春祭 (Haru Matsuri) – Frühlingsfest
Mycroft berichtet beim Frühstück von seinem Ausflug in die Traumlande und dem, was er dort in Erfahrung bringen konnte. In der Bibliothek von Ulthar hatte er herausgefunden, dass die gesuchten Berge in den Hochlandsümpfen in den Tamarianischen Hügeln zu finden seien. Obwohl ich einiges mehr an Zeit in den Traumlanden verbracht habe, als meine Freunde und auch mehr von dieser Welt gesehen habe, klingelt bei mir nichts. Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wo wir anfangen sollten, diese Sümpfe und Hügel in den Traumlanden zu suchen. Mycroft hatte seinerseits schon versucht, dorthin zu gelangen. Er ist nach Canas gereist und hatte dort über Lilian Kontakt zum Dalan aufgenommen. Dieser hätte ihn zwar wohl zu den Sümpfen bringen können, doch lachte er ihn aus, als er hörte, dass Mycroft allein reisen wolle. Er riet ihm dringlich, mit ein paar Freuden wieder zu kommen.
Nach dem Frühstück kümmert sich Mycroft darum, für uns einen LKW zu mieten, mit dem wir den zweiten B a‘ Chaorainn aufsuchen wollen. Auch hier kommen wir mit dem Fahrzeug nicht bis ganz auf den Gipfel und müssen die letzen paar Kilometer zu Fuß bestreiten.
Vom Gipfel erklingt Musik. Dudelsäcke. Es scheint dort ein Fest stattzufinden – ein Frühlingsfest womöglich. Henry bittet uns, entweder die Waffen abzulegen oder nicht weiter zu gehen. Selbstverständlich respektieren wir seinen Wunsch. Mycroft, der Lord und ich behalten unsere Waffen und bleiben zurück. Mare drückt mir ihren Säbel zur Verwahrung in die Hand und geht zusammen mit Henry und Beatrice weiter.
Nach einer Weile kommt gut ein Dutzend Kinder von der Bergspitze herab auf uns zugelaufen. Sie versuchen uns, zur Teilnahme an dem Fest zu überreden. Die Begeisterung unsererseits hält sich in Grenzen, doch die Kinder bleiben hartnäckig. Schließlich kapitulieren wir und lassen und widerwillig von der Bande auf den Gipfel des Berges entführen.
Mir ist überhaupt nicht nach Feiern zu Mute – wann ist es das schon mal – doch Henry, Beatrice und Mare tanzen ausgelassen. Auch Mycroft lässt sich animieren. Erst nach etlichen Bechern Vogelbeerwein beginne auch ich langsam etwas Gefallen an der Ausgelassenheit der Leute zu finden.
Erst am frühen Abend beginnt das Fest sich aufzulösen und wir treten endlich die Rückreise nach Inverness, wo wir noch den Nachtzug nach London um 23:30 erreichen.









