Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Tiefer tentakelischer Horrorwahn!

Die Ereignisse nehmen sich überschlagend Ihren Lauf, wir sind auf den Weg in die nasse Höhle, wird uns allen klar. Ein heftiger Sturm tobt über dem Meer, genau an unserem Zielkoordinaten. Zufall? Never Ever!

Dunkle Kräfte sind hier am Werke, höchstwahrscheinlich außerirdischen Ursprungs. Als wir dem Zentrum näherkommen, sehen wir in dem heftigen Wellengang ein schwarzen basaltartigen Turm samt Leuchtfeuer hervorragen!

Die Seemänner schreien, der Seegang ist vernichtend, die Pumpen arbeiten auf Maximalkraft. Wir trotzen den Kräften und bewegen uns auf den Turm zu, bis wir schließlich ein Beiboot auslassen können. Ich packe den Eiszapper, Gewehr, Munition, Ersatzunterhosen, Kletterzeug, Tasche, Rucksack & Werkzeug ein.

Ragnar sitzt bereit im Boot, Sanjuro wird auf der Almina bleiben, um sie am Sinken zu hindern. Der Lord kämpft sichtlich mit seinen Gefühlen, die Almina in so schwerer Stunde zu verlassen. Wir legen seutern auf den Turm zu, genauer gesagt auf eine Art Fenster. Mit einem lauten Krachen landen wir auf dem schwarzen glasartigen Fenstersims. Wir kommen aus bei den riesigen Aussmasse der Räume klein & unwichtig vor. „Das Boot ist schrott“ meldet Ragnar, was mir ohnehin klarwar. Wir winken nochmals zur Almina und untersuchen den Raum.

Wir sehen zwei Ausgänge, einen nach oben, einen runter. In der Mitte des Raums steht wieder eine Loigor Stele samt neun Einbuchtungen für Kugeln! Wieder ein Hinweis, wir sind auf eienr Spur! Ich vermute die Kugel unten, genau wie der Lord. Daher entschließen wir sofort nach unten zu gehen.

Dort treffen wir auf einen erneuten Raum, mit einem Becken. Die Oberfläche dieses fremartig Wassers sieht unheilich aus. Die Wände sind alle aus glasartig spiegelglatten Basalt, der unsere Ängste widerspiegeln. Schnell wende ich mich ab, um den Weg weiterzugehen. Bei dem nächsten übergroßen Tor sehe wir eine Treppe die nach unten führt. De Stufen sind riesig. Wir beschliessen runterzuklettern!

Mit viel Mühe klettern wir die vielen riesigen Stufen hinab, runter zu den dunklen Gebäuden, die erst klein, dann groß, um nicht schließlich riesig zu werden. Wir befinden uns unter einer Art Luftglocke, außen ist die stürmische See zu sehen. Oben kämpft die stolze Almina einen hoffnungslosen Kampf, wie wir jetzt sehen. Hohe Wellenbrecher versuchen Sie immer wieder zu verschlingen, mit ins nasse Grab zu zerren. Ragnar macht sich die Mühe, die Anzahl der Stufen zu zählen. Bei 8000 kommen wir am Meeresboden an. Es ist naß kalt. Totenstille. 

Diese Gebäude sind nicht für Menschen gemacht, ich sehe keinerlei Öffnungen, weder Fenster noch Türen noch sonst etwas. Sie bestehen auch aus diesem dunklen grünen harten Glas, in dem sich das traurige Schauspiel der Seekönigin widerspiegelt. Doch da, ist das meine Schwester? Sie läuft durch die Straßen, winkt mir zu, ich höre ein leises „Hilfe“… kurz bevor ich losstürmen will, erkenne ich das Trugbild und schüttel es ab.

Wir befinden uns auf einem dreieckigen Platz und am Rande sehen wir zwei Gestalten liegen. Mit gezogener Special Gun gehe ich auf die beiden zu. Meine Freunde folgen mir. Es scheinen 2 Menschen zu sein, deren Leichen völlig vertrocknet sind. Nach anfänglichen Schauer durchsuchen wir Ihre Sachen und finden eine Karte

