Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

Ruina

Während des Frühstücks erzählt uns Cpt Wigbold das er des Nachts aufgewacht sei. Aus dem Fenster habe er Tentakel beobachtet die sich über dem Wald erhoben und mit Bäumen geworfen haben. Das möchte ich lieber nicht glauben.

Wir rüsten uns aus und gehen los. Ich allen voran mit der Karte.

Kurz nachdem wir das Sperrgebiet betreten entdecken wir ausgerissene, zersplitterte Bäume am Wegesrand. Eine nähere Analyse ergibt elefantenartige Abdrücke im Boden und Abdrücke von Saugnäpfen an den ausgerissenen Bäumen. Mrs di Fiona und Cpt Wigbold faseln etwas von einem ‚dunklen Jungen‘. Wir treffen keine weiteren und erreichen unbeschadet die Burgruine.

Im ersten Innenhof erwarten uns zwei junge Damen und wir sprechen sie an. Sie erzählen uns das die Burg um 1200 von den Herren Dürrn erbaut wurde, Vögte über das Kloster Amorbach. Ld Carnarvon redet noch weiter mit den Damen während ich mich umsehe. Dann verliert sich die gemeinsame Spur…

Eine weitere Dame, Sigrun, kommt auf mich zu. Sie krault mich am Nacken. Ich sei ein sehr sachlicher Mensch, sagt sie. Ja, antworte ich, nehme sie in den Arm und bitte sie, mir doch die interessanten Orte und Zeichen der Burgruine zu zeigen.

So frage ich die Schönheit zunächst nach Wolfgang von Eschenbach, ob er hier war. Ja, antwortet sie, führt mich zu der Stelle, zückt ein Papier aus ihrem Studienbuch und trägt mir ein wundervolles Gedicht vor:

Die Schar der Ritter saß im Saal,
darinnen prangt das Königsmahl.
Da öffnet sich (…)

Erneut frage ich: War der Gral hier? Ja, antwortet sie und fragt mich im gleichen Atemzug: Darum seid auch ihr hier, nicht wahr? Auch habt ihr schon alle Informationen wo genau der Gral sich befindet.

Entfernt höre ich noch die warnenden Rufe von Mrs die Fiona und Mrs de Fleur ibn Abdulla-Charie: Das ist die Gesellschaft von Vril und ihr Wesen ist nicht unser Freund. Aber ihre Worte sind mir egal.

Vor dem großen Kamin entkleidet sich Sigrun und zeigt mir ihre Stellung. Ich bin erregt, ziehe mich ebenfalls aus und stelle ihre Pose nach.

Anschliessend, vor dem Kamin, knien wir Stirn an Stirn und ich spreche zu Gott. Sigrun hingegen spricht etwas in einer mir unbekannten Sprache. Ich bin in Trance, ich schlafe, ich…

Dann erwache ich vor dem Kamin. Zu meinem Erstaunen ist es Abends. Sigrun ist verschwunden, nur ihr Studienbuch ist noch da. Ich bin nackt. Im rechten Arm spüre ich ein leichtes Kribbeln. Kommt wohl von der Stellung. Das beste Stück hat funktioniert. Meine Kleidung und Ausrüstung hingegen ist verschwunden.

Ich kehre zurück in den ersten Hof wo ich auf meine Gefährten treffe. Ld Carnarvon und Mr Okumura sind ebenfalls unbekleidet. Cpt Wigbold stattet mich notdürftig mit einem Umhang, einer Pistole und einer Fackel aus.

Wir bilden Zweiergruppen und gehen stiften. Wir klettern möglichst lautlos durch das Unterholz. Ich habe Tannenzapfen an den Füssen, stolpere, Mr Okumura fängt mich auf.

Dann ein Tentakel aus dem Unterholz. Wir rennen. Und dann steht da dieses Wesen auf einer Lichtung vor uns, seine Fangarme gen Himmel reckend, Ahhh!

Ich renne, rechts herum, rechts herum, links herum, rechts herum, ich klettere panisch durch das Unterholz. Ich kann nicht klar denken. Cpt Wigbold legt anscheinend ein Feuer. Das Wesen wirft einen Baum, der mich knapp verfehlt.

Ich höre den durchdringenden Schrei einer Frau und mich ergreift weitere Panik.

Das Wesen wirft einen weiteren Baum nach uns. Aus dem Augenwinkel sehe ich Mr Okumura, er wird vom Holz getroffen kann aber mit einer eleganten Pirouette ausweichen um schlimmeres zu verhindern. Mrs di Fiona und Mrs de Fleur ibn Abdulla-Charie schnappen sich Mr Okumura und bringen ihn aus dem Schussfeld. Das Wesen wirft weitere Bäume, die neben uns einschlagen.

Ich höre noch ein Grunzen aus dem Wald, dann scheinen wir für das Erste entkommen. Kurz vor Mitternacht kehren wir zurück nach Kirchzell.

Ich mache mich frisch und lege meine zweite Garderobe, den Kilt, an. Wir beratschlagen uns. Ld Cararvon erzählt von einem keltischen Grab im Wald, das er auf seiner Rückkehr zur Burg gesehen hat. Während ich die Mappe von Sigrun studiere,  wirft Cpt Wigbold ein das ein geheimer Zugang möglich wäre. Ein Schäferhund schleicht am Haus vorbei.

Mehrere Theorien stehen jetzt im Raum und so beenden wird den Tag und beschliessen morgen auf die Wildenburg zurückzukehren.