Nächtliche Ruhestörung
Sehr früh, es ist noch dunkel wie die Nacht, werde ich von Windgeräuschen und Geklapper von Fensterläden geweckt. So stehe ich auf und laufe auf der Suche nach der Lärmquelle Ms Carla über den Weg, die aus dem Fenster den Waldessaum, welcher sich im Mondlicht scharf konturiert vom Himmel abgrenzt, betrachtet. Sind sie auch von diesem Geklapper erwacht, frage ich sie leise? Sie dreht sich zu mir um, wohl mir zu antworten, da erblicke ich was gar nicht sein kann, – nein – nicht sein darf. Hastig ziehe ich Carla vom Fenster fort und berichte ihr, was ich soeben zu sehen glaubte und sie erschauert. Die kleinen Wolkenfetzen fliehen über das Firmament und dann, warum habe ich nicht auch den Blick vom Fenster abgewand, erblicke ich erneut diese Kreatur, möge es nur eine sein, mit unzähligen in den Sternenhimmel gerichteten Tentakeln, die locker noch einmal in Baumeslänge aus dem Horizont des Waldes herausragen, mit einem Baum, ja einem ganzen Baum, den es nach unserer Richtung wirft. Ich werde nicht mehr schlafen können und schon gar nicht von diesem – und nun wird es für uns Beide furchtbar, denn laut sprechen wir einander ansehend – die Worte: „dunkles Junges von Shub Niggurath“ – und wir wissen Beide, diese Worte wurden noch niemals zuvor von uns je gedacht, noch je ausgesprochen. Auch müssen wir nun nicht darüber sprechen, mit welchen Bildern diese Worte verbunden sind. Wir beide sind blass geworden und so setzen wir uns an den Küchentisch und trinken feinsten Grappa.