Ryleh

Alle betrachten intensiv die Karte, ich leuchte Ihnen, meine Augen tränen. Ich kann bei diesem schummrigen Licht nichts sehen. Ich schaue kurz zu den Gebäuden – befinde mich in Tibet. Major Younghusband führt das Massaker an, wir treiben wahllos unsere Säbel & Bajonetten in die Entwaffneten. An die Tausend haben wir bereits massakriert, doch der Major feuert uns an, den Rest niederzumähen. Inmitten der Gräultaten & des Schlachtens hilflosen Tibetern halte ich inne – dieser Schrei gehört dem Lord! Ich schaue mich um und sehe an der Luftglocke in einem absurden Spiraltanz friedlich & still die Almina im Meer versinken, keine Seemeile von uns entfernt. Wir sind Zuschauer des Untergangs unseres Zuhauses, unserer Operationsbasis. Sanjuro! Die Crew! Wie konnten wir auch denken, ständig Glück zu haben? Ein schwerer Schlag, der Lord taumelt in meine Arme, sackt kurzzeitig zusammen. Wie gebannt schaut er gegen Wasserhorizont dem Niedergang seiner Geliebten Seeschönheit zu bis zu diesem dumpfen Aufprall, dem ein langes Knacken & Schaben folgt. Dann folgt Ruhe.

Selbst der Sturm scheint ein wenig ruhiger zu werden, als ob das Meer zufrieden mit der jüngsten Mahlzeit ist. Ich nehme mir ein Näschen, flöße dem Lord etwas Gin ein, was er in seiner Kurzzeitapathie nicht mitbekommt. Langsam gewinnt er wieder an Fassung, murmelt Unverständliches.

Wie hören Schritte und von der Treppe sehen wir Sanjuro & den Rest der Crew herunterklettern. Sanjuro ist sichtlich betrübt und murmelt ständig Japanisches. Mit einem Blick zum Lord weiß ich, was die Stunde geschlagen hat. In seinen Augen steht: „Dieses Unglück muß mit Blut gesühnt werden!“ Sanjuro hätte sich einen besseren Zeitpunkt aussuchen sollen. Ich trete hinter meinem Freund, der weiß, was nun kommt. Mit stehen die Tränen, meine Finger zittern, als ich auf den Lord nächste Entscheidung warte. Sanjuro ist auch tief ergriffen, schildert die letzten Minuten des Versuchs, das Schiff zu retten, vergebens! Er schließt mit der Bitte ab, Seppoku begehen zu dürfen.

Wie durch ein Wunder lehnt der Lord großherzig das Angebot ab. Er dankt ihm sogar für seine Dienste. Nach dieser Aussprache sind alle wieder besserer Dinge und wir wenden uns der Karte zu. Carla hat einen Weg gefunden, meint Ragnar. Auch Ragnar schielt schon wegen der Kartenleserei. Wir brechen auf, lassen die Leichen liegen, nehmen nur die Karte mit.

Wir laufen nun durch die Straßen, alles sieht gleich aus. Plötzlich fällt von oben ein riesiger weißer Wurm herab. Wir werden alle durchgeschüttelt und berappeln uns. Der Lord bleibt schreiend auf der Straße liegen. Carla & Ragnar haken ihn wie in einem Kinderspiel ein – der Wurm erhebt sich – ich schieße mit der Special Gun. Getroffen! Leider scheint es den Wurm nur zu bremsen und zu verwirren, meine Jagdautomatik scheint ihn nur verletzt zu haben.

Nun sehe ich es, überall in den Monolithen! Hunderte von diesen Weisswürmern grabbeln heraus, auf der Suche nach Essen! Ich folge meinen Freunden und ermahne Sie zur Ruhe! Sinnlos, nach der nächsten Biegung steht bereits ein Wurm, hakt nach uns. Er erwischt Sanjuro am Bein und will ihn hochreißen. Ich eile vor und schlage mit dem Schwert nach ihm, zerschneide seine Rückenmuskeln. Mein japanischer Freund sticht auf ihn wie besessen ein, was den Wurm den Rest gibt. Wieder berappeln wir uns, Eile ist weiter geboten. Leise bewegen wir uns weiter, doch wieder zweckslos!

Gleich zwei Würmer wollen sich vor sowie hinter uns setzen. „Die sind sogar intelligent!“ denk ich voller Grauen. Schnelle Lösung: Eiszapper! Mir reichts. Nun gibts Weisswurmeis! Ich visiere den Vorderen mit dieser übergroßen Schußwaffe an, erwische ihn voll im Fallen. Er zerschellt krachend in tausend gefrorene Gewebesplitter. Wir eilen weiter, unsere Kräfte schwinden rapide. Was für eine Hetzjagd!

