空に光 (Sora ni hikari) – Lichter am Himmel
Ich erwache in Dunkelheit. Ich habe keine Ahnung wie spät es ist oder warum ich meinen Schlaf unterbrochen habe. Ich bin einfach wach. Mein erster Gedanke nach dem Aufwachen ist „Maria“. Vielleicht habe ich gerade von ihr geträumt? Ich erinnere mich leider nicht…
Der Himmel scheint zu leuchten. Ein sequentielles Pulsieren taucht das Firmament abwechselnd in verschiedenfarbiges Licht. Ich schaue aus dem Fenster und sehe wieder diese seltsame Scheibe, die mir schon bei meinem Abschied von Maria auf dem Wilden Berg erschienen war. Ich sehe sie dieses Mal deutlicher und kann Details erkennen. Die Scheibe scheint keinen geschlossenen Kreis zu bilden und aus mehreren ineinander beweglichen Modulen zu bestehen. In ihrer Mitte erhebt sich eine Erhöhung, eine Art Turm. Vielleicht eine Sende- und Empfangseinheit für Funkdaten? Dieser Gedanke ist so absurd, dass er mir Schwindel bereitet, als ich versuche, diese Idee mit der Logik meiner bisherigen Erfahrungswelt zu verbinden, also nehme ich das, was ich da sehe als gegeben hin ohne meine Gedanken daran zu vertiefen.
Die Scheibe verschwindet wieder, löst sich dort oben am Himmel in Luft auf. Mit ihr schwindet auch das Leuchten. Ich stehe noch eine Weile am Fenster, starre in den sternenklaren Nachthimmel und fühle mich plötzlich von einer tiefen Sehnsucht ergriffen.









