist still geworden oder bin ich taub?

Nach einigen weiteren Steinen ist ein ausreichender Durchgang geschaffen – ich folge vorsichtig, halte aber Abstand – dieser Geruch:Dynamit,verbranntes Allerlei,der Gestank eines Wesens,das ich bisher nur hörte.

Wir durchqueren einen Raum, ungefähr 7 x 5 Meter,rechts in der Ecke kommen wir in einen Vorraum ca 2,5 auf 3 Meter,welcher nach links in einen in das Naturgestein geschlagenen,schmaleren Gang führt.

Howard jedoch tritt durch einen Zugang gerade voraus, welchen ich bisher nicht wahrgenommen habe.Dieser Geruch zwingt mich zum Stehenbleiben.

Fast geradeaus ist ein weiterer kleiner Vorraum,der ebenfalls in einem natürlichen Gesteinsgang führt.

Rechts von mir – in vielleicht 5 Metern – ist eine Nische,die durch diese Quaderfalle nun unzugänglich versperrt ist.Ich sehe wie Ms. von Humboldt an einen Körper herantritt,Howard an einem weiteren niederkniet.Ich schreite geradezu in den Natursteingang und nach einem dutzend Schritten dem sich windenden Gang folgend, sehe ich in einen Raum mit zentralem Sarkophag. Ich wende mich zum gehen,da mich ein ungutes Gefühl davor warnt tiefer in diesen Raum,näher an den Sarg heranzutreten.

Mit Howard wechsele ich einen Blick und auch er macht nun Anstalten sich näher umzusehen.Ich berichte von dem Sarg und meinem Eindruck.Worauf Howard ebenfalls nur einige Blicke auf jene Kammer am Ende des Ganges wirft.

Ich gehe derweil zurück in den nach unsrem Durchbruch ersten Raum ,doch viel ist nicht zu sehen. Howard betritt derweil auch den anderen in Naturfels geschlagenen Gang und berichtet von einem offenen Sarg. Der Steindeckel sähe jedoch so aus ,als sei er von innen zertrümmert worden. Wir verlassen diese Stätte.

Oben bei Mare angekommen,berichte ich knapp und wende mich endgültig nach draußen. Howard äußert seinen Verdacht das Zelt seines Kollegen Hakussem sei durchsucht worden.Sein Bekannter Pierre veranlasst eine Zählung im Lager – zwei fehlen.Die Polizei wird gerufen.

Wir beratschlagen uns mit dem Grabungsleiter Pierre,wie am besten weiter zu verfahren sei,aber dieser Kerl ist einfach nicht von den offensichtlichen Gefahren zu überzeugen. Auch findet er es nicht merkwürdig das schon häufiger Leute des Lagers verschwanden.

Ich frage nach der verstümmelten Justine und erfahre sie habe nicht überlebt.Der Abdruck einer Hand auf ihrem Gesicht sieht aus,als sei nachgeholfen worden. Ich rufe nach den im Lager angekommenen Polizisten,welche meinen Eindruck ins Protokoll aufnehmen.

Wir verlassen diese Stätte des Unheils nachdem der Grabungsleiter sich nicht davon überzeugen lässt, nach diesen Vorfällen um so umsichtiger zu sein.

Stunden später in der Nacht kommen wir wieder in Howard´s Festung an.

P.S.

Auszug aus: Geheimbünde und andere Weltverschwörungen

…zu sein. Gerade in den ehemaligen Kolonien,in denen Armut,Gewalt und Gesetzlosigkeit Einzug gehalten haben,sprießen die Geheimbünde nur so aus dem Boden. Ihre Anführer finden einen kräftigen Nährboden aus schwelendem Hass und unterdrückter Habgier auf den die Saat ihres aufrührerischen Treibens fällt und gedeihen kann. So ist nicht zuletzt in Afrika die Anbetung eines „Gottes der Armen“ weit verbreitet.

Besonders tückisch an der noch jungen Generation dieser Geheimbünde ist die Tatsache, daß sie sich in diversen weltlichen Organisationen – seien es Handelsgilden,Hilfsorganisationen oder politisch motivierte Stiftungen – tarnen und so nicht nur dem Zugriff der Behörden besser entgehen sondern auch weitere Mitglieder unter einem Deckmantel rekrutieren können.

Der „Gott der Armen“, dem diese Bünde verfallen sind soll die Ausgebeuteten und Schlechtbehandelten in eine güldene Zukunft führen. Selbstverstümmelung oder Amputationen sind sichere Erkennungszeichen dieses Kultes. In weite…