Eisschock für Weißwurm

Um der nächsten Ecke fällt wieder ein Wurm, schnell treff ich ihn, treffe sein aufgeblasenen Leib. Er wird halb am Boden festgefroren, sodaß wir an ihm vorbeikommen. Weiter! Richtung dieser großen Erhebung!

Stadtansicht

Nach einige leeren Gassen erreichen wir schließlich wieder einen Dreiecksplatz. In der Mitte ein riesiges Becken, das unheilvoll grünlich leuchtet. Meine Kehle schnürt sich zu, mein Gefahreninstinkt geht auf Maximum. Ich höre mein Herzschlag in meinen Ohren widerhallen, wende den Blick ab vom Becken, ich schaue weg, schaue mich an, gespiegelt in diesen tollen Basaltwänden, gefangen unter dem Meer – diese Lewis macht höllischen Spaß. Wieder zerfetze ich ein Dutzend Reiter mit ihren Säbeln. Wie verrückt schieße ich weiter auf die Häuser & Zelte der Araber. Ihre geliebtes Omdurman wird brennen, haha. Wir sind Ihnen mit unseren neuen Waffen haushoch überlegen. Die Maschinenkanonen vernichten alles Leben in der Stadt. Ein Leuchten lenkt meine Aufmerksamkeit auf sich! Moment da steht eine Kugel im Raum – Ich schüttel mich kräftig. Mycroft, konzentrier dich, höre ich die Stimme von Henry, wie in meiner Kindheit, als wir auf Kopra Schlangen gefangen haben. Meine Vernunft kehrt wieder, wenn auch nur kurz!

Carla beginnt laut an zu lachen, während sie am Becken steht, auf den Schultern von Ragnar. „Es gibt ihn wirklich! Nein, doch! Es gibt ihn, schaut doch!“ Sie schaukelt wild hin & her, sodaß Ragnar die Gute runterlassen muss. Sie ist völlig von Sinnen, singt Lieder auf Latein, der Lord schaut sie verwirrt an. Ich schaue zur Kugel. Es wird Zeit! Ich schaue über die Schulter und sehe einige Würmer die Treppe hinaufkriechen. „Es wird Zeit zu gehen!“ rufe ich dem Lord zu. Der kniet gerade vor der Stele, blickt nach unten. „Scheint gerade zu beten“ denk ich. Sanjuro sitz auf dem Hosenboden, kann nicht mehr stehen wegen seinem Bein. Wie in Zeitlupe greife ich mir einfach die Kugel, der Lord schaut mich dabei völlig entgeistert zu. „Rennt! JETZT!“

Durch das Becken geht ein Rucken, Wasser schwappt über, etwas Gigantische erhebt sich tropfend hinter mir. Ich schaue weg,  werfe die Kugel dem Lord zu, sehe wie der Lord sie fängt, und damit sowie drei weiteren die Teleportation vollzieht. Es öffnet sich ein Portal, an dessen Ende wir meine Ranch sehen. „Wie schön es dort ist!“ denk ich. Ich will drauf zulaufen, doch ich stecke in der Luft fest. als plötzlich etwas mein Bein greift. In Zeitlupe richte ich den Eiszapper auf den Tentakel schaue instintiv zur Seite und erblicke „IHN“ den Schrecken schlechthin. Seine Fratze brennt sich auf meine Netzhaut – Mein Verstand zerfliest wie warmes Wachs in der Sommersonne – Die Sonne blendet, aber der Geruch vom verbrannten Menschenfleisch läßt bereits erahnen, welche Schrecken wir wieder sehen werden. Wir maschieren weiter Richtung Front, töten, maschieren. Doch diese burischen Teufel laufen ins Unterholz, verstecken sich feige, um in wenigen Stunden gleich wieder einen Hinterhalt zu legen. Feuer legen & mit etwas Glück erwische ich Sie, kann ich sie töten – Glück – mit der freien Hand greife ich zum Amulett von Inari. Kraft durchflutet mich, der Eiszapper bewegt sich wie von selbst gesteuert auf den Tentakel und feuert! Treffer!

Wir kommen frei. Das riesige Unwesen, das nicht sein darf, zuckt kurz. Wir greifen uns beinander und fliehen, rennen, humpeln & springen ins Portal zu meiner Ranch! Ich falle zu Boden, bin zuhause, bei Mutter. Henry hat mich gerade nach Hause gebracht. Ich bin völlig zerkratzt. Die Kopra war zu groß für mich, viel zu groß. Sie hat mich fast erwürgt. Henry meint, diese Erfahrung macht mich stark. Weinend & wimmernd schlafe ich tief ein.