Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Krieger ohne Schwert

Nach einem tiefen & erholsamen Schlaf auf Curdridge Hill erwache ich schmerzfrei neben Kare. Gemeinsam geniessen wir die morgendliche Wachwerden & trinken im Bett unseren ersten Tee. Als wir nach unten kommen, ist Sanjuro bereits auf den Beinen & scheint etwas aufgeregt zu sein. Heute kommen die Bauarbeiter, um die Wand zu entfernen. Lange haben wir auf diesen Moment gewartet, doch unsere Prioritäten ändern sich ja von Stund zu Stund.

„Hier, lest das bitte, das hat mir mein Bruder geschrieben!“ & reicht mir mit diesen Worten den nachfolgenden Brief:

Erläuterung der Geschichte des Kellers von Sanjuro

Draussen hören wir einen Silver Ghost hupen & ein geschaffter Lord steigt aus dem Silver Ghost. Die Anstrengungen sind ihm anzusehen. Wir begleiten ihn hinein, während wir uns rege austauschen. Auch dem Lord reicht er den Brief & wir diskutieren anschließend rege. Dr. Nidelvin zieht sich zurück & wir frühstücken, stoßen mit Champagner an. Der Gin bleibt aus, auch hier scheint es derzeit keinen Wacholderschnaps zu geben.

Pünktlich erscheint der Ingenieur Watson, der sich mit seinen Gehilfen sofort an der Wand zu schaffen macht. Kurz schauen wir zu, wenden uns dann erneut dem ausgedehnten Brunch zu. Als die neue Bedienstete neuen Tee bringt, sehe ich ein Blitzen in den Augen meines japanischen Freundes. Als wir unter uns sind, zwinkere ich ihm zu.

„Nein, nein, es ist nicht, wie Du denkst.“ erwidert er meine unausgesprochen Gedanken. „Als wir in Berlin waren, habe ich bei den Damen von Vril, die wir im Admiralspalast gesehen haben, eine Dame gesehen, die dieser neuen Angestellten frappierend ähnelt“

„Ich war leider nicht zugegen, zu sehr hatte mich die Aufführung in Anspruch genommen. Auch in Wildenberg war ich nicht, daher kann ich nicht mitreden.“ erwidere ich.

„Mir ist eine solche Dame auch nicht aufgefallen“ wirft der Lord ergänzend ein.

Ohne nennenswerte Ergebnisse reden wir weiter & verlagern das Beisammensein in der Garten. Draussen nutze ich den Rollstuhl, da ich zunächst weiter den Schwerstkranken mimen will. Als der Lord sich zurückzieht ins nahe Grün, lasse ich mich wieder auf Zimmer zu Kare bringen, um mich tantrischen Partnerübungen zu widmen.

Am späten Nachmittag erklärt der Ingenieur stolz, er habe die Wand erfolgreich entfernt. Sanjuro bezahlt den Mann & vereinbart Stillschweigen, was er höffentlich auch in barer Münze besiegelt. Nun kann uns nichts mehr halten. Ich bestehe darauf, mit in den Keller gebracht zu werden, sitzend im Rollstuhl.

Dann ist der große Moment für Sanuro gekommen – leider sehe ich wenig von meinem Notgefährt aus. Ich sehe ein rötliches Flackern einer Fackel & japanisches Inventar, aufgestellt in einer Art Schrein. Sanjuro betritt den Raum, übersetzt uns die verschiedenen Schriftzeichen. Auf dem Altar stehen zwei Stelen, beschriftet mit Sonne & Mond. Dazwischen ist ein leerer Schwertständer, passend für ein Katana. Nach kurzer Zeit erscheint der Japaner wieder bei mir & scheint recht frustriert zu sein, da sein Schwert ihm fehlt. Frustriert wendet er sich ab & wir erkennen, daß er Zeit für sich braucht.

Daher beschliessen der Lord & ich, zurück nach Highclere Castle zu fahren. Ich benötige ohnehin neue Verbände & Dr. Nidelvin will sich mit ihrer Familie treffen. Nachdem wir uns von Sanjuro verabschiedet haben, fahren wir ruhig zurück ins Schloß. Mein adeliger Freund hat wieder etwas Farbe im Gesicht & wir lachen über seine Schwärmereien für Marija.

Nach einem kleinen Snack trinken wir noch etwas Wein & ich lasse mich zu Dr. Nidelvin bringen, um früh & entspannt zu schlafen, vielleicht lohnt sich ja ein erneuter Besuch in der Schiffsbauerstadt…